12. April 2016

BUND fordert: Keine Wiederzulassung für das gesundheitschädliche Glyphosat

Logo der BUND Kampagne „Gemeinsam gegen Glyphosat”

Anlässlich der am 14. April stattfindenden Agrarministerkonferenz fordert der BUND Hessen, die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Bündnis 90 /Die Grünen) auf, gegen die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat zu stimmen.


Die EU-Zulassung für Glyphosat endet am 30. Juni 2016. Im März 2016 hatte die EU-Kommission keine Mehrheit für ihre Genehmigungsvorlage zu Glyphosat erhalten. Zu viele Mitgliedsstaaten waren skeptisch. Deutschland hat sich bei der Probeabstimmung am 8. März enthalten. Der nächste Abstimmungsversuch steht voraussichtlich Mitte Mai an.

„Jetzt ist die Landesregierung gefragt, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Mensch und Umwelt zu schützen. Von Ministerin Priska Hinz erwarten wir, ihre Einflussmöglichkeiten wahrzunehmen und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bei der Agrarministerkonferenz davon zu überzeugen, gegen eine Wiederzulassung zu stimmen“, fordert Herwig Winter, Vorstandssprecher des BUND Hessen.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich bislang noch nicht klar geäußert, wie Deutschland abstimmen wird. Und das, obwohl knapp 30.000 Bürgerinnen und Bürger ihn bei einer E-Mail-Aktion des BUND aufgefordert haben, die deutsche Position offen zu legen. In einer weiteren Aktion des BUND fordern fast 80.000 Menschen Minister Schmidt auf, in Brüssel gegen das gesundheitsschädliche Glyphosat zu stimmen.

„Glyphosat ist für Mensch, Umwelt und Natur Gift. Krebsforscherinnen und –forscher der WHO haben Glyphosat als ‚wahrscheinlich krebserregend‘ eingestuft. Die Kollateralschäden, die Glyphosat in der Umwelt hinterlassen, sind unstrittig. Und beim Menschen konnte in mehreren Studien die Glyphosat-Belastung nachgewiesen werden. Die Wiederzulassung von Glyphosat muss verhindert werden“, so Winter.

Für Rückfragen:

Michael Rothkegel, BUND Hessen Geschäftsführer, michael.rothkegel@bund-hessen.de