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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 4 / 2012

  • Editorial – Empört euch und engagiert euch ...
  • BUND intern
    • Einladung zur Landesdelegiertenversammlung 2013 des BUND Hessen
    • Nachruf Horst Peter
    • Jahreshauptversammlung des BUND KV Hochtaunus
  • Nordhessen gegen Fracking – Demo und Anhörungsverfahren: Eine Region wehrt sich – Unmut quer durch alle
  • Parteien und Bevölkerungsgruppen / Mitmachen: Die BUND-Aktion gegen Fracking geht weiter!
  • Energie: Landesentwicklungsplan / Landesregierung torpediert den Konsens des Energiegipfels / BUND und BWE kritisieren rechtlich unverbindliche Bestimmungen des Landesentwicklungsplans / Landesregierung muss Problem der Flugsicherheit im weiten Umfeld des Frankfurter Flughafens lösen
  • Energiesparen: BUND-Gütesiegel an Klinik Hohe Mark vergeben
  • Auszeichnung: Jörg Nitsch mit der Hugo-Conwentz-Medaille geehrt
  • Rhönschaf: BUND beim Höfefest in Ehrenberg-Melperts auf dem Spiegelshof
  • Agrardemo zur „Grünen Woche“ in Berlin am 19. Januar 2013: „Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik und Tierfabriken“
  • BUNDjugend
    • Landwirtschaft zurückerobern – Aktion auf dem HIT
    • Ein neues Gesicht beim Freiwilligen Ökologischen Jahr
    • Mit der BUNDjugend vom 18.–20. Januar zur Agardemo!
    • Weihnachtstreffen
    • Da geht was – Freizeiten 2013
    • Frühlings-Interaktiv-Treffen mit Jugendvollversammlung

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Editorial / Empört euch und engagiert euch …

Keine Gasförderung mit Fracking in Hessen und anderswo! (Banner: Niko Martin)

Nicht von ungefähr sind diese beiden Aufforderungen die Titelzeile dieses Beitrags. Entliehen wurden sie den beiden Buchtiteln des 1917 in Berlin geborenen französischen Widerstandskämpfers, Ex-Diplomaten und Erfolgsautors Stéphane Hessel.

Dass Empörung und Engagement Erfolg bringen können, ist für Mitglieder des BUND nahezu Alltag. Beim Thema Erdgas-Fracking in Hessen demonstrierten an einem Wochentagmorgen nahezu fünfhundert Menschen anlässlich einer Landtagsanhörung in Kassel gegen drohende Umweltzerstörung und unkalkulierbare Risiken für Grundwasser und Menschen in Nordhessen. Die Demonstration – und die Stellungnahme des BUND, der maßgeblich in Nordhessen die Bürgerinnen und Bürger, Kommunalpolitiker und Wasserversorger informiert(e) und sensiblisierte – erfolgten noch vor den Verfahren, nicht erst nach einer Genehmigung, die hoffentlich nie erteilt wird. Niemand aus der Landesregierung oder aus den Landtagsfraktionen kann daher sagen, es wäre zu spät gewesen und das hätte man alles nicht gewusst …

Besser wissen könnte es auch die Landesregierung, wenn es um die Fortschreibung und Änderung des Landesentwicklungsplans geht. Der Plan gibt die Ziele und Grundsätze der Landesplanung für die nächsten zehn Jahre vor. Leider wurde dabei vergessen, außer der Änderung des Kapitels Windenergie auch die übrigen Ziele an die partei- und gesellschaftsübergreifenden Ergebnisse des hessischen Energiegipfels anzupassen. Der Ausschluss von Atomenergienutzung, von Neu- und Ausbau von klimaschädigenden Erdöl- und Kohlekraftwerken – all das wurde nicht als Zielsetzung aufgenommen. Der BUND fragt daher die Landesregierung: Wo wurde die Energiewende umgesetzt? Wie soll ein künftiger Energie-Mix funktionieren?

Ein Jahr ist die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen schon in Betrieb. Ein später Erfolg war das gerichtlich verfügte Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr. Allerdings, so zeigen die anhaltenden Proteste der Bürgerinnen und Bürger, reicht das nicht aus. Sogar der zuständige Fachminister meinte hierzu :„Dass es so laut wird habe ich nicht gewusst.“ Da hat er wohl die Stellungnahmen und Statements des BUND und die Gutachten der Kommunen nicht gelesen, die genau diese Situation schon von Anbeginn der Ausbaudiskussion 1998 beschrieben. Daher: Eine Ausweitung des Nachtflugverbots auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr sowie eine gleichzeitige Lärmminderung auch am Tag ist für die Gesundheit der Menschen in der Region unerlässlich.
Hierzu ist ein umfassenderer Lärmminderungsplan notwendig, der auf aktuellen Zahlen beruht und den Menschen hilft. Außerdem: Noch mehr Wald darf am Flughafen nicht fallen. Die „grüne Lunge“ mitten im Ballungsraum leidet schon genug an Luftschadstoffen und Klimawandel.

Das alles sind Forderungen an die Landesregierung. Sie wird sich an den Antworten messen lassen müssen.
Engagement ist aber auch bei uns und Ihnen gefragt. Sich informieren über wahre Hintergründe der viel diskutierten Strompreiserhöhung und mitmachen bei den (Online-)Aktionen des BUND. Sich zusammenschließen um die Energiewende vor Ort zu schaffen und auch in den Arbeitskreisen und Gruppen des BUND mithelfen wenn es darum geht, Natur vor der Haustür zu erhalten und die Artenvielfalt in die Städte und Gemeinden zurückzuholen. Hierfür danken wir Ihnen.

Ihre Brigitte Martin