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Editorial / Landesdelegiertenversammlung am 9. April 2005 in Kelsterbach

  • Resolution "Naturschutz und Arbeitsplätze sind kein Gegensatz - BUND fordert Rückkehr zur Sachlichkeit" verabschiedet
  • Leitantrag "Flächenverbrauch stoppen - Zukunftsfähigkeit sichern" beschlossen
  • Von der hessischen Landesregierung eine entschlossene Strategie für Klimaschutz und die Abschaltung des AKW Biblis gefordert
  • Kundgebung gegen den Flughafenausbau mit knapp 200 Teilnehmenden durchgeführt

Mehr als 100 Delegierte aus allen Regionen Hessens trafen sich am 9. April 2005 im Bürgerhaus in Kelsterbach zur diesjährigen BUND-Landesdelegiertenversammlung. Der Blick aus dem Tagungssaal auf den Main und bunte Primeln auf den Tischen sorgten für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Wie schon in den Jahren zuvor äußerten sich die Delegierten einhellig positiv über die Qualität des Mittagessens, hergestellt und geliefert wieder vom Öko-Party-Service Safran aus Gießen, der für seine Gerichte ausschließlich fair gehandelte Produkte und Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau verwendet.

Der Landesvorstand hatte sich für diesen Tagungsort entschieden, um in der vom Fluglärm bereits jetzt und nach dem geplanten Bau einer Nordwestbahn am Frankfurter Flughafen noch massiver betroffenen Stadt Kelsterbach ein Zeichen des gemeinsamen Widerstands zu setzen. In seinem Grußwort an die Delegierten betonte der Erste Stadtrat Manfred Ockel die gute und intensive Zusammenarbeit der Stadt Kelsterbach mit dem BUND gegen den Flughafenausbau und zu anderen Themen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des BUND, Professor Helmut Horn, versprach in seiner Begrüßung, dass der Bundesverband die Arbeit des Landesverbandes gegen den Flughafenausbau auch weiter nach Kräften unterstützen wird.

Die Präsentation der Aktion "Abenteuer Schmetterling" durch die Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle, Martina Löw, fand großen Anklang bei den Delegierten.
Mit der gemeinsamen Aktion von BUND, ZDF und Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) soll der Schutz der einheimischen Schmetterlinge und ihrer Lebensräume intensiviert, sollen weitere Erkenntnisse zur Biologie der Arten gewonnen und soll die breite Öffentlichkeit nachhaltig für das Thema interessiert werden. "Abenteuer Schmetterling" bietet dem BUND die Chance, ein interessantes Artenschutzthema zu besetzen, um so sein Profil im Naturschutz weiter zu stärken und die Zahl der Aktiven zu erhöhen. Bei der Aktion "Abenteuer Schmetterling" können alle mitmachen: wissenschaftlich Interessierte beim Monitoring, die BUNDgruppe beim Wettbewerb und die Öffentlichkeit beim "Faltertag".

Die Delegierten verabschiedeten einstimmig die Resolution "Naturschutz und Arbeitsplätze sind kein Gegensatz - BUND fordert Rückkehr zur Sachlichkeit".

Darin heißt es unter anderem:

"Die Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen kritisiert, dass der politische Einsatz der Hessischen Landesregierung für Natur- und Artenschutz immer dann aufhört, wenn konkrete Projekte betroffen sind und es zu Schwierigkeiten in Genehmigungsverfahren kommt. Die Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen widerspricht der Absicht der Politik und bestimmter Medien, den Naturschutz als Feindbild aufzubauen und die Berücksichtigung von seltenen und geschützten Arten öffentlich ins Lächerliche zu ziehen. Geschützte und seltene Arten sind Symptome oder Anzeiger intakter und zusammenhängender Ökosysteme, die im dichtbesiedelten Deutschland höchsten Schutz genießen sollten. Wer dem ungebremsten Wachstum huldigt und wie Ministerpräsident Roland Koch neue Straßen und Baugebiete als das Allheilmittel für Wachstum und Arbeitsplätze sieht, allein in Hessen werden täglich 5-6 Hektar Fläche versiegelt, dem hält die Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen entgegen, dass dies die falsche, die alte, die zukunftslose Ausrichtung von Politik ist, die keine Antworten auf die neuen, fortschrittlichen und zukunftsfähigen Gestaltungsfelder unserer Gesellschaft findet. Länder, die alles auf die Wachstumskarte setzen und den Umweltschutz ignorieren, kämpfen heute mit Wirtschaftsausfällen in Milliardenhöhe durch Umweltzerstörung weiter Regionen. Wir sollten dagegen unser Umwelt - Know-how zum Exportschlager machen.Der BUND wird sich auch zukünftig immer dann kritisch in der Öffentlichkeit zu Wort melden, wenn seitens der Politik ohne Sachargumente der Naturschutz für Probleme verantwortlich gemacht wird, die letztlich die Politik selbst zu verantworten hat."

