22. Dezember 2010

Aus für Ferienresort Beberbeck – BUND fordert Runden Tisch

Karte von Schloss Beberbeck (von Wikipedia-Nutzer: Presse03 Lizenz: GFDL-CC)

Aus für Ferienresort Beberbeck eröffnet große Chance für eine naturverträgliche touristische Entwicklung der Region Reinhardswald

BUND fordert Runden Tisch mit echter Beteiligung

Der hessische Landesverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat erleichtert auf das vom Hofgeismarer Bürgermeister Sattler (CDU) am 17. Dezember 2010 verkündete Aus für die Gigantomaniepläne eines riesigen Ferienparks auf dem Gelände der Staatsdomäne Beberbeck in der nordhessischen Region Reinhardswald reagiert.

Otto Löwer, BUND-Vorstandsmitglied: „Das ist für mich persönlich ein sehr schönes vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Endlich ist das absurde Theater, das viel zu lange gedauert hat, zu Ende. Sehr spät hat Bürgermeister Sattler akzeptiert, dass seine Idee nicht mehr als ein Wolkenkuckucksheim war. Es war gut und richtig, dass Wirtschaftsminister Dieter Posch wenige Tage vor der Entscheidung Sattlers im Hessischen Landtag klar die Reißleine gezogen und eine Verlängerung des sogenannten Closing-Termins abgelehnt hat.“

Der BUND hofft, dass nun vor Ort intensiv über eine naturverträgliche und behutsame touristische Entwicklung der Region Reinhardswald nachgedacht wird und erklärt seine Bereitschaft, sich konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Einer schnellen Lösung, wie sie der SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Frankenberger einfordert, erteilt der BUND eine Absage. Vielmehr fordert der BUND die SPD Untergliederungen Kassel-Land und Hofgeismar, die nach Angabe von  Frankenberger bereits seit Wochen an einem Alternativkonzept arbeiten, auf, dieses in eine ergebnisoffene Diskussion einzubringen.

Otto Löwer: „Von der Landespolitik, aber auch von der Lokalpolitik in Hofgeismar und im Landkreis Kassel müssen nun die richtigen Signale gesetzt werden. Nötig ist ein Ideenwettbewerb mit echter Beteiligung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, der bald auf den Weg gebracht werden muss. Ich fordere deshalb die Einrichtung eines runden Tisches, an dem auch die im Aktionsbündnis Beberbeck zusammen geschlossenen Naturschutzverbände und die Bürgerinitiative  „Pro Beberbeck - regional denken“ beteiligt sein müssen.“

Rückfragen

Otto Löwer, BUND-Vorstandsmitglied, 0561 65277