14. Juni 2013

Sammelsaison im BUND-Wildkatzenprojekt beendet: Lockstockhelfer im Messeler Hügelland warten auf Ergebnisse der Genanalyse ihrer Haarproben

Lockstockhelfer Messeler Hügelland (Foto: BUND Hessen)

Das Foto ist in Verbindung mit dieser Pressemitteilung und unter Nennung des Fotografen zur Veröffentlichung freigegeben.
Lockstockhelfer Messeler Hügelland (Foto: BUND Hessen)

Pressemitteilung BUND Hessen, UNB Darmstadt-Dieburg, 14.06.2013

Vier Monate lang waren 14 freiwillige Helfer im Messeler Hügelland mithilfe von Wildkatzen-Lockstöcken der heimlichen Waldbewohnerin auf der Spur. Acht wertvolle Haarproben konnten die Helfer in dieser Zeit für das vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Unteren Naturschutzbehörde Darmstadt-Dieburg und dem Forstamt Dieburg im Januar gestartete Projekt sammeln. Nun heißt es für alle Beteiligten abwarten: Ob einige der gesammelten Haare wirklich von Wildkatzen stammen, wird erst die genetische Analyse im Senckenberg Institut zeigen. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich auch Hauskatzen, Wildschweine & Co. gern an den „duftenden“ Lockstöcken reiben.

Bisher ist wenig bekannt über ein Vorkommen der Wildkatze im Messeler Hügelland. Es gibt zwar einige Beobachtungen von möglichen Wildkatzen. Da diese ihren Verwandten, den wildfarbenenen Hauskatzen, aber zum Verwechseln ähnlich sehen, fehlt bislang noch ein handfester Nachweis für die Region. Diesen hoffen die Beteiligten mit ihrem Projekt nun erbracht zu haben. 16 Lockstöcke hatten sie dafür in den Wäldern rund um Messel verteilt. Die sägerauen Holzpflöcke wurden mit Baldrian besprüht und regelmäßig auf Haarproben untersucht. Die Aktion ist Teil des vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Projekts „Wildkatzensprung“, in dem der BUND u.a. den Aufbau einer bundesweiten Gendatenbank für Wildkatzen plant.

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