14. Mai 2014

Frankfurter Flughafen: Ein gute Nachricht, aber noch lange kein Erfolg / Fluglärm

Frankfurter Flughafen: Forderungen des BUND Hessen (Grafik: Niko Martin)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Unterstützung der Landesregierung durch die schwarz-grüne Stadtkoalition bei der Verringerung des Fluglärms. BUND Vorstandsprecherin Simone Emanuel: „Der gemeinsame Antrag von CDU und Bündnis90/Die Grünen ist eine gute Nachricht, aber er zeigt auch, wie weit wir noch von substanziellen Verbesserungen beim Fluglärm entfernt sind.“ Der BUND wünscht sich mehr Engagement der Politik bei der Bekämpfung des Fluglärms. „Der Flughafenausbau war eine Fehlplanung, deren schlimmste Auswirkungen so schnell wie möglich korrigiert werden müssen. Dazu gehört, dass die Politik den Bau des Terminals 3 verhindert“, fordert die BUND Vorstandssprecherin.

Für den BUND ist der Verzicht auf den Bau des Terminals 3 angesichts nahezu stagnierender Passagierzahlen ein Gebot der Vernunft. Die Entscheidung, ob Terminal 3 gebaut wird, ist eine politische Entscheidung, die das Land und die Stadt Frankfurt nicht an den Flughafenbetreiber Fraport delegieren dürfen. Da die vorhandenen Terminalkapazitäten für 70 Millionen Passagiere genügen und Fraport im letzten Jahr gerade einmal 58 Millionen Passagiere in Frankfurt verzeichnete, besteht noch auf Jahre hinaus eine ausreichende Kapazität.

Der BUND Hessen fordert die Landesregierung und alle im Landtag vertretenen Parteien auf, sich in Hessen und auf der Bundesebene

  •     für die Einführung eines Nachtflugverbotes von 22-06 Uhr,
  •     für eine deutliche Verringerung des Fluglärms am Tage und
  •     für eine umfassende Bürgerbeteiligung bei der Festlegung von Flugrouten

einzusetzen. Etwaige rechtliche Hindernisse sind durch Gesetzesänderungen zu beseitigen.

Rückfragen beantwortet Ihnen:

Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen
0170 2277238