BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


27. April 2018

Bündnis Agrarzukunft Hessen fordert die Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen am „Zukunftspakt hessische Landwirtschaft“ und seine Weiterentwicklung hin zu einer „Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft in Hessen“

Bündnis Agrarzukunft Hessen (Grafik: Niko Martin)

27. April 2018 / Frankfurt, Witzenhausen, Rotenburg an der Fulda

Das Bündnis Agrarzukunft Hessen, ein Zusammenschluss von Landwirtschaftsverbänden sowie Naturschutz- und Verbraucherorganisationen, hat in einem Schreiben an den Hessischen Ministerpräsidenten, die Hessische Landwirtschaftsministerin und die Vorsitzenden der im Landtag vertretenen Parteien gefordert, in der kommenden Legislaturperiode den aktuellen „Zukunftspakt hessische Landwirtschaft“ unter Beteiligung von Naturschutzverbänden, Verbraucherorganisationen, kirchlichen Gruppen und Gewerkschaften zu einer „Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft in Hessen“ weiter zu entwickeln und auszubauen.

Michael Rothkegel, Geschäftsführer BUND Hessen: „Der „Zukunftspakt hessische Landwirtschaft“ adressiert zwar Themen wie den Schutz landwirtschaftlicher Flächen, die Energiewende, den ökologischen Landbau, die nachhaltige Nutztierhaltung, aber wichtige Ziele wie der Schutz der Biodiversität im Offenland und der Schutz des Grundwassers fehlen.“

Hans-Jürgen Müller, Sprecher der Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen:„Durch die Debatte um die Probleme bei der Nitratreduktion im Trinkwasser, die Notwendigkeit einer flächengebundenen Tierhaltung und die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat sind die Themen Biodiversität und Gewässerschutz noch deutlicher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Es ist deshalb an der Zeit, diese Debatte auch in den Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft hineinzutragen.“

Das Bündnis Agrarzukunft Hessen sieht darüber hinaus die Notwendigkeit, weitere Themen im „Zukunftspakt hessische Landwirtschaft“ aufzugreifen, die bisher nicht angesprochen bzw. zu kurz gekommen sind. So beispielsweise die Fragen, wie die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz verbessert werden kann und wie Landwirte als Partner des Naturschutzes gestärkt werden können.

Joerg Weber, Geschäftsführer des Vereins „Bürger für Regionale Landwirtschaft und Ernährung“: „Auch im Zukunftspakt hessische Landwirtschaft muss die gesellschaftliche Debatte, die in den letzten Jahren von Initiativen wie Solidarische Landwirtschaften und Ernährungsräten in immer mehr Städten geführt wurde, nämlich wie unsere Nahrungsmittel produziert werden sollen, geführt werden. Denn Landwirtschaft in Hessen betrifft uns alle, nicht nur die Landesregierung und Instititutionen oder Organisationen aus dem Agrarsektor.“

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Quelle: http://www.bund-hessen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/buendnis-agrarzukunft-hessen-fordert-die-beteiligung-gesellschaftlicher-gruppen-am-zukunftspakt-h/