11. Dezember 2001

Wirksame Regelung für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung gefordert

BUND Hessen fordert wirksame Regelung
für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung

PRESSEMITTEILUNG: 11. Dezember 2001

Der BUND Hessen hat in einem persönlichen Schreiben die hessischen Bundestagsabgeordneten aufgefordert, sich für ein Gesetz für den wirksamen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung einzusetzen. Kraft-Wärme-Kopplung ist die gemeinsame Produktion von Strom und Wärme in großen kommunalen Heizkraftwerken sowie in Block-Heizkraft-Werken zur Versorgung von Wohngebieten, Krankenhäusern, Schwimmbädern usw. Mit KWK kann mehr als 30% Energie im Vergleich zu Großkraftwerken gespart werden - ein großer Beitrag zum Klimaschutz. Durch den Preisverfall am Strommarkt wurden zahlreiche dieser Anlagen unwirtschaftlich; in Marburg musste, wie auch anderenorts, ein modernes neues Heizkraftwerk stillgelegt werden.

Der nun von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf wird die vorgesehene Verdopplung des KWK-Stromanteils nicht bewirken können. Im Gegenteil, gemeinsam mit den großen Stromkonzernen soll hier der Ausbau einer ökologischen, dezentralen Stromerzeugung verhindert werden. Nun sind die Koalitionsfraktionen am Zug, eine dauerhaft wirksame Regelung einzuführen, die den sonstigen Versprechungen der Bundesregierung zum Klimaschutz wirklich gerecht wird. Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Marrakesch sind hierzu eine aktuelle Aufforderung.

Ansprechpartner des BUND Hessen:
Michael Rothkegel (Geschäftsführer)
Weitere Kontaktinformationen finden Sie unter Presse