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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2012

  • Editorial / Mehr Rücksicht auf Umwelt und Natur!
  • Wildkatze
    • Erlebnispfad am Winterstein – Auf den Spuren der Wildkatze den Wald entdecken
    • BUND Odenwald – Nachweis der Wildkatze im hessischen Odenwald / Sensationeller Auftakt des neuen BUND-Projekts „Wildkatzensprung“
    • Termine mit der Wildkatze
  • Energie: Umweltrisiko Fracking / Unterschriftenliste und Flyer
  • Magazin:
    • Verkehr: Hessen Schlusslicht bei nachhaltiger Mobilität
    • Landesverband Hessen: Arbeitskreis Wald im BUND Hessen gegründet
    • Kreisverband Gießen:
      • Kritisch engagiert im Projekt Landesgartenschau 2014
      • Einsatz für Mauersegler und Kreuzkröten
  • BUNDjugend
    • Eine Woche Segeln auf der „Jonas“
    • Naturforscher-Entdeckungsreise im Juni
    • Termine und Herbstfreizeiten

online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2012

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Editorial / Mehr Rücksicht auf Umwelt und Natur!

Erfreuliches gibt es im Wildkatzenprojekt in Hessen zu vermelden: Der erste Nachweis einer Wildkatze nach über hundert Jahren wurde im Odenwald durch die Arbeit der Aktiven im BUND erbracht und im Vordertaunus bei Ober-Mörlen wurde der hessische WILDKATZEN-Walderlebnis-Rundweg eingeweiht, der vielfältige Informationen bietet und bei den Wanderern Interesse und Verständnis für die Bedürfnisse der Wildkatze und damit auch vieler anderer frei lebender Tiere weckt. Viele Kilometer Vernetzungskorridore sind jetzt notwendig und beim Wildkatzenwegeplan des BUND schon in Planung, damit der genetische Austausch der Odenwälder Katzen mit Wildkatzen aus dem Pfälzer Wald, dem Spessart bis hin zur Rhön und zum Thüringer Wald und dem Nationalpark Hainich gelingt. Dann können die Odenwälder Katzen ihre Artgenossen beim Wildkatzendorf Hütscheroda (Hörselberg-Hainich, OT Hütscheroda), wenige Kilometer hinter Eisenach, besuchen.

Erfreulich ist auch, dass immer mehr BUND-Gruppen in Hessen sich verstärkt dem Thema Stadtnatur annehmen. Ob in Frankfurt, Kirchheim, Darmstadt, Wiesbaden oder Gießen – auch in kleinen Gemeinden gibt es überall die Bemühung, im Dialog mit Gemeinde, Stadt und Wohnungsbaugesellschaften, mehr Natur in der Stadt zuzulassen und sich damit Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln wieder vor die Haustür zu holen. Nicht zuletzt der Sparzwang der Kommunen kann genutzt werden, damit Grünstreifen, Bauminseln und versteckte Parkwinkel weniger oft gemäht, Wildblumenwiesen angelegt und damit auch Vögeln und Fledermäusen bessere Bedingungen geboten werden.
Wie wäre es dann zur Ergänzung mit einer Naschhecke, für Vögel aber auch für die Menschen, aus Wildobst wie Holunder, Schlehen, Himbeeren aber auch Stachelbeeren, Johannisbeeren, Hagebutten erzeugenden Wildrosen und dergleichen anstatt geschnittener Formhecken?

Aber: Im Hessischen Ried sind immer noch 30.000 Hektar Wald durch Grundwasserübernutzung akut gefährdet. Der schon im letzten Jahr angekündigte Runde Tisch der Landesregierung, der Lösungen für die Interessen des Waldes und der Natur, der Siedlungen und der Wasserversorger bringen soll, soll erst nach der Sommerpause tagen. In der Zwischenzeit sind schon erhebliche Wasserförderungsrechte beantragt, die das ganze Ökosystem auf weitere 30 Jahre zum Kippen bringen würden. Der BUND fordert, keine Genehmigungen zu erteilen, bis geklärt ist, wie der Wald erhalten werden kann.

Und: Die Goldgräberstimmung der Fracking-Konzerne, die Erdgas aus nicht-konventionellen Lagerstätten mit viel Wasser, Sand und giftiger Chemie aus dem Boden holen wollen, hält an. In Nordhessen aber auch im südhessischen Ried sind weite Landstriche in Gefahr. Der BUND klärt weiterhin auf, welche Gefahren Boden und unser aller Grundwasser drohen und fordert, Fracking in Hessen nicht zu genehmigen. Und der BUND fordert, dass die Landesregierung auch beim Energiesparen mehr Handeln und Fördern einbringt und nicht nur in Sonntagsreden in Energiegipfeln davon redet. Dann kann das hoch risikobehaftete Fracking-Gas leicht eingespart werden.

Leider aber ist von nachhaltiger Politik in der Energie- und Wasserpolitik, beim Verkehr, in Fragen des Flächenverbrauchs, der Gestaltung der Kulturlandschaft und von einer erkennbaren Neuausrichtung der Land- und Forstwirtschaft der Landesregierung nichts zu spüren. Setzten wir unser Engagement dagegen: Umwelt und Natur gehen uns alle an. Daher bitten wir Sie, unterstützen Sie uns bei unserem Bemühen weiterhin,

Ihre Brigitte Martin