6. Mai 2010

A4 Olpe-Hattenbach: BUND begrüßt Verzicht auf die neue Bundesfernstraße

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den Verzicht auf den Neubau einer Fernstraßenverbindung zwischen Olpe und Hattenbach. „Der Verzicht ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft und ein schönes Ergebnis unseres konsequenten Widerstandes“, begrüßt der Naturschutzreferent des BUND Hessen, Thomas Norgall, die Entscheidung des hessischen Verkehrsministers Dieter Posch. Der BUND fordert nun die Streichung des Projektes aus dem Bundesverkehrswegeplan.

Bemerkenswert ist für den BUND, dass sich die Entscheidung des Wirtschaftsministers auf eine aktuelle Verkehrsuntersuchung stützt. „Eine solche, aktuelle Untersuchung müsste  angesichts der Bevölkerungsrückgänge und der wirtschaftlichen Entwicklung endlich auch für die A 44 zwischen Kassel und Eisenach erstellt werden“, bekräftigt der BUND-Naturschutzreferent Thomas Norgall die Forderung seines Verbandes. Der BUND lehnt den Neubau des rund 60 Kilometer langen Autobahnabschnittes der A 44 ab. Thomas Norgall: „Wenn statt der A 44 endlich Ortsumgehungen entlang der B7 realisiert würden, ließen sich die Verkehrsprobleme schneller lösen, viele Millionen Euro sparen und die Naturschäden wären deutlich geringer“.

Der früher als A 4 und zuletzt als B 508n bezeichnete Neubau der Bundesfernstraße sollte nach den letzten Planungen eine Länge von 152 Kilometer haben, von denen über 100 Kilometer vollständig neu gebaut werden sollten. Auf einer Länge von rund 40 Kilometern wäre ein Straßenausbau erforderlich gewesen.

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Thomas Norgall, Naturschutzreferent
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