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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 1 / 2012

  • Editorial / Frischer Wind für Land und Stadt …
  • Termine: Energie-Workshop; Versammlungen
  • Artenschutz / Der Wildkatze auf der Spur – Im Januar startete auch im Odenwald die systematische Suche nach der Europäischen Wildkatze
  • Wald
    • Kein Gift gegen den Maikäfer
    • Runder Tisch zur Rettung des Waldes im Hessischen Ried
  • Verkehr / A44-Klage: Wieder massive Rechtsverstöße!
  • Landwirtschaft / Ökolandbau: Hessen nur Mittelmaß
  • BUNDjugend
    • Frühlings-Interaktiv-Treffen
    • Aktionen 2012
    • Volles Programm! Freizeiten und Seminare in 2012: Fortbildungen für Jugendliche / Naturerlebnis für Kinder / Übersicht Sommerfreizeiten 2012

online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 1 / 2012

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Editorial / Frischer Wind für Land und Stadt …

Das Internationale Jahr der Wälder 2011 ist vorbei, der Einsatz des BUND für den Wald geht weiter. Ob im Hessischen Ried, in dem Tausende von Bäumen durch jahrzehntelange Grundwasserförderung nicht mehr ans Wasser gelangen oder anderswo.

Luftschadstoffe und Klimawandel machen aber nicht nur dem Wald zu schaffen. Daher ist es unverständlich, dass nach wie vor Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch eine Umweltzone Rhein-Main ablehnt. Vielleicht aus dem Grund, dass dann generelle Geschwindigkeitsbeschränkungen auch auf Autobahnen angeordnet werden und deutlich mehr Investitionen anstatt einseitiger Kürzungen – auch in Hessen – in den schienengebundenen Verkehr anstatt in neue Straßen mit infolge noch mehr Verkehr und Luftschadstoffen fließen müssten? Beim Hessischen Energiegipfel wurde das Thema Verkehr bekanntlich ausgeklammert.

Enttäuscht ist der BUND von den überwiegend unverbindlichen Ankündigungen der Hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich in deren Regierungserklärung zur Umsetzung der Ergebnisse des Energiegipfels. Es bleibt unklar, wie das Ziel erreicht werden kann, bis 2050 die Energieversorgung in Hessen möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien sicherzustellen. Die notwendige Energiewende wird nur erfolgreich betrieben werden können, wenn die Landesregierung klare Zielvorgaben in Zehn-Jahres-Schritten für Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien vorgibt und dafür die gesetzlichen Grundlagen schafft.

Vor dem Hintergrund, dass CDU und FDP nach wie vor neue Kohlekraftwerke mit 40 Jahren Laufzeit als Übergangstechnologie sehen und am Bau des geplanten Block 6 am Standort Staudinger festhalten, kritisiert der BUND, dass Ministerin Puttrich an erster Stelle das Handlungsfeld „Fortentwicklung eines modernen Energiemix“ nennt. Weder erläutert Ministerin Puttrich, wie der Stromverbrauch in Hessen bis 2020 um 20 Prozent gesenkt werden könne, noch gibt es konkrete Aussagen, wie es gelingen kann, die hessischen CO2-Emissionen bis 2020 um vier Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Für mehr Natur in der Stadt: Am 7. Mai 2011 legten in Frankfurt die BUND Hochschulgruppe und der BUND Ortsverband Süd gemeinsam mit dem Verein Kinder im Zentrum – Gallus (Kiz) e.V. eine Wildblumenwiese an. (Foto: Team Xenos im Mehrgenerationenhaus)
Für mehr Natur in der Stadt: Am 7. Mai 2011 legten in Frankfurt die BUND Hochschulgruppe und der BUND Ortsverband Süd gemeinsam mit dem Verein Kinder im Zentrum – Gallus (Kiz) e.V. eine Wildblumenwiese an. (Foto: Team Xenos im Mehrgenerationenhaus)

Nicht nur in Frankfurt und Darmstadt entdecken BUND-Aktive das „alte“ BUND-Thema „Stadt-Naturschutz“ wieder neu. Mehr Natur in die Stadt zu bringen und zu erhalten, vorhandene Grünflächen miteinander zu vernetzen und neue durch Entsiegelungsmaßnahmen zu schaffen sowie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen aber auch wo möglich Eidechsen und Amphibien sowie Vögeln nebst Fledermäusen neue und alte Heimstatt zu geben, sind die Ziele der Gruppen. Auch ökosoziale Gesichtspunkte wie Mietergärten und Naturerlebnisräume für Jung und Alt spielen eine Rolle. Und, nicht zuletzt sind Bäume in der Stadt, Grünzüge und Parks anstatt versiegelter Flächen sowie begrünte Dächer wichtige Beiträge, die Folgen des Klimawandels für den Menschen erträglicher zu machen. Machen Sie mit uns auch in Ihrem Wohnort mit!

Ihre Brigitte Martin