24. März 2012

BUND Delegiertenversammlung: Eduard-Bernhard-Preis verliehen an Traude und Hans Ackermann, Landesvorstand gewählt

Eduard-Bernhard-Preisträger Hans und Traude Ackermann mit dem BUND Bundesvorsitzenden Hubert Weiger (Foto: Niko Martin)

Eduard-Bernhard-Preisträger Hans und Traude Ackermann mit dem BUND Bundesvorsitzenden Hubert Weiger (Foto: Niko Martin) (In höherer Auflösung runterladen)

Der neue Landesvorstand des BUND Hessen: Thomas Rahner, Herwig Winter, Otto Löwer, Rudi Schäfer, Dirk Teßmer, Hermann Maxeiner, Simone Emanuel, Andreas Elend und Jörg Nitsch (Foto: Niko Martin)

Der neue Landesvorstand des BUND Hessen: Thomas Rahner, Herwig Winter, Otto Löwer, Rudi Schäfer, Dirk Teßmer, Hermann Maxeiner, Simone Emanuel, Andreas Elend und Jörg Nitsch (Foto: Niko Martin) (In höherer Auflösung runterladen)

Landesregierung wird aufgefordert, Ergebnisse des Energiegipfels umzusetzen sowie wirkungsvolle Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu ergreifen

Der hessische Landesverband des BUND hat im Rahmen seiner diesjährigen Delegiertenversammlung am Samstag im Bürgerhaus Gallus in Frankfurt den „Eduard-Bernhard-Preis” an die langjährig aktiven BUND-Mitglieder Traude und Hans Ackermann verliehen.

Mit der Verleihung des Preises ehrt der BUND Hessen einen der engagiertesten Streiter für den Umweltschutz und gegen die Atomenergie. Eduard Bernhard ist im Jahr 2007 am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe gestorben. Mit dem Preis erinnert der BUND Hessen an seinen jahrelangen Kampf gegen Atomkraftwerke und andere atomare Anlagen in Deutschland.

Otto Löwer, BUND-Vorstandssprecher, würdigte den jahrzehntelangen Einsatz von Dr. Traude und Prof. Dr. Hans Ackermann, beide schon seit 1979 Mitglieder im BUND Landesverband Hessen e.V., für den Umweltschutz, für den sie sich mit hoher fachlicher Kompetenz und immer in einer freundlichen, kollegialen und herzlichen Weise eingesetzt haben.

Traude Ackermann ist seit 1991 Vorsitzende des BUND Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf, den sie in vielfältiger Weise repräsentiert. Als „gute Seele“  ist sie täglich einige Stunden in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes anwesend. Sie kümmert sich um Mitarbeiter, Praktikanten sowie Mitglieder, sorgt für die finanzielle Basis des Kreisverbandes und beantwortet Bürgeranfragen.

Hans Ackermann war von 2001 bis 2011 Sprecher des landesweiten Arbeitskreises Energie. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass in diesem Jahr bereits der neunte Workshop, diesmal mit dem Thema „Strom – umweltschonende Erzeugung und Nutzung“ stattfinden konnte. Auf seine Idee zurück ging auch eine bereits viermal durchgeführte Befragung hessischer Energieversorgungsunternehmen (EVU) nach Förderprogrammen für ihre Tarifkunden.

Die Landesdelegiertenversammlung begrüßt den von einem breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens getragenen Abschlussbericht des Energiegipfels. Sie fordert die Landesregierung auf, die Ergebnisse des Energiegipfels mit der Festlegung von realistischen Zwischenzielen in 10-Jahres-Schritten, Maßnahmen und Kontrollinstrumenten für die Bereiche Energieeffizienz und Erneuerbare Energien umzusetzen und die Zielerreichung durch geeignete, jährliche Evaluierung sicherzustellen. Die Landesdelegiertenversammlung  fordert, das Ziel des Energiegipfels, den Endenergieverbrauch bei Strom und Wärme bis zum Jahr 2050 möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken, auf den Verkehrsbereich auszuweiten und einen Verkehrswendegipfel einzuberufen.

Die Landesdelegiertenversammlung kritisiert die Landesregierung für ihre Weigerung, wirkungsvolle Maßnahmen für eine dauerhafte Senkung gesundheitsschädlicher und klimawirksamer Luftschadstoffe zu ergreifen. Sie fordert deshalb die Landesregierung auf, dem Gesundheitsschutz endlich Vorrang einzuräumen, ihre Blockadehaltung für großräumige Umweltzonen aufzugeben und ein landesweites Konzept zur Luftreinhaltung vorzulegen.

Die 126 Delegierten fordern schließlich den Hessischen Landtag auf, die Rodung von Wäldern der Schutzkategorie „Bannwald“ gesetzlich zu verbieten.

Auf der Landesdelegiertenversammlung wurde ein neuer Landesvorstand gewählt.

Zu gleichberechtigten Vorstandssprechern wiedergewählt wurden
Andreas Elend, 45 Jahre alt, Geoinformatiker aus Friedrichsdorf
Otto Löwer, 65 Jahre alt, Industriekaufmann und Lehrer aus Kassel,
Hermann Maxeiner, 62 Jahre alt, pensionierter Kriminalbeamter aus Hünfelden,
Jörg Nitsch, 52 Jahre alt, Diplom-Biologe, Angestellter aus Obertshausen
Herwig Winter, 59 Jahre alt, Lehrer aus Mörlenbach.

Neu zu Vorstandssprechern gewählt wurden
Simone Emanuel, 35 Jahre alt, Diplom Sozialpädagogin aus Seeheim-Jugenheim und
Rudi Schäfer, 54 Jahre alt, staatl. Geprüfter Bautechniker aus Frankenberg.

Thomas Rahner, 51 Jahre alt, Rechtsanwalt aus Biebesheim wurde zum Schatzmeister gewählt.

Als Fachratssprecher gewählt wurde Dirk Teßmer, 41 Jahre alt, Rechtsanwalt aus Biebertal.

Rückfragen:

Michael Rothkegel, BUND-Geschäftsführer, Mobil: 0151 12068590




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