Wir haben es satt! Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Für die Agrarwende!

Banner: Wir haben es satt! Demo am 17.01.2015 in Berlin.
19. Januar 2015

Tierschutz statt Antibiotika-Missbrauch! Jetzt Appell unterschreiben…

Tierfabriken stoppen! Jetzt beim BUND Bundesverband unterschreiben… (Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de)

Wir haben es satt! Auf neun von zehn Putenfleisch-Proben aus Discountern hat der BUND antibiotikaresistente Keime gefunden (ESBL-produzierende Darmkeime und MRSA-Keime). Die Belastung des Fleisches ist eine Folge des massiven Antibiotika-Missbrauchs in der industriellen Tierhaltung.

Wir fordern von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, das Tierschutzgesetz und das Arzneimittelgesetz nachzubessern! Zum Schutz der Tiere und der VerbraucherInnen. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass jährlich bis zu 15.000 Menschen in Deutschland sterben, weil Antibiotika nicht mehr wirken. In Massentierhaltungen leben die Tiere unter qualvollen Bedingungen. Damit muss Schluss sein! Bäuerliche Landwirtschaft statt Tierfabriken!

Jetzt beim BUND Bundesverband unterschreiben…

50.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!”-Demo 2015

Mit der Rekordzahl von 50.000 Teilnehmenden setzte die „Wir haben es satt”-Demo am 17. Januar 2015 ein klares Zeichen: Stoppt endlich Tierfabriken, Gentechnik und TTIP!

Zum fünften Mal gingen in Berlin Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen.

Mehr als 45 Busse und Zuganreisen wurden organisiert. – Darunter auch BUND-Gruppen aus Hessen: Der Bus ab Frankfurt vom BUND Hessen mit Halt in Hungen, Gießen und Alsfeld war ausgebucht. – Ausgebucht war auch der Bus vom BUND Schwalm-Eder und BUND Waldeck-Frankenberg, bei dem die Hessenschau mitfuhr. Vielen Dank fürs Mitfahren und Mitdemonstrieren!

Impressionen der Demo

20150117 01 BUNDjugend-beim-Anziehen-der-Demokostueme Foto Kai-Soeren-Kotzian20150117 02 Demo-LKWs-werden-vorbereitet Foto Kai-Soeren-Kotzian.jpg20150117 03 Black-Box-TTIP Foto Kai-Soeren-Kotzian.jpg20150117 04 Demozug-Wir-haben-es-satt Foto Kai-Soeren-Kotzian.jpg20150117 05 Stoppt-TTIP-das-Trojanische-Pferd Foto Kai-Soeren-Kotzian.jpg

Darum waren wir in Berlin…

Die fünfte „Wir haben es satt!”-Demo fand am Samstag, 17. Januar 2015 in Berlin statt. Das Motto: Stoppt TTIP, Massentierhaltung und Gentechnik!

Massentierhaltung und Gentechnik – Weltmarkt statt Wochenmarkt?

Die Agrarindustrie ist unverändert auf dem Vormarsch: Konzerne wie Monsanto, BASF und Syngenta untergraben die Saatgutvielfalt und bringen ständig weitere Gentech-Sorten auf den Markt.

Überall entstehen neue Tierfabriken, in denen Millionen von Tieren in qualvoller Enge leben und regulär mit Antibiotika behandelt werden.

Statt dafür zu sorgen, dass wir gutes Essen aus der Region zu fairen Preisen für Bäuerinnen und Bauern erhalten, trimmt die Bundesregierung die Agrarindustrie auf Massenproduktion für den Weltmarkt. Immer mehr Fleischreste überfluten so die Märkte des globalen Südens und rauben Kleinbauern die Existenzgrundlage. Auch weil an den Börsen mit Nahrungsmitteln spekuliert wird, bleibt der Hunger dort eine bittere Realität.

Freihandelsabkommen stoppen

Mit dem Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA versprechen uns Politiker und Wirtschaftsvertreter in der EU und den USA mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Sie wollen mehr Marktfreiheit und mehr Rechte für Konzerne. Dafür sollen Verbraucherschutz- und Umweltstandards schrumpfen. Mithilfe privater Schiedsgerichte, einer Angleichung der Standards auf kleinstem gemeinsamen Nenner und mehr Mitsprache der Industrie bei Gesetzen könnten uns Hormon- und Klonfleisch und mehr Gentechnik serviert werden – durch die Hintertür, ohne Kennzeichnung. Derzeit werden die Gespräche geheim und unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit und selbst der Parlamente geführt. Diese Geheimhaltung birgt die Gefahr, dass es zu einer Machtverschiebung kommt - weg von der Politik und der Öffentlichkeit hin zu den Interessen der Agrarindustrie, der Wirtschaft und der Banken.

