20. Juli 2012

Nachtflugverbot: Fraport und Flugsicherung präsentieren sich wieder einmal als Gegner der Region

Button Nachtflugverbot

Mit ihrer Forderung nach „flexibleren Nachtflugzeiten“ präsentieren sich die Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS) nach Meinung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mal wieder einmal als Gegner der Region. „Die Unternehmen denken immer noch in die falsche Richtung. Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Nachtflüge und weniger Lärm in der Nacht“, stellt der BUND Naturschutzreferent Thomas Norgall fest.

Besonders ärgerlich ist für den BUND die Haltung der Deutschen Flugsicherung, weil diese nach dem Gesetz eine neutrale Rolle einnehmen und den optimalen Lärmschutz der Bevölkerung zu garantieren hat. „Tatsächlich erleben wir die Flugsicherung nun aber einmal mehr als knallharte Lobbyorganisation der Luftfahrt“, kritisiert Thomas Norgall vom BUND.

Der BUND sieht die Politik gefordert. „Fraport und die Deutsche Flugsicherung sind im Mehrheitseigentum der öffentlichen Hand. Da kann es eigentlich nicht sein, dass die Angestellten in den Unternehmen, den Eigentümern ihre Politik aufzwingen“, meint der BUND Vertreter.

Der BUND erinnert daran, dass der Deutsche Ärztetag Ende Mai diesen Jahres festgestellt hat, dass
„die bestehenden Regelungen des Fluglärmgesetzes nicht in der Lage (sind), die Bevölkerung wirksam zu schützen. Die Grenzwerte im Fluglärmgesetz sind deutlich zu hoch und stehen in einem offensichtlichen Widerspruch zur vorhandenen Evidenz aus nationalen wie internationalen Studien.“
http://www.fluglaerm-fakten.de/

Der BUND erneuert deshalb seine Forderung nach einem Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.

Rückfragen beantwortet Ihnen:

Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen
0170 2277238