20. August 2012

Unkonventionelle Erdgasförderung („Fracking”) in Hessen / BUND fordert öffentliche Anhörung wie geplant in Kassel

Schild: Stop Fracking und stilisierte Hand

Anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Hessischen Landtag fordert der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), dass die für den 10. September 2012 geplante öffentliche Anhörung, wie im Einladungsschreiben des Ausschussvorsitzenden Heinrich Heidel vom 10. Juli 2012 angegeben, tatsächlich auch in Kassel stattfindet.

Der BUND zeigt sich verwundert darüber, dass die Mehrheitsfraktionen CDU und FDP angekündigt hätten, im Ausschuss dafür stimmen zu wollen, dass die Anhörung nicht in Kassel sondern in Wiesbaden durchgeführt werden soll.

Da die kanadische Firma BNK einen Antrag auf Erlaubnis zur Aufsuchung von unkonventionellen Erdgasvorkommen auf einem Gebiet von mehr als 5000 qkm in Nordhessen gestellt hat, ist es nach Auffassung des BUND dringend geboten, den Bürgerinnen und Bürgern der betroffenen Region die Teilnahme an der Anhörung zu erleichtern und den an Aufklärung über das Fracking Interessierten nicht zuzumuten, bis nach Wiesbaden fahren zu müssen.

Der BUND erinnert daran, dass auch zwei Informationsveranstaltungen zum Thema „Fracking” im Juni in Nordhessen durchgeführt wurden. Sowohl in Kassel als auch in Frankenberg waren die Veranstaltungen sehr gut besucht.

Im Sinne einer von der Landesregierung oft propagierten „Bürgernähe“ wäre es nach Auffassung des BUND kontraproduktiv, die Landtagsanhörung nicht dort stattfinden zu lassen, wo Betroffene des geplanten Frackings ein großes Informationsbedürfnis haben.

Rückfragen:

Michael Rothkegel, Geschäftsführer, 0151 12068590