17. März 2015

K+S: Fortsetzung der Verpressung darf nicht genehmigt werden

K+S soll Verpressung salzhaltiger Abwässer stoppen! (Foto und Grafik: Niko Martin)

Auf die Ankündigung zur Antragstellung für die Fortsetzung der Verpressung salzhaltiger Abwässer aus der Kaliproduktion in den Boden auf der Bilanzpressekonferenz von K+S am 11.03.2015, reagiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit der Forderung nach einem sofortigen Stopp der Verpressung. BUND Vorstandsmitglied Otto Löwer: „Bereits die laufende Verpressung muss beendet werden, weil sie zur Verschmutzung des Grundwassers führt und Trinkwasservorkommen gefährdet.” Eine Fortsetzung der Verpressung bis zum Jahr 2021 lehnt der BUND kategorisch ab. „Wir erwarten von der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz eine klare Haltung zu Gunsten der Umwelt und die Ablehnung des von K+S angekündigten Antrags“, bekräftgt Otto Löwer die Haltung des BUND.

Derzeit prüft das Regierungspräsidium in Kassel, ob die noch bis zum 30.11.2015 gültige Verpressungserlaubnis aufgehoben werden muss, weil K+S bis heute den geforderten Unbenklichkeitsnachweis der Verpressung nicht vorgelegt hat, obwohl der Genehmigungsbescheid die Erstellung des hierzu nötigen dreidimensionalen Grundwassermodells von K+S verlangt. Die zuständigen Landesumweltämter in Hessen und Thüringen befürchten, dass bereits die laufende Salzwasserverpressung in den Boden weitere Trinkwasserbrunnen gefährdet. „Wenn aber schon die Probleme der laufenden Verpressung nicht beherrscharbar sind, dann darf diese Entsorgungstechnik nicht auch noch fortgesetzt werden“, argumentiert Otto Löwer vom BUND.

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Thomas Norgall, stellv. Landesgeschäftsführer/Naturschutzreferent
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