BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


18. Februar 2010

Autofasten 2010: Vom 28. Februar bis 28. März – Klima schützen. Anders unterwegs sein.

Autofasten 2010
Vom 28. Februar bis 28. März
Klima schützen. Anders unterwegs sein.

BUND: Wer "Auto fastet" rostet nicht

Pressemitteilung BUND Hessen, 18. Februar 2010

Der hessische Landesverband des BUND begrüßt die kirchliche Aktion „Autofasten 2010“ unter dem Motto „Klimaschützen. Anders unterwegs sein“ und beteiligt sich wie schon im letzten Jahr gern daran.
In Abwandlung des Sprichwortes "Wer rastet der rostet" stellt der BUND fest: "Wer „Auto fastet“ rostet nicht."

Hermann Maxeiner, BUND-Vorstandssprecher: "Wer sein Auto möglichst oft stehen lässt und statt dessen Busse und Bahnen nutzt oder Rad fährt und zu Fuß geht, tut der eigenen Gesundheit Gutes und trägt zum weltweiten Klimaschutz bei."   

Nach BUND-Angaben verursacht der Straßenverkehr einen enormen Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) mit allen negativen Folgen für das weltweite Klima. Von den jährlich 170 Mio. Tonnen CO2 des gesamten Verkehrssektors pusten allein die Pkw in Deutschland 100 Mio. Tonnen, also fast 60%, in die Luft.  

Darüber hinaus sei der Straßenverkehr, der in den letzten Jahrzehnten rasant zugelegt habe, es bewegen sich heute 55 Millionen Kraftfahrzeuge auf Deutschlands Straßen, verantwortlich für viele weitere Probleme.

Herrman  Maxeiner: "Auf den Straßen in Deutschland sterben im Durchschnitt immer noch täglich 12 Menschen, Dieselfahrzeuge schleudern krebserregende Rußpartikel in die Luft, Verkehrslärm ist für viele Menschen ein großes Problem und Naturlandschaften werden durch Fernverkehrsstraßen und Autobahnen zerstört. Das ist der Preis, den wir für unsere Automobilität zahlen."

In der Fastenzeit auf das Auto zu verzichten ist für den BUND deshalb eine wichtige Möglichkeit, den eigenen Lebensstil zu überprüfen, die persönlichen Mobilitätsbedürfnisse zu hinterfragen und zum rechten Maß zu finden.

Herman Maxeiner: „Zeitweiliges Fasten ist für immer mehr Menschen ein Gestaltungselement ihres Lebens. Sie verbinden damit auch einen Gewinn an seelischer Harmonie sowie eine Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit und der eigenen Aufmerksamkeit. Die Übertragung dieser im religiösen Leben fest verankerten Form des bewussten Verzichts auf das Auto ist eine nachahmenswerte Idee.“

Pressekontakt

Michael Rothkegel, BUND-Geschäftsführer, 0151 120 68 590


Quelle: http://www.bund-hessen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/autofasten-2010-vom-28-februar-bis-28-maerz-klima-schuetzen-anders-unterwegs-sein/