6. November 2018

Frankfurter Flughafen: BUND erneuert Forderung nach einem Bahnanschluss für Terminal 3

S-Bahn-Anbindung statt Straße (Grafik: Niko Martin)

Anlässlich der heutigen Räumung des Protestcamps im Treburer Wald am Frankfurter Flughafen erneuert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine Forderung nach einem Gleisanschluss für das Terminal 3. Die bevorstehende Rodung lehnt der BUND ab, da sie für die Anbindung des Terminals an das Straßennetz und nicht an die Bahn erfolgen soll.

„Die Fraport provoziert den Verkehrskollaps rund um den Flughafen und das Frankfurter Kreuz“ kritisiert BUND Vorstandssprecher Stephan Baumann. Wer den Verkehrskollaps auf der A3 im Bereich des Flughafens vermeiden will, der muss dafür Sorge tragen, dass die Zahl der Pkw, mit denen Flugreisende abgeholt oder zum Flughafen gebracht werden, nicht noch weiter steigt.

Die Forderung nach einer Anbindung des Terminals 3 an die Bahn wird auch von der Kommunalpolitik erhoben. Die Kosten für den Bahnanschluss soll die Fraport übernehmen.

Einmal mehr erweist sich der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens aus dem Jahr 2007 als Teil einer gigantischen Fehlplanung. Wäre der S-Bahnanschluss im Planfeststellungsbeschluss als Voraussetzung für den Betrieb des Terminals 3 festgeschrieben worden, dann müsste ihn die Fraport bezahlen und er wäre längst im Bau. Doch tatsächlich hat der damalige Wirtschaftsminister Alois Riehl (CDU) die Fraport geschont und nun muss die Allgemeinheit die vom Flughafenausbau verursachten Verkehrsprobleme lösen und für die Lösung bezahlen, wenn der Planfeststellungsbeschluss nicht geändert wird.

Pressekontakt:

Thomas Norgall, stellv. Landesgeschäftsführer/Naturschutzreferent   0170 22772381




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