28. August 2018

Stromsparen in Hessen hilft dem Hambacher Wald in Nordrhein-Westfalen! BUND kritisiert Rodungsankündigung von RWE

Fahrraddemo Hambacher Forst bleibt (Foto: infozentrale/Public Domain)

Frankfurt am Main, 28. August 2018

Der hessische Landesverband des BUND unterstützt die Kritik an der von RWE angekündigten Rodung eines weiteren Teils des Hambacher Forsts, obwohl zur selben Zeit in der Kohle-Kommission über den Kohleausstieg verhandelt wird, und ruft alle Kommunen und Unternehmen aber auch alle hessischen Bürger*innen zum Stromsparen auf.

Jörg Nitsch, BUND-Landesvorsitzender: „Mehr als ein Viertel des Hessischen Strombedarfs wird durch Stromimport aus Nordrhein-Westfalen gedeckt und da ist auch viel Braunkohlestrom dabei. Deutschland kann seinen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele nur erreichen, wenn der Ausstieg aus der Kohleverstromung so schnell wie möglich eingeleitet wird. Immer mehr Studien zeigen, dass dies die Versorgungssicherheit keinesfalls gefährdet.“ 

Nach Ansicht des BUND sind viele Stromsparpotentiale auch in Hessen noch nicht ausgeschöpft. 

Werner Neumann, Energieexperte des BUND erläutert: „Eine moderne LED-Beleuchtung in Schulen, Rathäusern, Krankenhäusern, Verkaufsräumen und Gewerbehallen oder auch bei der Straßenbeleuchtung hat eine Stromeinsparung von bis zu 90 %. Moderne Heizungsumwälzpumpen sparen ca. 80% Strom, energieeffiziente Haushaltsgeräte haben nur noch einen halb so hohen Energieverbrauch wie alte Geräte. Nicht vergessen werden sollte zudem das Abschalten von Geräten, wenn sie nicht gebraucht werden. Damit können schnell Einsparungen von 10-20% erreicht werden.“ 

Der BUND verweist zusätzlich darauf, dass auch die eigene Erzeugung von Strom mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die CO2-Emissionen um mehr als die Hälfte gegenüber dem schmutzigen Strom aus Braunkohlekraftwerken aus NRW senken kann. Mit seiner hessenweit tätigen Infostelle berät der BUND Eigentümer größerer Gebäude über die Vorteile des Einsatzes der KWK. 

Der BUND in Hessen fordert Bundesregierung und NRW-Landesregierung auf, sich für den Erhalt des Hambacher Waldes einzusetzen.

Kontakt:

Michael Rothkegel, BUND-Geschäftsführer: 069 67 73 76 12




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