Gemeinsamer Widerstand hat sich gelohnt: Staudinger Block 6 ist Geschichte

E.ON Kraftwerk Staudinger Block 6 gestoppt.

Der über fünf Jahre andauernde gemeinsame Widerstand des BUND Hessen und des BUND Bayern sowie der Bürgerinitiative „Stopp Staudinger“ hat sich endlich ausgezahlt. Zahlreiche Aktionen und Demonstrationen, schriftliche Einwendungen und Verbandsklagen gegen die Teilgenehmigungen und gegen die wasserrechtliche Erlaubnis haben den Protest begleitet.

Der Stromversorger E.ON verzichtete schließlich im November 2012 durch die Rückgabe der beiden Teilgenehmigungen auf den Neubau des geplanten Kohlekraftwerkblocks Staudinger 6 bei Großkrotzenburg. Stattdessen soll nun der mit Erdgas betriebene Block 4 bis 2016 in Betriebsbereitschaft gehalten werden, um dadurch einen Erhalt der Netzstabilität zu gewährleisten.

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Ein großer Erfolg für Mensch und Natur, denn eine Inbetriebnahme von Staudinger 6 hätte einen starken Anstieg der CO2-Emissionen sowie eine zusätzliche Belastung der Umwelt mit Stickoxiden, Schwefeldioxid, Staub und Quecksilber zur Folge gehabt.

Nichtsdestotrotz bleibt auf dem Gebiet der Kohlekraftwerke auch weiterhin viel zu tun. Immer noch wird mit Blick auf die zukünftige Stromversorgung viel zu stark auf den Betrieb von umweltschädlichen Kohlekraftwerken gesetzt. Durch Stromsparen und den Bau von Kraftwerken, die mit alternativen Energien, wie Geothermie und Windkraft, betrieben werden, könnte man dieser Entwicklung entgegenwirken.

Welche weiteren Kohlekraftwerke geplant und dank eines breiten Widerstandes schon verhindert werden konnten, finden Sie auf der Seite vom BUND Bundesverband: Kohlestrom hat keine Zukunft – Klimaschutz jetzt!