Mit dem einstimmig beschlossenen Leitantrag "Flächenverbrauch stoppen - Zukunftsfähigkeit sichern" verweist die Landesdelegiertenversammlung darauf, dass derzeit in Hessen täglich 5-6 Hektar Fläche versiegelt werden (etwa 2000 ha / Jahr, das entspricht 2850 Fußballfeldern), gleichzeitig aber alle Prognosen darauf hindeuten, dass die Bevölkerung in Hessen bereits mittelfristig sinken wird. Die 1. Enquete-Kommission des Hessischen Landtags zum demografischen Wandel beschäftigt sich mit den absehbaren Folgen dieser Entwicklung, die gleichzeitig eine massive Wanderungsbewegung der Bevölkerung in die Ballungsräume und deren Peripherie mit sich zu bringen droht.
Im Leitantrag wird betont, dass der aktuelle Flächenverbrauch und die absehbare demographische Entwicklung in Hessen in einem absurden Gegensatz stehen, der sich in Naturzerstörung, dem Zerfall sozialer Beziehungen und Systeme in den peripheren Räumen sowie einer massiven ökonomischen Wertezerstörung sowohl der bestehenden Siedlungsflächen außerhalb der Ballungsräume als auch der quantifizierbaren Umweltrisiken manifestiert.

Vor diesem Hintergrund fordern die Delegierten die Abkehr von scheinbar einfachen, monokausalen und nicht zukunftsfähigen Lösungsstrategien, die letztlich nur zu mehr Naturzerstörung, der Auflösung von heute noch intakten regionalen und kommunalen Systemen der Nahrungsmittelversorgung und sozialen Absicherung sowie zu zukünftigen Problemräumen führen, die nicht mehr ausreichend Sicherheit für die Versorgung der Menschen mit den notwendigen ökonomischen, infrastrukturellen und sozialen Angeboten bieten können.

Im Zentrum einer zukunftsfähigen politischen Strategie zur Bewältigung der gegenläufigen Tendenzen von Flächenverbrauch und demographischer Entwicklung in Hessen müssen deshalb der Erhalt der noch vorhandenen Freiflächen zur naturverträglichen Produktion von Nahrungsmitteln und erneuerbaren Ressourcen, der Erhalt und die Neuschaffung naturnaher Flächen für den Natur- und Artenschutz, die Schaffung von wohnortnahen Arbeitsplätzen auch außerhalb der Ballungsräume und eine kommunale Siedlungspolitik durch Nutzung von nicht mehr genutzten Gewerbeflächen, durch den Vorrang von Sanierung gegenüber Neubau und durch intelligente Vermittlung von bereits verfügbaren Flächen stehen.

Ebenfalls einstimmig forderte die Landesdelegiertenversammlung von der hessischen Landesregierung eine entschlossene Strategie für Klimaschutz und die Abschaltung des AKW Biblis. Für die beiden Blöcke A und B des AKW Biblis enden die Regellaufzeiten gemäß Atomausstiegsgesetz voraussichtlich in 2007 bzw. 2009. Damit wird nicht nur ein unkalkulierbares Risiko beendet, sondern es eröffnet sich die Chance und dringende Notwendigkeit zum entschlossenen Aufbruch in eine umwelt- und sozialverträgliche Energiewende in Hessen. Diese muss neben krisenresistenter Versorgung und Ressourcenschonung insbesondere den Schutz des Klimas durch drastische Senkung der CO2 - Emissionen zum Ziel haben. Obwohl dringendes Handeln geboten wäre, bleibt die hessische Landesregierung jedoch untätig. Sie beschränkt sich auf Bemühungen, die AKW-Restlaufzeiten zu dehnen und auf bescheidene Maßnahmen im Bereich der Biomassenutzung. Notwendig wäre jedoch eine zukunftsfähige Gesamtstrategie nach dem Energie-Motto „E5“ des BUND, nämlich: effiziente Wärmenutzung, effiziente Stromnutzung, effiziente Strom- und Wärmeerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung, effiziente Mobilität und erneuerbare Energiebereitstellung. Nur so lassen sich die Belange von Ökologie, Ökonomie, Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit gemeinsam erfüllen.

Mittags unterbrach Tagungsleiter Guido Carl die Versammlung und rief die Delegierten zur Teilnahme an der Kundgebung gegen den Flughafenhausbau auf. Knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit weithin sichtbaren gelben Kappen nahmen mit Transparenten und Plakaten an dem Demonstrationszug durch Kelsterbach teil.

Bei der Kundgebung auf dem Kelsterbacher Marktplatz betonten Manfred Ockel, Erster Stadtrat von Kelsterbach, und Winfried Heuser, Sprecher des Bündnisses der Bürgerinitiativen, ihre gemeinsame Ablehnung des Flughafenausbaus, der zu einer weiteren Belastung der Menschen in der Region durch Fluglärm führen wird. Vorstandssprecherin Brigitte Martin verwies darauf, dass der Ausbau des Flughafens mehr als 500 ha Bannwald und damit Heimat vernichten sowie den Lebensraum des mit mehr als 10.000 Individuen größten hessischen Hirschkäfervorkommens sowie der Bechsteinfledermaus massiv beeinträchtigen wird.

