18. März 2006

Erfolgreiche Landesdelegiertenversammlung 2006 des BUND Hessen

Erfolgreiche Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen am 18. März 2006 in Frankfurt-Goldstein
Schwerpunktthema Klimaschutz / Vorstand neu gewählt

Pressemitteilung, 18. März 2006

Prof. SchoenwieseProfessor Christian-D. Schönwiese vom Institut für Atmosphäre und Umwelt der Universität Frankfurt stellte den 120 Delegierten aus ganz Hessen in seinem eindrucksvollen Gastbeitrag den möglichen Klimawandel in Hessen vor.

In einem einstimmigen Beschluss fordert die Landesdelegiertenversammlung des BUND die Landesregierung auf, ein Hessisches Klimaschutzgesetz zu verabschieden und Förderprogramme aufzulegen zur Steigerung der Stromeffizienz, zur verstärkten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung, zur Unterstützung der Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung, zur Intensivierung der Nutzung erneuerbarer Energien sowie für eine klimaschützende Mobilität. In allen diesen Bereichen soll nach Meinung des BUND das Land Hessen mehr mit dem Klima-Bündnis sowie dessen Mitgliedsstädten in Hessen zusammenarbeiten.

Atomkraft ist für den BUND keine Alternative im Klimaschutz. Nicht erst seit Tschernobyl seien die Risiken bekannt. Die Endlagerung radioaktiver Abfälle sei ungelöst und die Gesundheits- und Umweltgefahren seien nicht akzeptabel. Die Delegiertenversammlung des BUND tritt entschieden Behauptungen entgegen, wirksame Klimaschutzmaßnahmen in Hessen seien ohne weitere Atomstromerzeugung in den beiden Blöcken des AKW Biblis nicht möglich.
Der BUND fordert deshalb die Hessische Landesregierung zur umgehenden Stillegung der Atomreaktoren Biblis A und B auf, da der Welterbetrieb mit unkalkulierbaren Risiken für Hunderttausende von Menschen im Umfeld des Atomkraftwerks verbunden sei und überdies Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energietechnik gefährde sowie deren Schaffung verhindere.

LDV 2006Der BUND ruft alle "Freunde der Erde" auf, eigene Beiträge zum Klimaschutz zu leisten, z.B. durch Energieeinsparung zuhause und unterwegs, sowie durch das Vorantreiben regenerativer Energienutzung durch Selbsterzeugung, durch Beteiligung an Betreibergesellschaften, oder zumindest durch den Bezug von "Grünem Strom".

Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND: "Klimaschutz duldet keinen Aufschub. Jede Investition, jede Anschaffung kann dem Klimaschutz dienen. Der BUND wird im Rahmen seiner bundesweiten Kampagne Personen und Unternehmen benennen, die Maßnahmen durchführen, die dem Weltklima schaden - die "Klimakiller". Zugleich werden wir diejenigen unterstützen und öffentlich herausstellen, die als Einzelperson oder Unternehmen vorbildliche Leistungen für den Klimaschutz vorweisen können - die "Klimaretter"."

Wiedergewählt wurden als gleichberechtigte Landesvorstandssprecher Brigitte Martin, Darmstadt; Jörg Nitsch, Obertshausen; Herwig Winter, Mörlenbach, Otto Löwer, Kassel; Dirk Teßmer, Heuchelheim. Als Schatzmeister wurde Martin Stichel, Hasselroth wiedergewählt. Vertreter des Fachrates im Landesvorstand ist Prof. Lutz Katzschner, Kassel.

Neu in den Landesvorstand gewählt wurden Dr. Claudia Weiand, Königstein und Hermann Maxeiner, Hünfelden. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Stephan Henrich, Heuchelheim und Peter Hansen, Frankfurt.

Ansprechpartner des BUND Hessen:
Michael Rothkegel (Geschäftsführer)
Weitere Kontaktinformationen finden Sie unter Presse