31. August 2017

UNESCO-Biosphärenregion in Rheingau-Taunus, Wiesbaden und Mainspitze: Eine große Chance für die Region

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bewertet die Schaffung einer „Biosphärenregion in Rheingau-Taunus, Wiesbaden und Mainspitze" als eine große Chance für die Region. BUND-Vorstandssprecher Jörg Nitsch: „Die Entwicklung in den bisherigen Biosphärengebieten belegen, dass die jeweiligen Regionen von der Anerkennung durch die UNESCO profitieren.“ Der BUND Hessen begrüßt, dass die schwarz-grüne Landesregierung grundsätzlich zur Ausweisung der neuen Biosphärenregion bereit ist. BUND-Vorstandssprecher Jörg Nitsch: „Nun kommt es darauf an, dass auch die Kommunalpoltikerinnen und Kommunalpolitiker sich zügig und eindeutig für die nachhaltige Entwicklung entscheiden, damit im nächsten Schritt die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden kann.“

Das Alleinstellungsmerkmal der Region Rheingau-Taunus, Wiesbaden und Mainspitze ist der unmittelbare Kontakt und die Wechselwirkungen der Großstadt Wiesbaden mit den benachbarten ländlicher geprägten Räumen. Diese „Metropolregion“ würde nach Meinung des BUND in drei zentralen Bereichen neue Impulse auslösen:

  1. Schutz und Entwicklung der Kulturlandschaften und des kulturellen Erbes
  2. Sicherung und Entwicklung der biologischen Vielfalt
  3. Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe der Wirtschaft, des ÖPNV und regional verankerter Unternehmensbeziehungen.

Die angestrebte Biosphärenregion Rheingau-Taunus-Kreis, Wiesbaden und der westliche Main-Taunus-Kreis besitzt eine reichhaltige Naturausstattung und eine Kulturlandschaft mit noch immer hoher Artenvielfalt in den Wäldern und der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Von außergewöhnlicher Bedeutung sind die Wälder des Wispertaunus mit den Charakterarten Bechsteinfledermaus und Wildkatze und dem naturnahen Gewässersysteme der Wisper, die heute wieder ein Vermehrungsgewässer des einst ausgestorbenen Lachses ist. Auch die Weinbergslandschaft weist mit den Vogelarten Zippammer, Steinschmätzer und Zaunammer charakteristische, heute aber sehr seltene Arten auf. Darüber hinaus findet man am Rhein immer noch hochwertige Lebensräume und wertvolle Lebensräume für die Wasservögel.

Pressekontakt:

Thomas Norgall stellv. Landesgeschäftsführer/Naturschutzreferent   0170 22772381




Suche