Vorstandssprecher Otto Löwer stellte den Delegierten Vorschläge vor, die helfen sollen, den BUND in Hessen bekannter zu machen und seine Arbeit durch Mitgliederwerbung aus den eigenen Reihen zu stärken. Die Haustür-Mitgliederwerbung, die seit Jahren läuft, hat in manchen Kreisverbänden wichtige Zuwächse gebracht, die aber mittlerweile nicht mehr ausreichen, um ein Sinken der Mitgliederzahlen zu verhindern. Otto Löwer hat deshalb vorgeschlagen, dass BUND-Mitglieder verstärkt selbst zu einem Zuwachs an Mitgliedern beitragen. In einem Jahr, auf der LDV 2006, soll Bilanz gezogen werden. Vielleicht hat der Versuch "Mitglieder werben Mitglieder" den BUND dann stärker gemacht, vielleicht aber auch gezeigt, dass es doch schwerer ist, mehr Menschen um uns zu scharen als gedacht.

Mein Fazit zur diesjährigen Landesdelegiertenversammlung: Mit einer guten öffentlichkeitswirksamen Aktion, landespolitisch bedeutsamen Anträgen und einer von einer angenehmen Atmosphäre und sachlichen Diskussionen getragenen Versammlung hat sich der BUND wieder einmal als wichtiger und erfolgreicher Umwelt- und Naturschutzverband präsentiert.

Michael Rothkegel, Geschäftsführer

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Ausbau des Frankfurter Flughafens wird an Planungsfehlern scheitern

Am 14. März 2005 ist die 458-seitige Stellungnahme des Landesverbandes beim Regierungspräsidium Darmstadt fristgerecht eingereicht worden. In ihr werden zahlreiche gravierende Planungsdefizite und Umweltkonflikte angeführt.

Der zentrale Kritikpunkt betrifft den geplanten Standort für die Landebahn Nordwest im "Kelsterbacher Wald". Dort würde ein "prioritärer Lebensraumtyp" der europäischen Naturschutzrichtlinie zerstört. Der Landesverband vertritt die Rechtsauffassung, dass in dem gesetzlich vorgeschriebenen Alternativenvergleich der Kelsterbacher Wald tabu ist, weil die theoretisch mögliche Variante im Schwanheimer Wald ohne die Zerstörung eines prioritären Schutzgutes möglich wäre. Der Fraport AG und der Landesregierung ist die Existenz dieses "prioritären Lebensraumtyps" seit Monaten bekannt. Er fand jedoch keinen Eingang in die Planfeststellungsunterlagen. Der Landesverband fordert deshalb eine vollständige Überarbeitung der Planungsunterlagen und deren erneute Offenlage.

Basis der Kritik ist die so genannte "Grunddatenerhebung" im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt, mit der im Jahr 2004 die Schutzgüter des FFH-Gebietes "Kelsterbacher Wald" erstmals exakt bestimmt wurden. Die Bundesländer müssen die jeweiligen Schutzgüter, Lebensraumtypen und Arten, der FFH-Gebiete exakt erfassen, damit Verschlechterungen erkennbar werden und verhindert werdenkönnen. Diese Ersterfassung heißt "Grunddatenerhebung". Da sich Hessen, trotz der Tatsache das im Kelsterbacher Wald das größte Hirschkäfer-Vorkommen des Landes existiert, erst in 2003 und auf Druck der EU zur Meldung des FFH-Gebietes "Kelsterbacher Wald" durchringen konnte, erfolgt die Grunddatenerhebung erst im Jahr 2004. Der beauftragte Gutachter fand völlig überraschend im FFH-Gebiet Kelsterbacher Wald einen "artenreichen Borstgrasrasen" von über 3,6 Hektar , der nach den eindeutigen Bestimmungen der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie der EU (FFH-Richtlinie) als so genannter "prioritärer Lebensraumtyp" eingestuft werden muss. Das Regierungspräsidium Darmstadt stellte das Ergebnis der Stadt Kelsterbach, der Fraport AG, dem Forstamt Mörfelden und den Naturschutzverbänden am 01.12.04 vor.

Die Identifikation des prioritären Lebensraumtyps wird nach den EU-Vorgaben auch nicht dadurch relativiert, dass sich der seltene Lebensraumtyp innerhalb des Umspannwerkes der RWE befindet. Vor dem Gesetz sind alle Nutzungen gleich, egal ob sich wertvolle Bestände auf der Fläche eines Bauern, auf einem Truppenübungsplatz oder in einem Umspannwerk der RWE befinden.
Die Diskrepanzen zwischen der Grunddatenerhebung und den Fraport-Unterlagen sind gravierend und betreffen nicht nur das FFH-Gebiet Kelsterbacher Wald, sondern alle FFH-Gebiete rund um den Flughafen. Damit ist auch der von der EU-Richtlinie vorgeschriebene Standortvergleich in den Planfeststellungsunterlagen unbrauchbar. Trotz der durchschlagenden Mängel waren aber offenbar weder die Fraport AG noch die Landesregierung bereit, den im Frühjahr 2004 politisch festgelegten Zeitplan des Genehmigungsverfahrens zu ändern.

