Der BUND rät: Igelschutz, aber richtig

Igel frisst Regenwurm; Foto: Herwig Winter
Igel frisst Regenwurm; Foto: Herwig Winter

Der Darmstädter Ortsverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt auf seiner Internetseite viele Tipps zum Umgang mit dem Igel ein. Gerade im Herbst, so der BUND, häufen sich die Anrufe besorgter Tierfreunde über kleine oder kranke Igel. Lange Zeit galt die Überwinterung kleiner Igel im Haus als wirksame Überlebenshilfe. Aber die gut gemeinten Aktionen erwiesen sich als wenig sinnvoll, da es sich zeigte, dass durch die Überwinterung im Haus oder auf einer Igelstation ein gesunder Igel schlechtere Überlebenschancen hat als seine frei lebenden Artgenossen. Nur Igel, die krank sind oder Anfang November noch kein Körpergewicht von rund 400 Gramm aufweisen, brauchen unsere Hilfe, um über den Winter zu kommen.

Was ein Igel wirklich braucht, sind bessere Lebensräume.

  • Er braucht Unterschlüpfe: Dichtes Gebüsch, große Laub- und Reisighaufen, Hohlräume unter Holzstapeln, Steinhaufen, Baumwurzeln, Gartenhäuschen oder Treppen.
  • Und er braucht etwas zu fressen. Auf seinem Speiseplan steht allerlei aus dem naturfreundlichen Garten: Käfer, Raupen, Regenwürmer, Tausendfüßler, Schnecken und ähnliches Kleingetier und außerdem Aas. Mitunter vergreift er sich auch an Hunde- und Katzenfutter aus draußen stehenden Näpfen.
  • Schließlich benötigt er noch Durchschlüpfe zu anderen Gärten, da er auf der Nahrungssuche große Gebiete durchstreifen muss.
  • Und was er gar nicht verträgt, das ist Gift im Garten.
  • Naturfreunde können ein Übriges tun, in dem sie steile Ufer von Gartenteichen verflachen, in Abgänge Abstürze von Kellern und Schächten Bretter als Aufstiegshilfe legen. Gitterroste über Kellerschächten sollten zudem auch mit Fliegendraht unterlegt werden, damit auch Eidechsen oder Kröten und Frösche nicht in diesen ungewollten Fallen verenden.

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