Ausbau des Frankfurter Flughafens

Der BUND Hessen bittet um Spenden für seine Verbandsklage

Für den Ausbau des Frankfurter Flughafens mit einer neuen Landebahn, einem neuen Terminal und einer Wartungshalle für das neue Großraumflugzeug A 380 werden voraussichtlich 500 ha und mehr wertvoller Wald, der großenteils als Bannwald unter Schutz steht, gerodet werden müssen. Die Auswirkungen für Tier- und Pflanzenwelt, auf die Naherholungsmöglichkeiten der Menschen und das regionale Klima werden dramatisch sein.

Bereits 1998 hatte die Landesdelegiertenversammlung des BUND sich gegen den Flughafenausbau ausgesprochen, weil er die Zukunft der Region als Lebensraum mit zunehmender Lärm-, Luft- und Verkehrsbelastung gefährdet. Der schon heute unerträgliche Lärmpegel und die steigende Belastung der Atemluft mit Schadstoffen stehen in massivem Widerspruch zum Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, das die Verfassung der BRD garantiert. Eine politische Verhinderung des Ausbaus wird kaum möglich sein, haben doch Landesregierung und Landtag eindeutig für den Ausbau votiert. Der BUND hat sich deshalb schon seit einigen Jahren auf eine juristische Auseinandersetzung, d. h. auf eine Verbandsklage, vorbereitet. Auch wenn viele vom Ausbau betroffenen Kommunen gegen die Ausbauplanung klagen werden, kann der BUND auf eine Verbandsklage nicht verzichten. Im Gegenteil: Bei kommunalen Klagen wird es im Kern um die Frage gehen, ob die zusätzliche Lärmbelastung durch den Ausbau das Planungsrecht der Gemeinden, also die Schaffung weiterer Baugebiete, verhindert. Doch schon bei der Frage, ob die Ausbau-Planung beispielsweise zu viel Fläche und Wald beansprucht und deshalb nicht verwirklicht werden kann, kommt eine Kommune an den Rand dessen, was noch Gegenstand ihrer Rechte ist. Nur ein gesetzlich anerkannter Naturschutzverband wie der BUND kann Verstöße gegen das Naturschutzrecht direkt angreifen. Bei dieser Naturschutz-Verbandsklage geht es dann ganz zentral um die Frage, ob der Bannwald mit seinen vielen seltenen Pflanzen und Tieren wichtiger ist als der Flughafenausbau. Im vom Ausbau betroffenen Kelsterbacher Wald gibt es nachweislich unter anderem viele Käfer, die auf sehr alte Bäume angewiesen sind. Zu dieser Gruppe gehört auch der bundesweit seltene Hirschkäfer. Einige 1000 Individuen leben im Kelsterbacher Wald und diese können nicht einfach umziehen. Außerdem gibt es in den alten Wäldern rund um den Flughafen den seltenen Mittelspecht. Untersuchungen haben ergeben, dass es sich dort um europaweit bedeutsame Vorkommen handelt.

Wenn der BUND im Gerichtsverfahren mit seinen Argumenten überzeugt, dann kann er den Ausbau verhindern. Denn seine Klage bezieht sich immer auf die Fläche, die in Anspruch genommen wird. Lärmminderung oder Nachtflugverbot sind da keine Lösung. Wenn eine Fläche zerstört werden soll, die ökologisch zu wertvoll ist, dann kippt die Planung. Und ohne Fläche für die Landebahn kann ist ein Ausbau unmöglich. Oder anders ausgedrückt: Mittelspecht und Hirschkäfer in den Wäldern am Flughafen können die Menschen rund um den Flughafen über die BUND-Verbandsklage vor noch mehr gesundheitsschädlichem Fluglärm bewahren.

Doch eine Verbandsklage kostet Geld. Die Klagekosten werden die vorhandenen finanziellen Möglichkeiten des BUND deutlich übersteigen. Wir brauchen gute Anwälte und Gutachter. Im Erörterungstermin zum Raumordnungsverfahren, der schon drei Wochen gedauert hat, war der BUND mit eigenen haupt- und ehrenamtlichen Kräften vertreten. Im anstehenden Planfeststellungsverfahren wird der BUND sich aber anwaltlich vertreten lassen müssen, um seine rechtlichen Möglichkeiten zu wahren. Wir können die finanzielle Anstrengung von sicherlich 50.000 EUR nur schaffen, wenn wir Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten.

Wir bitten herzlich darum, uns bei der Finanzierung der BUND-Verbandsklage gegen den Flughafenausbau zu helfen.

Wenn uns 500 Personen mit einer zweckgebundenen Spende in Höhe von 50,- EURO unterstützen, dann haben wir damit eine solide Finanzbasis für unsere Verbandsklage.

Brigitte Martin
Vorstandssprecherin

Bitte überweisen Sie auf das Konto:

BUND Landesverband Hessen e.V.
Konto 369853
BLZ 500 502 01
Frankfurter Sparkasse
"Stichwort Flughafenspende"

Ab 50,00 EURO erhalten Sie eine Spendenbescheinigung von uns, darunter gilt der Einzahlungsbeleg als Nachweis für das Finanzamt.
Über Dauerspenden freuen wir uns besonders.

Spendenformular des BUND Hessen – Stichwort "Flughafenspende" bitte eintragen.

Spendenaufruf-Faltblatt des BUND Hessen (PDF 380 KB)

Weitere Auskünfte gibt Ihnen der BUND Landesverband Hessen e.V.

Ansprechpartner des BUND Hessen ist Michael Rothkegel.



  • Direkt zur Online-Spende! (Foto: eyewire / fotolia.com)
  • Jetzt BUND-Mitglied werden! (Fotos: eyewire / fotolia.com)

Suche in Pressemitteilungen zum Flughafen

Der Traum vom Fliegen

Titelblatt vom Flyer Der Traum vom Fliegen. Für ganze 20 Euro.

Warum steht der Flugverkehr in der Kritik? Was kann der Einzelne tun? Was kann und muss die Politik tun?

BUND-Flyer "Der Traum vom Fliegen" herunterladen (PDF 480KB)

Gegen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens

ZRM-Logo

Der BUND engagiert sich, zusammen mit zahlreichen Bürgerinitiativen, gegen einen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt.

www.zukunft-rhein-main.de

Suche