Hier finden Sie folgende Artikel aus den HESSENseiten im BUNDmagazin

Banner HESSENseiten im BUNDmagazin

Naturschutz in Hessen

"Vorwärts im Rückwärtsgang ?" oder "Vom Niedergang der Kultur der Zusammenarbeit von Landesregierung und Ehrenamt"

In Zeiten klammer Kassen hat Ministerpräsident Roland Koch die "Aktion sichere Zukunft" für Hessen ausgerufen und Ministerien und Behörden angewiesen die Vorgaben zur Einsparung von Finanzmitteln umzusetzen. Dabei ist auch der Natur- und Umweltschutz in praktisch allen relevanten Punkten mit betroffen. 20 - 30 % des Personals in der Naturschutzverwaltung sollen eingespart werden, laufende Förderprogramme zur Unterstützung umweltverträglicher Technologien werden abgeschafft, Mittel für den Naturschutz werden auf Beträge "der Portokasse" zusammengestrichen und vermeintlich zu viel Zeit kostende Beteiligungsverfahren werden ohne jede Rücksicht auf die negativen Auswirkungen derartiger Einschnitte auf die Zukunft zentralistisch "von oben" entschieden. Ohne Diskussion und ohne Sachverstand wird gekürzt und abgeschafft was das Zeug hält.

Hessen verliert mit diesen Einschnitten seinen Status als ehemals führendes Bundesland in Sachen Beteiligungsrechte für das Ehrenamt. Nach der Abschaffung des Verbandsklagerechts und des Devolutionsverfahrens bei der Beteiligung der Naturschutzbeiräte im Hessischen Naturschutzgesetz sollen jetzt auch noch die letzten Möglichkeiten der ehrenamtlich berufenen Mitglieder in den Naturschutzbeiräten beseitigt werden. Die Mitwirkung soll nur noch auf einzelne, wenige Verfahren reduziert werden. Bebauungspläne z.B. - mithin die größten Flächenfresser aller Eingriffsverfahren - sollen der Beratung der Naturschutzbeiräte entzogen werden. Das Recht auf Antragsstellung und Beteiligung auf eigenes Verlangen hin soll den Beiräten ebenfalls gestrichen werden. Hierin zeigt sich zweierlei:
Zum einen die Angst der Politiker davor, dass aktive und sachkundige Beiräte Planungen oder Bauvorhaben anprangern könnten, in denen nur allzu oft die Belange des Naturschutzes beiseite gewischt werden, weil Entscheidungsträger niemandem deswegen "auf die Füße" treten wollen. Zum anderen vielleicht aber auch das schlechte Gewissen der Politiker, den Naturschutz doch nur in Sonntagsreden auf der Agenda zu haben, im Alltag aber alles zu tun den Naturschutz an den Rand zu drängen. Beides zusammen führt unter dem Strich dazu, dass der Naturschutz als ewiger Verhinderer und Kostentreiber bei der Umsetzung politisch gewollter Eingriffe in Natur und Landschaft gebrandmarkt wird.
Wer allerdings eine solche Politik betreibt, hat von Nachhaltigkeit und der Verantwortung für die zukünftigen Generationen (zu denen sicher auch die Kinder und Enkel gerade dieser Politiker zählen) nichts verstanden und outet sich als ausgesprochen kurzsichtig bezüglich der eigenen Verantwortung für die Zukunft.
Hier bleibt festzuhalten: Schönreden gilt nicht, an den Taten wird man gemessen!

Tatsache aber bleibt, das die Argumente unserer Mitglieder in den Naturschutzbeiräten sich in aller Regel an den Vorgaben der Gesetze orientieren und sachlich richtig sind. Wer bereits diejenigen Auflagen als Behinderung ansieht, die einen bestimmten Ausgleich von Naturverlusten bei Eingriffen schaffen sollen, zeigt mehr als deutlich, das er Verantwortung negiert und Natur- und Landschaftsschutz nicht ernst nimmt.

