Umfrage 2007 – Förderprogramme hessischer Energieversorger mit Stromvertrieb unter der ökologischen Lupe

Titelblatt Umfrage 2007 – Förderprogramme hessischer Energieversorger mit Stromvertrieb unter der ökologischen Lupe
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Ergebnisse einer Befragung für das Jahr 2007

Der Arbeitskreis Energie im BUND Hessen hat 2007 erneut - wie schon in den Jahren 2003 und 2004 - die hessischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) nach Förderprogrammen für ihre Tarifkunden befragt. Stromversorger vertreiben ein Massenprodukt, dessen Erzeugung mit enormen Umweltbelastungen einher geht. Fast 40% des Klimagases CO2 stammen aus Kraftwerken. Die kühlungsbedingte Abwärme stellt eine der größten Belastungen für unsere Flüsse dar. Hinzu kommen Ressourcenverbrauch, Landschaftseingriffe und sonstige Emissionen. Der BUND sieht daher die EVU mit Stromvertrieb in der Verantwortung, die effiziente Nutzung elektrischer Energie bei seinen Kunden ernsthaft zu fördern.

Nach wie vor nützen keineswegs alle Programme der Umwelt und Ressourcenschonung. Manche müssen weiterhin eher als schlecht beurteilt werden, da sie nicht dem effizienten Umgang mit elektrischer Energie dienen. Insgesamt gibt es leider einen leichten Trend hin zu weniger und ökologisch schlechteren Förderangeboten, auch wenn einzelne Programme durchaus überzeugen konnten. Von den 51 hessischen EVU mit Stromvertrieb haben 17 dem Arbeitskreis Energie Mitteilung über ihre Förderprogramme für Tarifkunden im Jahr 2007 gemacht. Die Fördermaßnahmen wurden nach den fünf Kategorien Effizienz, Erneuerbare Energien, Messungen und Analysen, Umstellungen auf Erdgas und Steigerung des Stromabsatzes aufgeschlüsselt.

Die Auswertung zeigt, dass nur fünf Programme mit befriedigend oder besser bewertet werden konnten. Mit sehr gut oder gut wurden nur die Programme der Stadtwerke (SW) Marburg, SW Hanau, Mainova Frankfurt und ESWE Wiesbaden beurteilt. Als schlecht wurden die Programme von EON Mitte, Kassel, beurteilt. Hier war es die Förderung des Energievergeuders Raumklimagerät, die zur Abwertung führte.

Immer noch sind Förderungen zum Zweck der Absatzsteigerung durch zehn EVU in Hessen ein Ärgernis auf Kosten der Umwelt. Effizienzmaßnahmen werden leider viel zu selten gefördert. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, mit unserer Untersuchung Anstöße zur Verbesserung oder Neueinrichtung sinnvoller Förderprogramme geben zu können.

Die Umfrage und die Bewertungskriterien lehnen sich eng an die Vorläuferuntersuchungen in den Jahren 2003 und 2004, die ebenfalls im Netz stehen, an. Wir verweisen daher für detaillierte Erläuterungen auf die Texte der Vorjahre und fügen nur bei neuen Aspekten Erläuterungen ein.

Unverändert bleibt, dass nur Förderungen für Tarifkunden betrachtet werden und Förderungen für gewerbliche Kunden, öffentliche Einrichtungen, Kommunen und dgl. nicht Gegenstand der Untersuchung sind. Jedoch werden Maßnahmen berücksichtigt, die auch generell Privatpersonen der Region in Anspruch nehmen können, wie z. B. Kfz-Umrüstungen auf Erdgas oder die Nutzung von Erdgas- oder Rapsöltankstellen.

Parallel zu der Umfrage wurden die EVU auch gebeten, ihre Stromkennzeichnung zu übermitteln. Die
Auswertung dieser Daten wird in einem eigenen Dokument behandelt. (siehe Liste auf den Seiten des AK Energie)

BUND-Umfrage bei hessischen Energieversorgern: Förderprogramme weiterhin ökologisch nicht zufriedenstellend (pdf; 429 KB)
Ergebnisse einer EVU-Befragung des AK Energie, BUND Hessen für das Jahr 2007

Kontakt

Weitere Informationen bekommen Sie über den Arbeitskreis Energie des BUND Hessen:
Kontaktinformationen zum Arbeitskreisenergie…



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