26. Juli 2019

Am 29. Juli 2019 ist Globaler Erdüberlastungstag: BUND fordert mehr Klimaschutz und deutliche Einschränkung der Flächenversiegelung

Am 29. Juli 2019 ist Globaler Erdüberlastungstag. An diesem Tag sind die weltweit nachhaltig nutzbaren Ressourcen, die allen Menschen auf der Welt rechnerisch zur Verfügung stehen, aufgebraucht.

Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen: „Der globale Erdüberlastungstag ist im Vergleich zum Vorjahr erneut um drei Tage nach vorn gerückt, die Überlastung nimmt also weiterhin zu. Bereits nach sieben Monaten sind weltweit mehr Holz, Pflanzen, Futtermittel und Nahrungsmittel verbraucht worden als durch Wald-, Weide- und Ackerflächen sowie in Fischgründen jährlich erneuert werden können. Wir schädigen unsere Lebensgrundlagen, weil wir von der Substanz des Naturkapitals leben. Würden alle Menschen auf der Welt so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir die Erde drei Mal.“

Der deutsche Erdüberlastungstag war bereits am 3. Mai erreicht. Hauptursache dafür seien die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr und der industriellen Landwirtschaft sowie die hohe Flächenversiegelung für Siedlungs- und Verkehrszwecke.

Auch Hessen trägt maßgeblich zur Erdüberlastung bei. Nach der hessischen Treibhausgasbilanz 2016 sind die hessischen CO2-Emissionen seit 1990 erst um knapp 19 % gesunken. Um das Klimaziel von Paris einzuhalten, muss Hessen nach Auffassung des BUND bereits bis 2040 annähernd klimaneutral werden. Das kann allerdings nur erreicht werden, wenn die CO2-Emissionen jährlich um 3 % sinken.

Auch die viel zu hohe Flächenversiegelung in Hessen wird vom BUND kritisiert. Jörg Nitsch kommentiert dazu: „Das Ziel der Landesregierung, den Flächenverbrauch in Hessen auf 2,5 ha/Tag zu reduzieren, ist völlig unzureichend und nicht nachhaltig. Böden und wertvolle Ackerflächen sind eine endliche Ressource. Nachhaltig ist allein eine Flächenversiegelung von Netto-Null.“

Angesichts der begrenzten natürlichen Ressourcen, der Klimakrise und des Artensterbens fordert der BUND von der Politik die Beachtung der Grenzen des Wachstums und eine absolute Reduktion unseres Ressourcen-, Energie- und Flächenverbrauchs.

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