30.000 Menschen fordern in Berlin: Stoppt Agrarindustrie!

BUND Waldeck-Frankenberg vor dem Reichstagsgebäude in Berlin anlässlich der Wir haben Agrarindustrie satt-Demo am 18. Janur 2014 (Foto: BUND Waldeck-Frankenberg)
BUND Waldeck-Frankenberg vor dem Reichstagsgebäude in Berlin (Foto: BUND)

Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren und begleitet von strahlendem Sonnenschein zogen am 18. Januar 2014 über 30.000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die DemonstrantInnen forderten von Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin Klientelpolitik für die Agrarindustrie zu betreiben, solle sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen. Der BUND war wie in den vergangenen Jahren Mitinitiator der "Wir haben es satt!"-Demo.

Aus Hessen waren viele Menschen vor Ort, die mit Bussen aus Waldeck-Frankenberg, Korbach, Fritzlar, Kassel, Witzenhausen, Hungen, Gießen, Alsfeld oder zum Beispiel mit der BUNDjugend Hessen von Frankfurt mit der Bahn gefahren sind.

Deswegen sind wir auf die Straße gegangen: Forderungen der 4. „Wir haben es satt!”-Demonstration

Banner: Wir haben Agrarindustrie satt! Demo am 18.01.2014 in Berlin.

Wir haben Agrarindustrie satt!

Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!

+++ Mehr als 840 Millionen Menschen hungern weltweit +++ Höfesterben in Deutschland: jedes Jahr schließen 10.000 Betriebe +++ Deutschland importiert Ernährungsgüter im Umfang von über 18 Millionen Hektar +++ 40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine in Deutschland geplant +++ Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen die Gesundheit +++ Freihandelsabkommen zwischen EU und USA könnte Gentechnik die Tür öffnen +++ Drei multinationale Unternehmen kontrollieren weltweit über 50 % des Saatguthandels +++ Jedes Jahr stirbt ein Drittel der Bienenvölker in Europa und in den USA +++

Weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie!

Unser Protest ist notwendig! Deshalb sind wir mit vielen Tausend Menschen in Berlin auf die Straße für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft gegangen.

Wir fordern:

Stoppt:

  • Recht auf Nahrung weltweit!
  • den Hunger!
  • Gesundes und bezahlbares Essen für alle!  
  • die Lebensmittelskandale!
  • Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!   
  • das Bauernhöfesterben!
  • Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!
  • die Megaställe!
  • Freiheit für die Saatgutvielfalt!
  • die geplante EU-Saatgutverordnung!
  • Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!
  • die Monokulturen!
  • Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!
  • die Gentechnik auf dem Acker und im Stall!
  • Zugang zu Land weltweit für alle!
  • die Landnahme durch Staaten und Investoren!

Bürgerinnen und Bürger, Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen, Erwerbslosen-Initiativen und Eine-Welt-AktivistInnen haben gemeinsam vor dem Kanzleramt protestiert!

Für gutes Essen und gute Landwirtschaft für alle und weltweit!



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