4. November 2010

BUND kritisiert Trickserei von RWE

Darf´s ein bisschen weniger sein?

Vorzeitiger Brennelementewechsel im AKW Biblis als doppeltes Steuersparmodell

BUND kritisiert Trickserei von RWE


Nach Ansicht des hessischen Landesverbandes des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) zeigt der vorzeitige Brennelementewechsel im Atomkraftwerk Biblis, dass der Betreiber RWE, wenn es um seine Gewinne geht, zwar sehr schnell zu handeln versteht. Bei der Umsetzung von Sicherheitsauflagen, die z.B. der frühere Umweltminister Weimar im Jahr 1991 gefordert hat, lässt RWE fast zwanzig Jahre ins Land gehen und die Auflagen sind immer noch nicht vollständig umgesetzt.

Michael Rothkegel, BUND–Geschäftsführer: „Die Schrottreaktoren Biblis A und B dürfen laut Bundestagsbeschluss vom 28. Oktober 8 Jahre länger laufen und verschaffen RWE zusätzliche Milliardengewinne, ohne dass die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet ist. Denn beide Reaktoren sind nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt und es fehlt eine externe Notstandswarte. Das kümmert RWE wenig. Hier spielt man auf Zeit und verzögert, wo es nur geht. Auf der anderen Seite tauscht man schnell vorzeitig Brennelemente aus, um zweifach Steuern einzusparen, die ab 1.1.2011 beim Einsatz neuer Brennelemente anfallen werden. Denn wenn die jetzt ausgetauschten noch nicht vollständig abgebrannten Brennelemente erneut eingesetzt werden, fällt für sie, weil sie nicht als neue Brennstäbe gelten, ebenfalls keine Brennelementesteuer an. Diese Trickserei von RWE  ist unerträglich.“

Rückfragern:

Michael Rothkegel 0151 12068590