12. September 2019

BUND-Tipp: Laub einsammeln gegen Kastanien-Miniermotten

Rosskastanie durch Miniermotte geschädigt (Foto: Lynn Anders)

Rosskastanie durch Miniermotte geschädigt (Foto: Lynn Anders)

Braune Blätter an Rosskastanien sind häufig die Folge von Miniermotten. Der aus dem Balkan stammende Falter hat bei uns keine spezialisierten Fressfeinde, sodass sich die braun-weiß gestreiften Schädlinge mehrfach jährlich vermehren können. Der Larvenfraß in den Blättern schwächt die Bäume und macht sie stressanfälliger für Wassermangel, andere Schädlinge und Krankheiten.

Im Herbst kann man dem Befall entgegenwirken: Indem man das Falllaub aufsammelt und in Kompostierungsanlagen oder durch Verbrennen vernichtet, verhindert man das Schlüpfen neuer Miniermotten im Folgejahr! Wichtig ist, das Laub vollständig – auch unter Büschen und Hecken – zu entfernen. Die witterungsbeständigen Larven überwintern nämlich in sogenannten Minen, die sie in das Blattmaterial fressen und im folgenden Frühjahr schlüpfen ausgewachsene Falter aus dem Laub. Insgesamt kann die Schädlingsbekämpfung bis zu drei Jahre dauern.

Wer plant, eine neue Kastanie zu pflanzen, kann z.B. auf die rotblühende Scharlach-Kastanie (Aesculus x carnea ‚Briotii’) zurückgreifen, die gegen die Miniermotte resistent scheint.

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