Die Planungsfehler der Fraport AG ergeben sich aus den falschen Kartiervorgaben des Flughafens an das Forschungsinstitut Senckenberg. Statt einer exakten Bestandsaufnahme der schutzwürdigen Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie arbeitete Senckenberg nach der Kartiervorgabe der "Stadtbiotopkartierung Frankfurt". Die Kartiervorgaben weichen stark von einander ab. Die hieraus resultierenden Fehler können entgegen der Hoffnung der Fraport am Schreibtisch nicht mehr ausgefiltert und bereinigt werden.

Auf die Problematik der unzureichenden und letztlich fehlerhaften Datengrundlagen der Fraport AG hatte der BUND bereits im Raumordnungsverfahren 2001/2002 und dann erneut im September 2003 in der Stellungnahme zur A380-Werft hingewiesen. Als sich die BUND-Kritik bestätigte, half die Landesregierung der Fraport AG aus, indem sie für das betroffene FFH-Gebiet Mark- und Gundwald südlich des Frankfurter Flughafens Zwischenberichte der laufenden Grunddatenerhebungen anfertigen ließ, diese dann der Fraport in Rechnung stellte und die Entscheidung auf diese Zwischenberichte stützte.

Der BUND führt die Verzögerungen bei der Änderung des Landesentwicklungsplanes (LEP) ebenfalls auf die Existenz des "prioritären Lebensraumtyps" zurück. Da es sich um Gutachten des Landes handelt, müssen die Grunddatenerhebungen dort berücksichtigt werden und schaffen so ein für die Landesregierung unlösbares Problem für den Altemativenvergleich. Die Änderung des LEP wurde von der EU-Kommission erzwungen, weil die Fraport AG das Chemiewerk-Ticona nicht beachtet und die Landesregierung das Raumordnungsverfahren trotz dieses offensichtlichen Rechtsverstoßes mit einer Empfehlung für die Nordwestvariante beendet hatte.

Thomas Norgall, Naturschutzreferent


Die Stellungnahme des Landesverbandes können Sie hier abrufen

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AKTIVEN-PORTRAIT: Harald Hoppe

  • Vorstand BUND Odenwaldkreis und OV Höchst i. O.
  • Mitglied AK Verkehr

Kommt im BUND vor Ort die Rede auf Aktivitäten und Erfolge, wird gern die Stirn in Falten gezogen und skeptisch geblickt. Die Zeiten sind ernst. Nicht so bei Harald Hoppe, Mitglied der Sprechergremien des Kreisverbandes Odenwald und des Ortsverbandes Höchst. Der 55jährige (seit 8 Jahren im BUND) strahlt und scheint recht zufrieden zu sein.

Sicher könnte es mehr Ortsverbände geben, nur einer im gesamten Kreisgebiet ist vielleicht etwas wenig, wo bleibt die Präsenz in der Fläche, doch die geleistete Arbeit der aktiven Mitglieder, die zum Teil in KV und OV dieselben sind, ist beachtlich.

Zwei Schwerpunkte gibt es:

  • 140 Apfelbäume müssen auf OV-Gebiet erhalten und abgeerntet werden. Die 40-70 Jahre alten Bäume bekamen während der letzten beiden Jahre nach langer Vernachlässigung einen aufwändigen Pflegeschnitt. Die Ernte geht an den Bioland-Fachbetrieb "Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen" und füllt die Kasse auf. Wie ernst diese Aufgabe genommen wird, zeigt sich darin, dass zwei BUND-Mitglieder sich zum Apfelbaumfachwart ausbilden ließen.
  • Das weitere Standbein ist die Beschäftigung mit Kindern. Allein zwei Gruppen bestehen in Höchst, je eine weitere gibt es in Reichelsheim und Michelstadt, alle vier sind Bestandteil der Grundschulangebote. In den 2. - 4. Klassen werden nachmittags Arbeitsgruppen für jeweils ca. 10 Kinder angeboten. Die Teilnahme an den wöchentlichen Veranstaltungen ist nach der Anmeldung Pflicht. Die Natur vor der Haustür ist Thema, ihr Erfahren als wesentlicher Teil des Lebens, das Schärfen des Blickes für die Feinheiten und Zusammenhänge und wie Harald Hoppe betont: "Es wird - hoffentlich - das Verständnis der Kinder für das Menschengemachte der Landschaft geweckt."

Die Gruppen-Betreuer erhalten aus der BUND-Kasse pro Stunde eine Aufwandsentschädigung, die leicht möglich wurde durch die in 2000 und 2004 durchgeführten Fördererwerbungen. Erwähnenswert: Die Kinder müssen BUND-Mitglieder werden und bleiben dies erfahrungsgemäß dann einige Jahre, die Eltern allerdings scheinen davon zu einem Beitritt nicht angeregt zu werden.

Motivationsprobleme sind den Aktiven offenbar fremd. Vielleicht liegt dies auch an den Arbeitsstrukturen. Die monatlichen öffentlichen Treffen wurden abgeschafft. Die anfallenden, eher trockenen Themen wie Informationsübermittlung, Stellungnahmen, Pressemitteilungen, die auf viele Mitglieder eher nervtötend wirken, werden im kleinen Vorstandskreis besprochen und erledigt. Für alle anderen, die sich mehr für die praktischen Arbeiten im Umwelt- und Naturschutz interessieren, gibt es bei Bedarf gesonderte Treffen.

