28. Mai 2008

Der Wolf gehört zur heimischen Tierwelt

Der Wolf gehört zur heimischen Tierwelt

BUND-Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise des Umweltministeriums

Pressemitteilung, 28. Mai 2008

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den heute stattfindenden "Runden Tisch" anlässlich des Auftretens eines Wolfs im Reinhardswald bei Kassel. BUND Vorstandssprecher Otto Löwer bekräftigt: "Der Wolf gehört zur heimischen Fauna. Wir freuen uns über die schnelle Einladung des Umweltministeriums und noch mehr über die überwiegend positive Reaktion der Bevölkerung". Um den Fragen und dem Interesse der Bevölkerung und der Wissenschaft gerecht zu werden, schlägt der BUND Hessen folgende Maßnahmen vor:

  1. Da der Wolf bisher ausschließlich im Bereich des Reinhardswaldes aufgetreten ist, sollten alle Informationen und die organisatorische Maßnahmen primär regional, d.h. im Bereich des Reinhardswaldes und seiner angrenzenden Kommunen in Hessen und Niedersachsen sowie in der Stadt Kassel erfolgen.
  2. Hilfreich wäre die schnelle Erstellung eines einfachen Faltblattes, das erste Fragen beantwortet und erste Informationen enthält. Zielgruppen der Information sind
    • Wald-Spaziergänger, die wissen wollen, ob ein Spaziergang nun gefährlich ist
    • alle, die im Reinhardswald arbeiten, die wissen wollen, ob sie an ihrem Arbeitsplatz nun einer besonderen Gefährdung unterliegen
    • Mitglieder der Naturschutzverbände, Jägerinnen und Jäger, Försterinnen und Förster, Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter, etc., die wissen wollen, wie man Wolfsspuren erkennt und an wen man sich mit glaubwürdigen Hinweisen wenden kann
    • Viehhalter, die wissen wollen, ob ihr Vieh gefährdet ist und wie sie es ggf. schützen können,
    • alle sehr Naturinteressierten, die Neuigkeiten über Reinhard, den Wolf im Reinhardswald, wissen wollen.
  3. Organisatorisch sollten die Aktivitäten beim örtlichen Forstamt koordiniert werden. Als erste Informationsmöglichkeiten bieten sich die vorhandenen Informationstafeln im Gelände an. Außerdem könnte ein Faltblatt in den Kommunen und Behören ausgelegt und an Interessensgruppen verschickt werden.
  4. Je nach Verlauf der nächsten Monate sollte nach 3, 6 Monaten oder 12 Monaten zu einem Folgetermin eingeladen werden, um die ersten Erfahrungen auszuwerten.

 

Ansprechpartner des BUND Hessen:
Thomas Norgall (Naturschutzreferent)
Weitere Kontaktinformationen finden Sie unter Presse