26. November 2010

Bundesrat billigt Laufzeitverlängerung / BUND kritisiert Atomdeal zu Lasten künftiger Generationen

Der hessische Landesverband des BUND kritisiert, dass im Bundesrat auch aufgrund des Votums der hessischen Landesregierung keine Mehrheit zur Anrufung des Vermittlungsauschusses zustande gekommen ist.

Michael Rothkegel, BUND Geschäftsführer: „Die nun vom Bundesrat durchgewunkene Entscheidung von Bundesregierung und Bundestag, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, ist ein Atomdeal zu Lasten künftiger Generationen. Schrottreaktoren wie Biblis A und B dürfen acht Jahre  länger dem Betreiber RWE die Kassen füllen und dabei den Jahrzehntausende lang strahlenden Atommüllberg anwachsen lassen, für den es kein sicheres Endlager gibt.“

Der BUND kritisiert die rückwärtsgewandte Energiepolitik von Ministerpräsident Volker Bouffier und Umweltministerin Lucia Puttrich, mit der das von der Landesregierung selbst gesteckte Ziel, 20 % des Endenergieverbrauchs (ohne Verkehr) bis zum Jahr 2020 aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen, konterkariert wird.

Michael Rothkegel: “Wer heute auf längere Laufzeiten von Biblis A und B setzt und den Bau eines Blocks 6 am Kohlekraftwerk Staudinger gegen den Protest von Bürgerinnen und Kommunen durchsetzen will, der darf sich morgen nicht wundern, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht vorankommt. Atom- und Kohlekraftwerke sind keine Brücke hin zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung, sie verursachen eine gravierende Engstelle für den Ausbau der Erneuerbaren Energien“.
 

Rückfragen:

Michael Rothkegel, 0151 12068590