Die Stichworte des Niedergangs des Naturschutzes in Hessen lassen sich beliebig fortsetzen: Aufweichung der konkreten Ausgleichsverpflichtung für Eingriffe, Öffnung der Ausgleichsabgabe für Pflegemaßnahmen und als Kapitalquelle für Landesstiftungen und damit Aufgabe ihrer Ausgleichsfunktion, Reduzierung des Naturschutzes auf die Vorgaben der Europäischen Union - als ob es keine typisch hessischen Arten, Biotope und Landschaften gäbe - , willfährige Abgabe artenschutzrechtlicher Zuständigkeiten weg von den Naturschutzbehörden hin zu den Fischereibehörden und nicht zuletzt die Umkehrung des politischen Mottos von Umweltminister Dietzel "Kooperation statt Konfrontation", das ganz offensichtlich für die Zusammenarbeit mit uns, den ehrenamtlichen Naturschützern, nicht gelten soll.
Wer wie die hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Koch ohne erkennbare Not diesen Weg geht, muss sich dann aber auch unsere Antwort anhören und gefallen lassen. Wir sind Teil der aktiven Bürgergesellschaft und wir werden es nicht zulassen, das man uns als Ehrenamt 2. Klasse ansieht und behandelt. Dies werden wir an alle politisch Verantwortlichen in Hessen herantragen, um deutlich zu machen, das es keinen Sinn macht, dieses große, kostenfreie Potential für den Naturschutz in Hessen ins Abseits zu stellen und links liegen zu lassen.

Neben all diesen Widrigkeiten zeigt aber der zu Jahresbeginn ausgewiesene Nationalpark Kellerwald-Edersee, das beharrliches, aktives und engagiertes ehrenamtliches Engagement trotz allem bei der Politik etwas erreichen kann. Dies sollte uns Hoffnung geben und Ansporn sein weiterzumachen und nicht locker zu lassen. Neue Erfolge und der Erhalt unserer hessischen Fauna und Flora werden unser Lohn für unsere Arbeit sein.

Jörg Nitsch
Vorstandssprecher

zum Seitenanfang

Landesdelegiertenversammlung am 27. März 2004 in Frankfurt

Projekt zur Nachwuchsförderung beschlossen - Resolution für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Hessen verabschiedet - von Agrarminister Dietzel Zustimmung zur Umsetzung der EU-Agrarreform gefordert - BUND-Netzwerk -Naturschutz initiiert - Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit gegen den Flughafenausbau verabredet

Mehr als 100 Delegierte aus allen Regionen Hessens fanden am letzten Samstag im März bei strahlendem Sonnenschein den Weg nach Frankfurt zur diesjährigen Landesdelegiertenversammlung.
Zwar fanden es einige Teilnehmer bedauerlich, dass der geräumige Saal im Saalbau-Bürgerhaus Griesheim kein Tageslicht hatte, aber bunte Primeln auf den Tischen und ein üppiger Blumenschmuck auf der Bühne sorgten zumindest für etwas Farbe und ließen die Delegierten die künstliche Beleuchtung besser ertragen. Einhellig zufrieden äußerten sich die Delegierten allerdings über die Qualität des Mittagessens, hergestellt und geliefert vom Öko-Party-Service Safran aus Giessen, der für seine Gerichte ausschließlich fair gehandelte Produkte und Produkte aus dem ökologischen Anbau verwendet.

Wieder einmal bestätigte sich: Ist für das leibliche Wohl gut gesorgt, lässt es sich konzentriert arbeiten.

Schwerpunktthemen dieser Landesdelegiertenversammlung waren die Nachwuchsförderung und die Nachwuchsarbeit im BUND und in der BUNDjugend. Mirko Seffzig, ehemaliger Freiwilligenkoordinator der BUNDjugend, zeigte auf, was für die BUND-Aktiven vor Ort lange schon bekannter Alltag ist. Zwar nimmt das ehrenamtliche Engagement insgesamt in der Bevölkerung (auch bei jungen Menschen) nicht ab, aber die Art und Weise wie Menschen sich engagieren (wollen), ändert sich. Für Naturschutzprojekte und Aktionen sind eher Mitstreiter zu finden als für die Übernahme des Amtes der Vorsitzenden oder des Kassenwarts. Der BUND müsse auf diese Herausforderung angemessen reagieren und sich für das Engagement von Mitgliedern wieder „attraktiver“ machen. Grundlage dafür sei, dass freiwilliges Engagement im BUND geplant, organisiert und koordiniert wird. Um Engagement z.B. bei der BUNDjugend zu stärken, schlug Mirko Seffzig u.a. vor, ein Fortbildungsangebot für Ehrenamtliche zu gestalten, konkrete Aktivitäten als Einstieg anzubieten (z.B. Aktionen mit der Gentomate, Seminare oder Veranstaltungen) und das BUNDjugend-Netzwerk durch einen Aktivenpool und eine verbesserte Kommunikation zu stärken. Abschließend appellierte Mirko Seffzig an die Delegierten, dass BUND und BUNDjugend ihre unterschiedlichen Potentiale für Engagement stärker gemeinsam nutzen sollten, denn "BUNDjugend und BUND sitzen in einem Boot und können viel voneinander profitieren."