Neben der Arbeit vor Ort engagiert sich Harald Hoppe im Landesarbeitskreis Verkehr. Der ehemalige Verkehrsplaner befasste sich hier in letzter Zeit schwerpunktmäßig mit der Bahnplanung in Südhessen und der Novellierung des ÖPNV-Gesetzes. Die Straßenproblematik nimmt dabei nicht viel Zeit in Anspruch, die wird wohl eher vor Ort direkt angegangen oder spielt sie generell keine so große Rolle mehr in der BUND-Arbeit? Harald Hoppe staunt darüber schon ein wenig. Aus den Kreis- und Ortsverbänden gibt es jedenfalls nur wenige Anfragen und Wünsche an die Experten. Und was hält er sonst so von den Aktivitäten des BUND? Nachdenklich merkt er an, dass der allgemeine Trend hin zu immer mehr gesetzlichen Regelungen (z.B. Wasserrahmen- und FFH-Richtlinien) und die damit verbundenen Auseinandersetzungen auf juristischer bzw. Verwaltungs-Ebene möglicherweise Erfolgserwartungen erzeugt, die in die Irre führen. Können wir damit wirklich die Gefahren für die Natur- und Umwelt in den Griff bekommen? Wird uns vielleicht nur vorgegaukelt, alles käme in Ordnung? Möglicherweise bindet der Clinch mit den Behörden auch zuviel Energie, die oft viel direkter, erfolgreicher und damit vor allem befriedigender eingesetzt werden könnte.

Für Harald Hoppe gilt: "Lasst uns die Erwartungen nicht so hoch schrauben. Gute Arbeit funktioniert auch mit einer Handvoll Leuten - uns macht es Spaß, alle machen es gerne, sehr gerne!"

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"Unser Wasser gehört uns !"

Bürgerbegehren nach §8 der Hessischen Gemeindeordnung in Kassel


Der BUND Kreisverband unterstützt in Kassel das Bürgerbegehren unterschiedlicher Organisationen und Initiativen gegen die Vorhaben zur Privatisierung der Wasserversorgung.

Mit den bisher gemachten Erfahrungen lässt sich festhalten, dass das Instrument des Bürgerbegehrens dann sehr effektiv ist, wenn das jeweilige Anliegen die Menschen unmittelbar betrifft und bewegt. Das ist in der Frage der Wasserversorgung ohne Zweifel der Fall. Allein die Ankündigung eines plebiszitären Instruments wie ein Bürgerbegehren kann öffentliche Aufmerksamkeit und Betroffenheit auslösen, wenn die Gefahr besteht, dass einschneidende und nur schwer rückgängig zu machende Privatisierungsentscheidungen von städtischem Vermögen ohne breite öffentliche Diskussion seitens der städtischen Organe getroffen werden sollen. In Kassel konnten in relativ kurzer Zeit rund 50% der erforderlichen Unterschriften für das Bürgerbegehren (10% der Wahlberechtigten Bürgerinnen) gesammelt werden. Das ist als erster Erfolg zu werten.

Wenn ein Bürgerbegehren zum Katalysator des politischen Engagements der Öffentlichkeit beitragen kann, dann wird es seine Auswirkungen auf die städtischen Organe nicht verfehlen. In Kassel mussten sowohl Magistrat als auch der Vorstand der Städtischen Werke AG erklären, dass sie vorerst von weiteren Privatisierungsabsichten Abstand nehmen. wird das

Das Thema Wasserversorgung gehört im Zusammenhang mit der Liberalisierungs- und Privatisierungs-Debatte in der EU und der Welthandelsorganisation (WTO) zu den zentralen Kommerzialisierungsfeldern, die uns die politische Agenda aufzwingt und denen wir uns als Umweltverband stellen müssen. Hier geht es um die nachhaltige Sicherung von unverzichtbaren Lebensgrundlagen, die einem rein kommerziellen Verwertungsdenken unterworfen werden sollen. Die Daseinsvorsorge gehört allein in die Kontrolle demokratischer kommunaler Entscheidung und Verfügung.

Bürgerbegehren und Information der Öffentlichkeit können wirksame Mittel sein, um die städtischen Organe auf ihre kommunale Aufgabe einer nachhaltigen Sicherung der Daseinsvorsorge zu verpflichten.

BUND KV Kassel

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BUNDjugend Hessen im BUND-Magazin 2-05

Intern

Neue Landesjugendleitung auf Jugendvollversammlung gewählt

Während den Frühlings-InterAktiv-Tagen (FIT) der BUNDjugend Hessen vom 18.-20.März in Marburg wurde eine neue Landesjugendleitung (LaJuLei) gewählt. Mit Steffen, Anna (Finanzen) und Henrike aus Kassel, Alina aus Eppstein, Timo aus Wald-Michelbach, Lisette aus Marburg, Juri und Simon (Presse) aus Darmstadt fanden sich zahlreiche Vertreter/innen aus allen Teilen Hessens, die bereits in Jugendgruppen oder als Teamer/innen oder Kindergruppenleiter/innen aktiv sind. Florian aus Kronberg, der aus Altersgründen ausgeschieden ist, steht weiterhin als Berater der LaJuLei und für die Vertretung in den Gremien des HJR zur Verfügung. Die neue LaJuLei will kreative Aktionen durchführen, Infostände auf Jugendfestivals in Hessen betreuen, weitere Jugendgruppen aufbauen und die bestehenden unterstützen, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verstärken und vieles mehr. Auf einem ersten Treffen wurden die Aufgaben untereinander aufgeteilt, so dass es gleich losgehen kann. Die Landesjugendleitungs-Treffen sind offen für jede/n. Termine können im Büro erfragt werden.

