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Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 2 / 2010

  • Editorial / Nachhaltigkeit– ein gerne missbrauchter Begriff
  • Landesdelegiertenversammlung 2010: Energiewende jetzt!
  • Eduard-Bernhard-Preis für Käte und Walter Raiss: „Nie aufgeben, sich engagieren!“
  • Magazin
    • Bericht vom Workshop 2010 des Arbeitskreises Energie
    • OV Kelkheim/Liederbach: Bürger für Streuobstwiesen – Erfolgreicher Bürgerentscheid gegen ein umstrittenes Baugebiet in Liederbach
    • OV Großenlüder/Bad Salzschlirf: Großenlüderer Ferienprogramm – Naturerleben für Kinder und Erwachsene
    • KV Groß-Gerau: Verleihung der „Umwelteule 2010“
  • BUNDjugend
    • Frühlings-Interaktiv-Treffen in Marburg
    • Neue Landesjugendleitung gewählt
    • Kinder / Naturforscher-Frühling
    • Veranstaltungen: Multiplikatoren-Schulung / Sommer-Highlights

online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 2 / 2010

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Editorial / Nachhaltigkeit – ein gerne missbrauchter Begriff

BUND stellt die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland II“ bei Parlamentarischem Abend in Wiesbaden vor

Wenn Politiker – meist in Sonntagsreden – den Begriff Nachhaltigkeit in den Mund nehmen, dann in der Regel als hohle Floskel, um die Wichtigkeit ihrer Ausführungen zu untermalen, nur meinen sie damit leider selten Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21.

Nachhaltigkeit bedeutet, mit natürlichen Ressourcen so zu wirtschaften, dass sie auch künftigen Generationen dauerhaft zur Verfügung stehen; niemals mehr verbraucht wird als sich nachbildet.

Besonders in zwei Bereichen ist unsere derzeitige Wirtschaftsweise nicht nachhaltig: Bei der Nutzung von Energieressourcen und beim Flächenverbrauch. Nachhaltig wäre eine Energiebereitstellung zu hundert Prozent aus regenerativen Energieträgern und eine Reduktion des Flächenverbrauchs auf Null. Doch in Hessen wird momentan nur rund fünf Prozent der elektrischen Energie regenerativ erzeugt, vom Verkehr und Heizungsbedarf gar nicht zu sprechen. Das wenig ambitionierte Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie von Ministerpräsident Roland Koch lautet: 20 Prozent bis 2020. Diesen Wert haben andere Bundesländer schon heute erreicht bzw. längst überschritten.

Und der Flächenverbrauch soll bis 2020 von heute rund 15 Quadratkilometern pro Jahr auf dann neun Quadratkilometer gesenkt werden. Von Nachhaltigkeit sind diese Ziele weit entfernt, obwohl die Zeit drängt. Mit jedem Tag nicht nachhaltiger Politik wächst die auf die Schultern künftiger Generationen abgewälzte Last, denn die Schulden im ökologischen Bereich müssen beglichen werden, will die Menschheit eine Zukunft haben.

Der BUND hat deshalb Ende April in Wiesbaden einen Parlamentarischen Abend organisiert und keine Geringere als unsere Ehrenvorsitzende Angelika Zahrnt stellte den anwesenden Politikern die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ vor. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens der Eindruck, den ihr Vortrag hinterlassen hat, nachhaltig war und dazu führt, dass auch die hessische Politik es in nicht allzu ferner Zukunft wird.

Herwig Winter, Vorstandssprecher des BUND Hessen

Kohlekraftwerk Staudinger
Wenig nachhaltig: Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger …
(Foto: Dr. Werner Neumann)
Ferienanlage Beberbeck
… und Flächenfraß für die Ferienanlage Beberbeck
(Foto: Otto Löwer)