16. Dezember 2010

Endlich das Aus für ein Ferienresort Beberbeck? BUND begrüßt klare Ansage von Wirtschaftsminister Posch

Karte von Schloss Beberbeck (von Wikipedia-Nutzer: Presse03 Lizenz: GFDL-CC)

Der BUND Landesverband Hessen begrüßt die Ankündigung von Wirtschaftsminister Posch (FDP) im Hessischen Landtag, den sogenannten Closing-Termin für die geplante riesige Ferienanlage in Hofgeismar-Beberbeck nicht zu verlängern.

Der BUND hat zusammen mit den drei Umweltverbänden Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), Naturschutzbund (NABU) und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) immer wieder darauf hingewiesen, dass dieses Projekt für den hochsensiblen nordhessischen Natur- und Kulturraum viel zu groß geplant ist, der Region nicht hilft und dem Reinhardswald mit den an das Planungsgebiet angrenzenden Naturschutzgebieten abträglich ist.

Otto Löwer, BUND-Vorstandsmitglied aus Kassel: "Es gilt jetzt für die leerstehenden Gebäude auf Hessens größter Staatsdomäne eine sinnvolle, naturverträgliche Lösung zu finden."

Der BUND und die im Aktionsbündnis vertretenen Umweltverbände sowie die in Hofgeismar beheimatete Bürgerinitiative „Pro Beberbeck - regional denken“ erhoffen sich von einer alternativen Lösung für Beberbeck erhebliche Vorteile für die schon vorhandene Gastronomie in den Gemeinden rund um den Reinhardswald.
Mit dem Prädikat eines Naturparks und einer denkbaren Erweiterung zu einem Biosphärenreservat  "Reinhardswald/Diemel- und Oberes Wesertal" ließe sich nach Ansicht des BUND die Region touristisch deutlich besser vermarkten als durch ein singuläres Großprojekt.

Otto Löwer: "Wenn die Landesregierung Nordhessens grüner Spitze wirklich helfen will, wären die Infrastrukturmaßnahmen, die für das Riesenprojekt in Beberbeck vorgesehen waren, für sanften Tourismus vorteilhafter angelegt. Die Region muss mit den Vorteilen eines großen Naturraumes punkten. Dazu gehört auch, dass dem Erhalt einer an den Naturraum angepassten Landwirtschaft der Vorzug gegeben wird."
 
Wichtig sei nach Auffassung des BUND, dass sowohl von der Landespolitik als auch von der Lokalpolitik in Hofgeismar und im Landkreis Kassel nun die entsprechenden Signale ausgehen und ein Ideenwettbewerb mit echter Beteiligung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf den Weg gebracht wird.

Rückfragen:

Otto Löwer, BUND-Vorstandsmitglied, 0561 65277