Berichte über Aktionen

Keine QuälerEi

Am Samstag unserer Frühlings-Interaktiv-Tage in Marburg wühlte wir zusammen mit der BUNDjugend Marburg mit einer vorösterlichen Aktion den Marburger Marktplatz auf. Mit Gesang, Eier-Jonglage und einem Quiz machten wir auf die seit 2004 verpflichtende Kennzeichnung von Eiern aufmerksam. Viele Passanten konnten beim Eier-Quiz ein leckeres, hartgekochtes Bio-Ei gewinnen. Diese sind an der aufgestempelten Kennziffer 0 zu erkennen. Daneben gibt es noch die Kennziffern 1 für Eier aus Freilandhaltung, 2 für Eier aus Bodenhaltung und schließlich 3 für Eier aus qualvoller Käfighaltung.
Ein Deutscher isst im Jahr durchschnittlich 225 Eier - davon stammen die meisten aus Käfighaltung. Diese Haltung erlaubt es den Hennen nicht, artgemäß zu leben, scharren und Gras zupfen zu können. Der Käfig hat pro Huhn nur eine Grundfläche minimal größer als die eines DINA4-Blattes. Daher sind die Tiere oft krank und werden mit Medikamenten am Leben erhalten, die man am Ende im Ei wieder findet. Die Informationen der BUNDjugend und die Aktion kam bei den Passanten gut an.

Kinder

Preisverleihung Naturtagebuch-Wettbewerb

Am 12. Februar fand die Preisverleihung für die in 2004 erstellten Naturtagebücher statt. Über 150 Kinder hatten ihre Tagebücher bei der BUNDjugend Hessen eingereicht. 7 Tagebücher waren von Gruppen oder Schulklassen verfasst worden und fast 70 Tagebücher wurden von Kindern allein oder gemeinsam mit einer/m Freund/in oder Geschwister gestaltet. Nach der vergnüglichen Pflicht der Jury, die Tagebücher zu sichten, konnten schließlich 50 Kinder ins Schloss Freudenberg nach Wiesbaden eingeladen werden. Wie jedes Jahr erwartete die Kinder zunächst eine spannende Führung durch das Erfahrungsfeld der Sinne. Physikalische Phänomene und deren sinnliche Wahrnehmung waren das Thema der höchst kurzweiligen Führungen zu den Installationen im Gebäude und im Park. Im Anschluss ging es zur "eigentlichen" Preisverleihung. Bewertet wurde getrennt nach Einzeleinsendungen und Gruppeneinsendungen in drei Altersgruppen. 7 Einzeleinsendungen und zwei Naturtagebücher, die von Gruppen verfasst wurden, landeten auf den ersten Plätzen.
Zu den Gewinnern gehören:

  • Cedric Anger (8 Jahre) aus Dauborn,
  • Mirco Bartels (12 Jahre) aus Groß-Bieberau,
  • Julia Dietzsch (10 Jahre) aus Ahnatal,
  • David Fritsch (12 Jahre) aus Groß-Bieberau,
  • Nabor Keweloh (10 Jahre) aus Flieden,
  • Anne Schäfer (12 Jahre) aus Kassel
  • Mandy Theis (12 Jahre) aus Driedorf.
  • Außerdem konnten die Natur AG der Grundschule Reichelsheim und die Kinder des Hort KT1 aus Frankfurt sich über einen Preis freuen.

Die stolzen Preisträger/innen bekamen von Najoua Mokadem, Praktikantin für das Naturtagebuch, ihre Urkunde und kleine Sachpreise überreicht. Dieses Jahr waren es Dank einer Spende der Firma Hugendubel vor allem interessante Bücher über Natur- und Umweltthemen, die den Kindern übergeben werden konnten. Die Deutsche Umwelthilfe unterstützte das Projekt mit einer Zuwendung für die Durchführung des Nachmittags, die Stiftung Hessischer Naturschutz gab eine Zuschuss für die Bewerbung des Wettbewerbes und die Auswertung der Tagebücher und Vorbereitung der Preisverleihung.
Kindergruppe Höchst

