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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 1 / 2011

  • Editorial / Willkommen im „Internationalen Jahr der Wälder“
  • Ökosystem Wald – Anforderungen an die hessische Forstwirtschaft
  • Einladung zur Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen
  • Großprojekte:
    • Tollhaus Beberbeck: Weiter mit „Henners Traum“ oder Alternativplanung mit Bürgerbeteiligung?
    • Kasseler Petition zu mehr Bürgerbeteiligung
  • Termine
    • Workshop: Kommunale Handlungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige Energieversorgung
    • Jahreshauptversammlung des BUND KV Offenbach
    • Kreisdelegiertenversammlung des BUND KV Wetterau
  • Magazin
    • Vorbildliche Energieprojekte von Kreisen und Kommunen in Hessen – 3. Neuauflage erschienen
    • OV Bad Vilbel: Naturgarten-Wettbewerb
    • Hochschulgruppe Frankfurt: Die Garden-Guerilleros sind los!
    • Internetauftritt jetzt auch auf Facebook und Twitter
    • 22.000 Menschen fordern eine andere Landwirtschaftspolitik
  • BUNDjugend
    • Frühlings-Interaktiv-Treffen (FIT)
    • Teamer/innen gesucht
    • Jugendleiter-Schulung und Teamerfortbildungen
    • Jugendgruppen im ganzen Land
    • Volles Programm! Freizeiten und Seminare der BUNDjugend Hessen in 2011

online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 1 / 2011

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Editorial / Willkommen im „Internationalen Jahr der Wälder“

Liebe Umwelt- und Naturbewegte!

Willkommen im „Internationalen Jahr der Wälder“ der Vereinten Nationen!

Ziel dieses Jahres ist es, das Bewusstsein und Wissen um die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Arten von Wäldern zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen zu fördern. Dabei soll auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch im Rahmen der Bekämpfung der Armut hingewiesen werden. Alle internationalen Aktivitäten werden dabei vom Waldforum der Vereinten Nationen (UNFF) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) koordiniert und durch nationale Aktivitäten unterstützt und ergänzt. Offizieller Start des Internationalen Jahres in Deutschland mit vielen Veranstaltungen ist am 21. März 2011, dem Internationalen Tag des Waldes. Über die Verhältnisse in Hessens Wäldern informiert Sie der Artikel auf Seite 2.

Auch wenn Stuttgart nicht in Hessen liegt, das umstrittene Bahnhofsprojekt 21 steht aber stellvertretend für den Unmut der Bürger/innen über mangelnde Information und Mitentscheidung bei Großprojekten. Wir haben in Hessen eine ganze Reihe von riesigen Bauvorhaben, die zum Teil im Bau sind oder noch auf uns zukommen werden. Zu nennen sind der Ausbau des Rhein-Main-Flughafens, das Kohlekraftwerk bei Großkrotzenburg, die Autobahn A 44, der Flughafen Kassel-Calden oder auch die Pläne zur Staatsdomäne Beberbeck im Reinhardswald, neue Stromtrassen, Rohrleitungen für das Kalisalz an der Werra und der Betrieb des AKW Biblis. Dabei scheint es so, dass der immer noch zu hohe Flächenverbrauch in Deutschland unter den Teppich gekehrt wird.

Überall kritisieren Politiker und Verwaltung die „Behinderung“ bei großen Infrastrukturmaßnahmen durch die Naturschutzverbände und hier ist insbesondere der BUND Angriffsziel derjenigen, die keine Grenzen des Wachstums kennen, die den Arten- und Lebensraumschutz für Luxus halten und uns immer wieder in der Öffentlichkeit diskreditieren wollen. Beispiele dieser durchsichtigen Angriffe waren in letzter Zeit hauptsächlich in den hessischen Medien zu sehen, zu lesen und zu hören.

Während wir die Notwendigkeit sehen, dass die Landesregierung sich stärker bei der Waldsanierung im Hessischen Ried engagiert, halten wir den Einsatz des hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch gegen den Naturschutz und seine Forderungen nach Einschränkung des Naturschutzrechts und weniger Mitsprache der Naturschutzverbände, die er auch bundesweit zum Ausdruck brachte, für völlig überzogen. Politiker und Behörden, die diese Angriffe ebenfalls für nicht zielführend halten, reagierten allerdings darauf ebenfalls ablehnend.

Gegenüber dem Einfluss von Lobbyisten bei Straßenbau, Kohle- und Atomkraftwerken oder auch der industrialisierten Landwirtschaft (z.B. Massentierhaltung, Gentechnik) ist der BUND der David gegen den Goliath. Sicher ist aber, die Vertreter einer fatalen Wirtschaftspolitik müssen immer mit dem engagierten Widerstand des BUND rechnen, denn nur der Einsatz für mehr ökologische und soziale Belange lassen eine Gesellschaft zukunftsfähig wachsen.

Unsere Forderung lautet deshalb nicht erst seit Stuttgart 21, mehr demokratische Information und Mitentscheidung bei allem was uns Bürger/innen im Sinne von sozialem Fortschritt und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen betrifft. Deshalb ist es wichtig, dass der BUND noch stärker wird und noch mehr Menschen gewinnt, die erkannt haben, dass das Hauptaugenmerk für Nachhaltigkeit auf den Feldern Ökologie und Soziales liegen muss. Dann brauchen wir uns auch für die wirtschaftliche Zukunft weniger Sorgen zu machen. Um dies zu erreichen wird auch 2011 wieder ein kämpferisches Jahr werden. Also tanken Sie dafür viel Freude, Kraft und Gesundheit in der Natur!

Mit aufmunternden Grüßen

Otto Löwer
Vorstandsmitglied des BUND Hessen