30. Juni 2011

BUND erleichtert über Aus für Schrottreaktoren in Biblis / Atomausstieg erst 2022 ist aber unverantwortlich / Energiewende in Hessen muss jetzt vorangebracht werden

Der hessische Landesverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) ist erleichtert, dass die beiden Schrottreaktoren Biblis A und B aufgrund des heutigen Bundestagsbeschlusses zum Ausstieg aus der Atomenergie endgültig abgeschaltet bleiben.

Michael Rothkegel, BUND-Geschäftsführer: „Das ist zwar ein guter Tag für die Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet. Allerdings ist es äußerst tragisch, dass erst die Reaktorkatastrophe in Fukushima einen Sinneswandel bei CDU und FDP bewirkt hat.“

Trotz aller Freude über die Stilllegung des AKW Biblis kritisiert der BUND die Entscheidung des Bundestages als unverantwortlich, weil der Ausstieg aus der Atomenergienutzung noch bis 2022 hinausgeschoben und somit die Menschen in Deutschland weitere 10 Jahre dem Risiko eines Super-GAU ausgesetzt werden.   

Michael Rothkegel: „Entgegen den Sonntagsreden von Regierung und Opposition werden die notwendigen Konsequenzen aus Fukushima nicht gezogen. Wer den schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien will, muss jetzt alle Atommeiler stilllegen, darf keine neuen Kohlekraftwerke bauen und muss auf weniger Stromverbrauch und ein dezentrales Energieversorgungssystem setzen. Von der hessischen Landesregierung fordere ich ein konsequentes Voranbringen der Energiewende in Hessen. Dazu gehören ohne Wenn und Aber der Verzicht auf den Kohlekraftwerksblock 6 Staudinger, ein deutlicher Ausbau der Windenergienutzung in Hessen, die Förderung von Energiesparmaßnahmen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.“

Rückfragen:

Michael Rothkegel, 0151 12068590