Seit Beginn des Schuljahres bietet der BUND an der Sandbacher Grundschule eine Kindergruppe an. 11 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse treffen sich einmal in der Woche, um Erfahrungen in und mit der Natur zu machen. In dieser Woche verbrachten die BUND-Kinder zum ersten Mal einen Nachmittag im Schulgebäude. Die vorhergehenden Treffen wurden ohne Ausnahme in der Umgebung Sandbachs in Wald und Feld verbracht.
Im Werkraum der Grundschule wurden am Montagnachmittag Nisthilfen für Halbhöhlenbrüter gebaut. Vertreter dieser Spezies sind der Hausrotschwanz, der Zaunkönig, das Rotkehlchen und die Bachstelze. Alle genannten Vögel legen ihr Nest gern in offenen Höhlen an Hauswänden an. Leider fehlt es an den heutigen Gebäuden genau an diesen Nistmöglichkeiten, so dass die jungen Umweltschützer hier eine geeignete Möglichkeit fanden, selbst aktiv für den Umweltschutz zu werden.
Mit großem Eifer wurden die vorbereiteten Bausätze der Nistkästen zusammengesetzt. Dabei lernten die Kinder nebenbei, mit modernen Werkzeugen umzugehen und machten wichtige Erfahrungen: so lässt sich eine Schraube nur schwer eindrehen, wenn der Schrauber in der falschen Richtung dreht. Mit großem Engagement halfen sich die Kinder gegenseitig bei der Fertigstellung der Kästen. Entgegen einem verbreiteten Vorurteil zeigten sich die mitmachenden Mädchen besonders geschickt im Umgang mit den Werkstoffen und den Werkzeugen. Nach Ablauf der Bastelstunde konnten alle Kinder stolz ihr Arbeitsergebnis präsentieren; die selbstgebauten Kästen werden genau rechtzeitig zur Rückkehr der Garten- und Hausrotschwänze in diesen Tagen in Sandbach neue Nistplätze anbieten.

Veranstaltungen

Noch Plätze frei!

Bei einigen Freizeiten in den Sommerferien sind noch Plätze frei. Sicher Dir schnell einen Platz für eine tolle Fahrt in die Natur, bei der Du in einer Gruppe viel Spaß und Spiel erleben wirst und so nebenbei einiges über Natur und Umwelt erfahren kannst. Wir achten natürlich auch bei der Durchführung der Veranstaltungen auf den Umweltschutz. Die Verpflegung ist vollwertig-vegetarisch, die Anreise erfolgt zumeist mit der Bahn oder ÖPNV.

Klabautermann-Freizeit, Hallig Hooge, 6.-16. August

Wir wohnen auf einer Warft in Alleinlage, rundherum Wiesen und Meer, Vogelrufe, Wind und Sonne. Auf Hooge unternehmen wir einige Ausflüge mit der Schutzstation Wattenmeer, die uns über das besondere Leben auf der Hallig berichten und mit uns den Lebensraum Wattenmeer zu Fuß und mit dem Kutter erkunden. Wir bieten viele verschiedene Aktivitäten in kleinen Arbeitsgruppen, machen Spiele und Sport und einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Amrum, wo wir Sand satt genießen können.
Im Teilnahmebeitrag sind Unterkunft, (vollwertig-vegetarische) Verpflegung, Programm und Anreise mit der Bahn enthalten. Los geht es am 6. August. Die Freizeit kostet für zehn aufregende Tage 335€ ( BUNDjugend Mitglieder zahlen nur 320 EURO).
Sommerferien - Auf Freizeit mit der BUNDjugend

  • 25. - 31. Juli, Leben auf dem Bauernhof
    Hutzelberghof, Oberrieden; 280/265 EURO*), Alter 9-12 Jahre
    Eine Woche mithelfen bei den Arbeiten auf dem Bauernhof, vom Kühe melken bis Brot backen

  • 1. - 5. August, Abenteuer Steinzeit
    Glauberg; 125/110 EURO*), Alter 8-12 Jahre
    Leben wie in der Jungsteinzeit. Mit Kräuter sammeln, Feuer machen und Handwerkszeug selbst herstellen.

  • 6. - 16. August, Klabautermann-Freizeit
    Volkertswarft, Hallig Hooge; 335/320 EURO*), Alter 11-13 Jahre
    Auf einer Hallig umgeben vom Meer genießen wir Sonne und Wind und lernen das Wattenmeer kennen (siehe ausführlichen Ausschreibungstext)

  • 19. - 24. August, Klettern, Jonglage & landArt
    Poppenhausen/Rhön; 160/145 EURO*), Alter 14-18 Jahre
    Kombination von Kletter- und Jonglage-Workshops mit Kunstwerkstatt in der Natur

  • 18 Tage in der 2. Hälfte des August, Auf ins Land der 1000 Seen ..., Finnland
    529 EURO, Alter ab 16 Jahre
    Naturkundliche Tour, Wandern, Kanu-Fahren, Besichtigung von 2 Nationalparks & Helsinki (siehe Artikel)
    Anmeldung über BUND-Hochschulgruppe Witzenhausen, Christian Starkloff, 05542-507817

  • 25. - 28. August, Mit Ponys im Wald - Hobbits & Elben auf der Spur
    Frankenau; 195/180 EURO*), Alter 9-12 Jahre
    Wanderreiten und Kutschieren mit Shetland- und Islandponys zu den Geheimnissen des Waldes, Anmeldeschluss: 15. Juni 2005


* ermäßigter Beitrag für Mitglieder der BUNDjugend

Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen sowie weitere Veranstaltungen finden sich in unserem Seminarprogramm 2005, das Ihr kostenlos bei uns anfordern könnt. Oder auf unserer Internetseite www.bundjugendhessen.de.

