Wäsche waschen, trocknen und die Umwelt schonen. Faire Kleidung kaufen.

Essig desinfiziert Wäsche umweltfreundlich

BUND Ökotipp

Wer nach einer Krankheit seine Kleidung von Bakterien, Pilzsporen oder Viren reinwaschen muss, kommt auch ohne chemische Waschzusätze aus. Schon ein halber Liter Essig in der Waschlauge bekämpft Krankheitserreger zuverlässig. Deshalb rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu dieser gesunden und umweltfreundlichen Lösung.

Die desinfizierende Wirkung des Essigs ist am stärksten, wenn er wie ein Weichspüler im letzten Spülgang zur Wäsche gegeben wird. So macht dieser natürliche Zusatz auch bei niedrigen Temperaturen Sporen, Viren und Keimen den Garaus. Damit kann durch den Einsatz von Essig zum einen auf energieintensive Kochwaschgänge verzichtet werden. Zum anderen werden die schwer abbaubaren chemischen Zusätze herkömmlicher Mittel vermieden, die sogar noch in den Kläranlagen Bakterien angreifen und die biologische Abwasserreinigung gefährden.

Die Reinigung der Wäsche beeinträchtigt Essig nicht. Im Gegenteil: Seine Beigabe spült die Kleidung weich und neutralisiert störende Gerüche. Ganz nebenbei entkalkt die Essigsäure die Waschmaschine. Wäsche sollte jedoch nicht übermäßig desinfiziert sondern nur im Krankheitsfall auf diese Weise behandelt werden: Denn grundsätzlich haben Bakterien für Mensch und Umwelt eine lebenswichtige Funktion.

Verwenden Sie klaren Essig.

Wäsche trocknen

Wäsche nach Möglichkeit ohne Trockner trocknen (Foto: stk-design / pixelio.de)

Der BUND weist darauf hin, dass Wäschetrockner zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören. Besser ist es, die Wäsche in der Maschine ausreichend zu schleudern und anschließend im Freien oder in gut belüfteten Räumen zu trocknen. Sonne und Wind oder ein gut gelüfteter Trockenraum im Keller sind die umweltschonendsten und günstigsten Wäschetrockner.

Stromsparende Wäschetrockner

Falls der Kauf eines solchen Geräts jedoch z.B. aufgrund hoher Mengen von Wäsche doch notwendig wird, dann sollte dringend auf dessen Energiebedarf geachtet werden. Denn Wäschetrockner sind Stromfresser und Klimakiller – sie allein sind für ca. drei Prozent des deutschen Stromverbrauchs (Stand: 2006) verantwortlich.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt daher mit einer Wärmepumpe betriebene Geräte, die mit der Effizienzklasse A (oder höher) des europäischen Siegels für stromsparende Haushaltsgeräte gekennzeichnet sind, oder mit Gas betriebene Wäschetrockner. Ein Wärmepumpentrockner arbeitet mit sehr niedrigen Trocknungstemperaturen von ca. 45°C und benötigt rund 1,5 Kilowatt pro Stunde. Die Abwärme wird nach dem Trockenvorgang zurückgewonnen und wieder zum Trocknen genutzt. So können im Vergleich zu einem Elektrotrockner ohne Wärmepumpe fast 40 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Erdgastrockner sparen aufgrund des höheren Wirkungsgrades von Gas bis zu 40 Prozent des Stroms. Die Geräte sind zwar in der Anschaffung meist teurer als die konventionellen Elektro-Versionen. Durch den geringen Energieverbrauch, eine maximale Auslastung pro Trockenvorgang und die lange Lebensdauer werden diese Anschaffungskosten jedoch ausgeglichen.

Eine Übersicht stromsparender Trockner sowie weitere Tipps zur umweltfreundlichen Nutzung findet man auf der Internetseite von EcoTopTen: www.ecotopten.de

Besser leben – zu ökologisch und sozial produzierter Kleidung wechseln

Sie möchten nicht nur gut aussehen, sondern auch die Gewissheit haben, dass Ihre Kleidung nach ökologischen und sozialen Standards hergestellt wird? Wir haben Ihnen eine Kollektion umweltverträglicher Label zusammengestellt und zeigen Ihnen den roten Faden durchs Thema Gütesiegel.

Zum Faltblatt aus der Serie „Besser leben“: „Wäsche wechseln“…

Weitere Ökotipps…

Weitere Umwelttipps zum Thema Wäsche waschen… und Kleidung finden Sie in den BUND-Ökotipp-Kategorien Kleidung und Haushalt und sparen…