2015 entscheidet sich’s

Die Bundesregierung mit Frau Merkel an der Spitze entscheidet, ob sie unser Grundwasser vor starker Nitratbelastung durch die Agrarindustrie schützen oder ob sie die Verunreinigung des Grundwassers, die Hauptquelle unseres Trinkwassers, weiter zulässt.

All dies haben wir satt. Gemeinsam trugen wir in Berlin unseren Protest auf die Straße – gegen Agrarindustrie und Gentechnik, für gutes Essen und eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft und mehr Wasserschutz. Denn 2015 stehen wichtige politische Entscheidungen an: für oder gegen CETA und TTIP, neue Gentech-Sorten und Tierfabriken, mehr Wasserschutz oder eine EU-Verordnung, die unsere Saatgutvielfalt bedroht. Das haben wir satt! Wir fordern Regeln für Konzerne und Rechte für Menschen!

Es lohnt zu kämpfen

Überall im Land verhindern BUND-Gruppen und Bürgerinitiativen Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gen-Mais haben wir von unseren Äckern vertrieben, und unser Protest lässt TTIP und CETA wanken. Doch Veränderungen brauchen den Druck der Straße. Deshalb haben wir mitgemacht und am 17. Januar in Berlin für die Agrarwende – hier und überall demonstriert!

Die ausführlichere Version dieses Textes finden Sie auf http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/demo_wir_haben_es_satt/

Aufruf und Forderungen der 5. „Wir haben es satt!”-Demonstration

Banner: Wir haben es satt! Demo am 17.01.2015 in Berlin.

Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Für die Agrarwende!

Sa., 17.01.2015 – 12 Uhr, Berlin

Demonstration – Treckerzug – Kundgebung


Wir haben es satt!

Die Agrarindustrie ist weiter auf dem Vormarsch: Wenige globale Großkonzerne untergraben die Saatgut-Vielfalt und fördern die Gentechnik auf dem Acker. Investoren bauen immer neue industrielle Megaställe, in denen Tiere unter qualvollen Bedingungen leiden. Die Mächtigen dieser Welt planen auf dem G7-Gipfel und durch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA die globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Die Folgen sind allgegenwärtig: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen, hier und in den Ländern des Südens, ihre Höfe aufgeben. Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Der Anbau von Monokulturen verdrängt den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Und: Der weltweite Hunger ist nach wie vor Fakt.

 

Wir können es besser!

Eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft verdient unseren Respekt und unsere Wertschätzung, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssouveränität. Sie muss und kann die Welt ernähren. Dazu brauchen wir kostendeckende Preise für Bäuerinnen und Bauern, die respektvoll mit Tier und Umwelt umgehen. Wir fordern regionale Erzeugung statt steigender Weltmarktorientierung für Nahrungsmittel. Und wir wollen Politikerinnen und Politiker, die endlich im Sinne der Menschen handeln anstatt die Interessen weniger multinationaler Konzerne zu vertreten.

 

Widerstand zeigt Wirkung!

Wir haben schon viel erreicht: Überall in Deutschland verhindern Bürgerinitiativen neue Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gentechnik-Mais darf in Deutschland nicht mehr angebaut werden und unser Protest lässt TTIP und CETA wanken. Kurz: Für Veränderungen braucht es den Druck der Straße. Deswegen demonstrieren wir am 17. Januar 2015 in Berlin erneut für eine grundlegende Agrarwende – bundesweit und global. Sei dabei!

 

Wir fordern:

Stoppt:

Fairhandel statt Freihandel!

die Freihandelsabkommen TTIP und CETA!

Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!

die Tierfabriken!

Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!

die Gentechnik auf dem Acker und im Stall

Recht auf Nahrung weltweit!

den Hunger!

Gesundes und bezahlbares Essen für alle!

die Lebensmittelskandale!

Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!

das Bauernhöfesterben!

Freiheit für die Saatgutvielfalt!

die Patente auf Pflanzen und Tiere!

Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!

die Monokulturen!

Zugang zu Land weltweit für alle!

die Landnahme durch Staaten und Investoren!

 

Für gutes Essen und gute Landwirtschaft für alle und weltweit!

http://www.wir-haben-es-satt.de/start/aufruf/



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