Jugendgruppengründungen

Wir möchten den Aufbau von Jugendgruppen in Hessen weiterhin unterstützen. Geplant ist es, Gruppen in Frankfurt, Friedberg, Wiesbaden und Darmstadt aufzubauen. Wer Interesse an der Mitarbeit in einer Jugendgruppe in diesen Orten (und auch anderswo) hat, kann sich gerne im Büro der BUNDjugend melden!

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Terminvorschau 2005

    • MOORSCHNUCKEN IN DEN SCHWANHEIMER DÜNEN
      Samstag, 25. Juni 2005 ab 1100 Uhr:
      Kreisverband und Ortsverband Südwest des BUND Frankfurt laden ein zu den MOORSCHNUCKEN IN DEN SCHWANHEIMER DÜNEN

      Vier Jahre ist es inzwischen her, dass der BUND mit der Hilfe vieler Mitglieder eine Moorschnuckenherde gekauft hat. Seitdem pflegen die wolligen Rasenmäher in einem Beweidungsverbund Sandrasen, Feuchtgebiete und aufgegebene Weinberge in ganz Südhessen. Im Frankfurter Südwesten, vor den Toren Schwanheims liegt das europäische FFH- und Naturschutzgebiet.Schwanheimer Dünen. Das Gebiet ist von seltenen Binnendünen und wertvollen Sandmagerrasen geprägt. Diese Kulturlandschaft mit extrem nährstoffarmen Böden, an die sich im Laufe der Zeit eine Reihe von hochspezialisierten Pflanzen und Tieren angepasst haben, drohte durch Nutzungsaufgabe in den vergangenen Jahrzehnten als Lebensraum für viele bedrohte Arten verloren zu gehen. Die Beweidung hat nicht nur diese negative Entwicklung aufgehalten, sondern eine Reihe weiterer Maßnahmen angestoßen.
      Geplant ist ein zweistündiger Dünenspaziergang, eingeschlossen ein Gespräch mit dem Schäfer und ein paar Kuschelminuten mit Lämmchen für die Kleinsten. Anschließend laden wir ein zu einem Schnuckenessen mit Gegrilltem und Bockwürstchen. Dazu erbitten wir einen Kostenbeitrag. Für unsere Planung müssen wir aber unbedingt wissen, mit wie viel kleinen und großen Schnuckenfans wir rechnen dürfen. Einzelheiten, Anfahrtsplan und OPNV-Vorschläge bei Anmeldung.
      Anmeldung (Erwachsene/Kinder) bis 11. Juni 2005 bei Heidi Wieduwilt Tel/Fax/AB 0 69 - 30 25 35
      Ort: FFH- und Naturschutzgebiet Schwanheimer Dünen im Südwesten Frankfurts. Treffpunkt unter der Schwanheimer Brücke am Friedhof

    • Grünes Band in Hessen - Termine Sommer 2005
      • Sonntag, 29. Mai
        Stoppt die A 44! Keine Trasse entlang dem Grünen Band.
        Spaziergang mit Picknick zum Forsthaus Berlitzgrube und über das Grüne Band in der Nähe von Herleshausen Ortsteil Unhausen (Südostecke des Werra-Meißnerkreis), (ca. 7 km). Treffen um 11 Uhr in der Ortsmitte von Unhausen. Unhausen liegt an der B 400.
      • Samstag, 11. Juni
        Ganztages-Wanderung entlang dem Grünen Band im Bereich der Hessischen Schweiz:
        Silberklippe, Eibenloch, Schöne Aussicht, Wolfstisch. Die Wanderung erfolgt zusammen mit der BUND-Gruppe des Odenwaldkreises (Harald Hoppe), die im Naturfreundehaus am Meinhard bei Neuerode bei Eschwege übernachtet. Treffen um 9 Uhr 30 am Naturfreudehaus.
      • Sonntag, 26. Juni
        Stoppt den Bau der B87n, keine Schnellstraße durch das Biosphärenreservat Rhön,
        "Trassenbegehung" im Bereich des Grünen Bandes bei Tann (Hessen) - Unterweid (Thüringen), zusammen mit der dortigen Bürgerinitiative gegen den Schnellstraßenbau, Treffen um 11 Uhr am Marktplatz von Tann.
      • Samstag und Sonntag, 9. und 10. Juli
        Radwanderung entlang dem Grünen Band von Gerstungen (Thüringen)
        (Anreise mit Bahn über Hersfeld/Bebra). Es geht durch das Werratal hinunter bis nach Eschwege. Von dort zurück mit der Bahn. Auf der Strecke Besichtigung der Städte Creuzburg und Treffurt (Thüringen) sowie Wanfried und Eschwege (Hessen) und zweier Burgen. Dazu viel Natur sowie Darstellung des Renaturierungsprojektes der "Lebendigen Werra" zwischen Sallmanshausen und Herleshausen. Übernachtung mit dem Zelt auf halber Strecke. Anmeldung notwendig wegen Voranfragen bei der DB und dem Campingplatz.

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