19. Oktober 2017

Insektensterben: BUND fordert deutliche größere Anstrengungen im Naturschutz

Bienen (Foto: Niko Martin)

Die gestern bekannt gewordene wissenschaftliche Absicherung der Berichte über das dramatische Insektensterben muss nach Meinung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu deutlichen Konsequenzen im Umgang mit der Natur führen. „Für den Schutz der Artenvielfalt sind deutlich größere Anstrengungen nötig als bisher“, fordert Herwig Winter, Vorstandssprecher des BUND in Hessen. Ganz oben auf der Forderungsliste steht für den BUND eine konsequente Fortsetzung der Agrarwende.

Die galoppierenden Bestandseinbrüche bei den früheren Allerweltsarten Rebhuhn, Feldhase, Feldlerche, Feldsperling oder Feldhamster sind unübersehbare Indikatoren der Fehlentwicklungen in der intensiven Landwirtschaft. Als Sofortmaßnahme fordert der BUND das Verbot des Breitbandgiftes Glyphosat, das sämtliche Wildpflanzen auf den Äckern beseitigt und damit den Insekten die Lebensgrundlage nimmt, so dass auch die Vögel kein Futter mehr finden.

Notwendig sind außerdem deutlich mehr ökologische Ausgleichsflächen aus Brachen, Wegrändern und Hecken. Deutlichen Nachholbedarf sieht der BUND außerdem bei der Schaffung ungenutzter Gewässerrandstreifen, weil diese nicht nur wertvolle Lebensräume für Insekten und zahlreiche andere Artengruppen sind, sondern auch noch die Bäche und Flüsse vor schädlichen Dünger- und Gifteinträgen aus der Landwirtschaft schützen.

Pressekontakt:

Thomas Norgall stellv. Landesgeschäftsführer/Naturschutzreferent   0170 22772381