10. Februar 2018

Gemeinsamer Aufruf des 1. SDG-Dialogs vom 10.02.2018 in Frankfurt an die Kandidat*innen zur Oberbürgermeisterwahl

SDG-Dialog Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, 10.02.2018; Gemeinsamer Aufruf der Teilnehmenden des 1. SDG-Dialogs vom 10.02.2018 in Frankfurt am Main an die Kandidat*innen zur Oberbürgermeisterwahl
Lokale Handlungsspielräume für globale Gerechtigkeit nutzen

Vor zwei Jahren ist die internationale Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals / SDG) in Kraft getreten. Bis zum Zieljahr 2030 sind es nur noch 13 Jahre, um die global verbindlichen Zielvorgaben für nachhaltige Entwicklung und globale Gerechtigkeit auf internationaler, nationaler und insbesondere auch lokaler Ebene einzulösen.

Kommunen sind wesentliche Akteure und treibende Kräfte zur Erreichung der globalen und nationalen Nachhaltigkeitsziele.

Nachhaltigkeit berührt alle Sektoren kommunalen Handelns, von fairer Beschaffung und guter Arbeit über Bildung, Stadtentwicklung, Klimaschutz etc. bis hin zu globalen Partnerschaften und Integration von Geflüchteten, die in Deutschland Schutz vor Krieg, Klimawandel-bedingten Veränderungen der Lebensgrundlage und politischer Verfolgung suchen.

Am 25. Februar wird in Frankfurt eine neue Oberbürgermeisterin/ein neuer Oberbürgermeister gewählt.

Das nehmen wir, die Teilnehmer*innen des 1. SDG-Dialogs (Initiativen, Verbände, Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften, engagierte Bürger*innen, Wirtschaft und Kommunalpolitik und –verwaltung, die sich in den verschiedenen Themenstellungen der globalen Nachhaltigkeit engagieren), zum Anlass, einen Aufruf an die Kandidat*innen zur Oberbürgermeisterwahl zu richten.

  1. Wir wünschen uns ein Bekenntnis dazu, dass die Stadt Frankfurt mit Politik und Verwaltung, die in Frankfurt ansässigen Unternehmen und die Zivilgesellschaft ihre jeweilige Verantwortung wahrnehmen müssen, um die Transformation Frankfurts hin zur „Global nachhaltigen Kommune“ zu gestalten.
  2. Wir erwarten gleichermaßen, dass das neugewählte Stadtoberhaupt dazu einen kontinuierlichen Dialogprozess zwischen Stadt und Zivilgesellschaft initiiert und unterstützt, mit dem Ziel, dass dort vereinbarte Vorschläge für Maßnahmen, die Frankfurt nachhaltiger und global gerechter machen, auch in Stadtpolitik umgesetzt werden können. Es geht um mehr, als einen weiteren „Beirat“ zu installieren, der Vorschläge macht. Es geht um einen verbindlichen Prozess, dessen Ergebnisse von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nicht nur dankend entgegen genommen, sondern auch umgesetzt werden müssen.
  3. Die Aufgabe und die Verbindlichkeit des Dialogprozesses und die daraus erfolgende Umsetzung in Stadtpolitik müssen dementsprechend präzise bestimmt und legitimiert werden.
  4. Wir wünschen uns die Übereinkunft, dass der Weg Frankfurts hin zu einer „Global wie lokal nachhaltigen Kommune“ die Entwicklung in der einen Welt unterstützen und das Gemeinwohl heutiger und künftiger Bewohnerinnen und Bewohner Frankfurts höher werten wird als die Durchsetzung tagesaktueller Einzelinteressen.

Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. SDG-Dialogs in Frankfurt, laden das neugewählte Stadtoberhaupt Frankfurts zur Teilnahme an einem 2. zivilgesellschaftlichen SDG-Dialog herzlich ein, und erwarten die Bereitschaft zur Diskussion darüber, wie die Transformation Frankfurts hin zur „Global nachhaltigen Kommune“ organisiert und gestaltet werden soll.

Ansprechpartner:

  • Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V., Andrea Jung, Tel: 069 91395170
  • Lust auf besser Leben gGmbH, Marlene Haas, mobil: 0178 523 97 89
  • Katholische Akademie Rabanus Maurus, Dr. Thomas Wagner, mobil: 0151/43268601
  • Koordinierungsstelle Fair Trade, Youssef Bouniete, mobil: 0157 30963972
  • BUND Landesverband Hessen e.V., Michael Rothkegel, mobil: 0151 120 68 590
  • Klimattac Frankfurt, Dorothea Korn, mobil:0176 53838590
  • B.A.U.M. e.V., Michael Kaminski-Nissen, mobil: 0171 3018219



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