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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2013

  • Editorial / Vertane Zeit – vertane Chancen / Nach fünf Jahren Schwarz-Gelb in Hessen sind engagierte Natur- und Umweltschützer enttäuscht
  • Landtagswahl 2013 / BUND-Forderungen zur künftigen Politik in Hessen
    • Aktionsprogramm Energiewende
    • Fracking-Verbot
    • Verkehrswende
    • Frankfurter Flughafen
    • Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried – Wälder in Südhessen retten
    • Agrarwende für Landwirtschaft und Ernährung
    • Biologische Vielfalt
    • Reduzierung des Flächenverbrauchs
    • Stärkung der direkten Demokratie
  • Verkehr / Hessische Verkehrspolitik – Auch im Nahverkehr hinten / Teil 2: Überregionale Verkehre
  • BUND vor Ort
    • BUND Darmstadt: Stadtnatur – Kooperation mit Wohnungsunternehmen
    • BUND Darmstadt: BUND startet Online-Plattform für kommunale Bürgerbeteiligung
    • BUND-Stand auf dem Hessentag: Schmetterlinge, Wildkatze und Unterschriften gegen Fracking
    • BUND Gelnhausen: 14. Umweltmesse ÖKO-TRENDS
    • BUND Wetterau: Friedhofsvasen – Todesfallen für Amphibien
  • BUNDjugend Hessen
    • Herbst-Interaktiv-Treffen (HIT) mit Jugendvollversammlung (JVV)
    • So war der Aktionstag Urbane Mobilität
    • „Eat-in“ – Werbung für den Veggie-Day in Gießen
    • Kinder: Naturforscher-Entdeckungsreise im Mai

online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2013

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Editorial / Vertane Zeit – vertane Chancen / Nach fünf Jahren Schwarz-Gelb in Hessen sind engagierte Natur- und Umweltschützer enttäuscht

Kaum Zeichen bei Klimaschutz, Energiewende und Ausbau der erneuerbaren Energien

Prägend auch in Hessen war nach dem Super-Gau in Fukushima der Übergang vom unerledigten Top-Thema Klimaschutz hin zum Streit(?)-Thema Energiewende. Die Landesregierung veranstaltete 2011 einen Energiegipfel, wider Erwarten mit Ergebnissen, die fast einstimmig gebilligt wurden. Auch der BUND stimmte zu. Dann aber fehlten konkrete Umsetzungsschritte, messbare Erfolge blieben aus. Innerhalb der Landesregierung forderte die FDP einen gebremsten Ausbau der erneuerbaren Energien. Scheinheilig wurde die Kostenbelastung der Menschen ins Feld geführt, obwohl doch auf Drängen der FDP bundesweit mehr denn je Wirtschaftsunternehmen von den Mehrkosten zu Lasten der Verbraucher befreit wurden.

Resultat: Hessen steht im Ranking der Bundesländer in Sachen Energiewende weit hinten. Es fehlt ein stimmiges Konzept und im Bereich Innovation muss Fehlanzeige gemeldet werden. Neue Ansätze – gar unterlegt mit Haushaltsmitteln – sind praktisch nicht zu finden. Wird immer noch ein Hintertürchen raus aus der Energiewende offen gehalten?

Fehlanzeige bei Natur und Landschaft

Fehlanzeige unter Schwarz-Gelb auch in den Bereichen Bewahrung von Natur und Landschaft, bäuerlicher Strukturen, nachhaltiger Wirtschaft im Wald und sparsamer Umgang mit Ressourcen. Andere Bundesländer übernehmen zwar auch nicht ganz die Erwartungen und Forderungen des BUND, sie sind aber oft deutlich aktiver im Naturschutz, in der naturschutzorientierten Landwirtschaftsförderung und setzen Pilotprojekte auf dem Gebiet des Naturschutzes um.

Naturschutz in Hessen beschränkt sich weitgehend auf die Pflichtaufgabe der Umsetzung von Natura 2000, der FFH- und Vogelschutzrichtlinie. Hessentypisches, wie die Streuobstwiesen, wird kaum geschützt. Mittel zur Bewahrung und zur dauerhaften Pflege fehlen. Innovative Projekte in diesen Nutzungsbiotopen, die einen Schutz durch Nutzung zum Ziel haben, müssen weitgehend ohne staatliche Unterstützung auskommen.

Politische Mehrheit – Macht um der Macht willen?

Die jetzige Landtagsopposition, SPD, GRÜNE und Die Linke, griff wiederholt BUND-Forderungen und -Positionen auf – im Ergebnis erfolglos. Der BUND wird auch die nächste Landesregierung an ihren Aussagen messen, egal von wem Anträge gestellt werden. So sind dem BUND Hessen noch die Koalitionsvertragsinhalte der nicht zustande gekommenen Regierung von SPD und GRÜNEN von 2008 präsent.

Karte von Hessen in einem angekreuzten Wahlkästchen mit Stift mit der Aufschrift Landtagswahl 2013 versehen (Grafik: Julia Beltz)
Der BUND Hessen wünscht sich mehr Offenheit und Engagement seitens einer Landesregierung. Naturschutz darf nicht ständig nur negativ gesehen werden. Naturschutzbedingte Auflagen sichern den Menschen ein positives und lebenswertes Umfeld und erhalten die Artenvielfalt!

Wählen gehen!

Uns, dem BUND, geht es um Ergebnisse, die für Alle sichtbar sind, vor Ort, in der hessischen Landschaft, in den Städten und Gemeinden, bei der Reduzierung der Luftschadstoffe und des Lärms sowie bei der Verbesserung der Situation unserer Gewässer.
Die Messlatte liegt hoch, weil jahrelang zu wenig getan wurde, um eine intakte Natur, nachhaltiges Wirtschaften und eine klare, ergebnisorientierte Klimaschutzund Energiewendepolitik zu entwickeln und auf den Weg zu bringen.

Am 22. September werden in Hessen sowohl der Landtag als auch der Bundestag gewählt. Wir wünschen uns von Ihnen, dass Sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und sich klar zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Politik bekennen. Wir werden uns mit Ihnen für Natur, Umwelt und Menschen weiterhin unermüdlich einsetzen.

Ihr Jörg Nitsch und Hermann Maxeiner
Vorstandsmitglieder des BUND Hessen