4. Oktober 2019

BUND-Kommentar zum IHK-Energiewende-Barometer

Gabriela Terhorst, stellvertretende Vorsitzende des BUND Hessen (Foto: Niko Martin)

Gabriela Terhorst, stellvertretende Vorsitzende des BUND Hessen (Foto: Niko Martin)

Gabriela Terhorst, stellvertretende Landesvorsitzende des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) in Hessen kommentiert die Ergebnisse des IHK-Energiewende-Barometers:

„Klimaschutz ist eine Überlebensfrage, die von uns allen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, erhebliche Anstrengungen erfordert. Es ist keine Zeit mehr für „Pillepalle“. Wir erwarten ein klares Bekenntnis der hessischen Wirtschaft zur Energiewende. Das Ergebnis des IHK-Energiewende-Barometers zeigt leider einmal mehr, dass Teile der Wirtschaft die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass die Mehrheit der befragten hessischen Betriebe weiter nach dem Motto „Wasch mir den Pelz – aber mach mich nicht nass“ wirtschaften will. Die als einzige „sinnvolle Klimaschutzmaßnahme“ genannten Kaufanreize für emissionsarme Produkte und Forschungsförderung reichen bei weitem nicht aus, um Hessens Wirtschaft im Einklang mit den Klimazielen von Paris zukunftsfest zu machen. Vielmehr müssen neben solchen fördernden Maßnahmen gerade auch staatliche Vorgaben für Energieeinsparziele und Technologievorgaben gemacht werden. Dazu gehört auch ein Preis von mindestens 50 € pro emittierter Tonne CO2, denn darunter ist kaum eine Lenkungswirkung zu erwarten, genauso wie klare kurz-, mittel- und langfristige Einsparziele für den Energieverbrauch. Nur so erhalten Unternehmen Planungssicherheit. Wir begrüßen, dass die Europäische Kommission aktuell neue Regeln vorsieht, nach denen Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und andere Geräte ab 2021 so konstruiert sein müssen, dass sie leichter zu reparieren sind. Das sind absolut notwendige Technologievorgaben im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes.“

Wir laden die hessischen Unternehmen ein, den kostenlosen KWK-Check vom BUND Hessen durchzuführen, mit dem sie prüfen können, ob und welche KWK-Anlage passen würde. Durch Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung lassen sich Strom und Wärme nutzen, womit eine sehr hohe Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffs erreicht werden kann.

Rückfragen an:

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