Florian Schaumberg von der Landesjugendleitung der BUNDjugend stellte bei seiner Präsentation anhand von einigen Fotos die vielfältigen Aktivitäten der BUNDjugend in Hessen dar (siehe auch Seminar- und Freizeitenprogramm der BUNDjugend auf Seite ). Ob Kinder- und Jugendgruppen, die Seminarreihe "Ökoführerschein", die Mitwirkung am Jugendkirchentag oder die Demo gegen Autoverkehr bei der Ferienfreizeit auf Sylt, die Ehrenamtlichen der BUNDjugend sind vielfältig aktiv und führen Kinder und Jugendliche an den BUND heran. Florian Schaumberg äußerte für die Landesjugendleitung der BUNDjugend den Wunsch, dass Orts-, Kreis- und Jugendgruppen im BUND gestärkt, dass neue Einstiegsangebote zum Mitmachen entwickelt und dass vielfältige Möglichkeiten zum Engagement für Jung und Alt im BUND geschaffen werden können. Abschließend bat Florian Schaumberg die Delegierten um Unterstützung des Antrages für ein zweijähriges Modellprojekt zur Nachwuchsförderung im BUND Hessen. Im Rahmen des Projektes sollen u.a. Mitmach-Einstiegsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt und umgesetzt, Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote geschaffen, Schulungsangebote für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung eingeführt und neue BUNDgruppen gegründet werden. Grundsätzlich begrüßten die Delegierten den Antrag, sahen aber keine Möglichkeiten, das Projekt aus BUND-eigenen Mitteln zu finanzieren. Die Delegierten erteilten dem Landesvorstand den Arbeitsauftrag, gemeinsam mit den Kreisverbänden und der BUNDjugend nach Möglichkeiten zu suchen, das Projekt über Drittmittel zu finanzieren und umzusetzen.

Guido Hahn schließlich stellte den Delegierten die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Ortsverbandes Schwalm-Eder-Süd vor. Mit Hilfe einer Honorarkraft und mit tatkräftiger Unterstützung der im Ortsverband ehrenamtlich Aktiven bietet der BUND für Kinder und Jugendliche z.B. Radtouren zu Naturschauspielen, Besuche bei einem ökologisch wirtschaftenden Bauernhof oder Fledermausexkursionen an. Darüber hinaus gibt es aber auch eine feste Jugendgruppe, die sich unter Leitung der Honorarkraft regelmäßig zum Basteln oder zu Naturspielen trifft. Guido Hahn warb bei den Delegierten dafür, sich in ihren Orts- und Kreisverbänden ebenfalls für die Nachwuchsarbeit zu engagieren. Seine Motivation sei aus der Einsicht erwachsen, dass der BUND vor Ort stärker interessante und populäre Projekte voranbringen müsse, weil praktische Projekte den Zusammenhalt in der Gruppe fördern, gute Möglichkeiten für eine positive Öffentlichkeitsarbeit bieten und zu einem guten Image des Ortsverbandes beitragen.

Einstimmig verabschiedeten die Delegierten eine Resolution für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Hessen. Die kleinräumigen hessischen Strukturen lassen keine Koexistenz von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik zu, ohne das Risiko einzugehen, dass sich gentechnisch veränderte Organismen auch auf die Felder ausbreiten, die eigentlich gentechnikfrei bleiben sollen. Die Agrogentechnik bringt ungeklärte Risiken für Anwender, Umwelt und Verbraucher mit sich und darf deshalb in Hessen nicht zum Einsatz kommen. Mit der Resolution fordert der BUND alle Landwirte auf, auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtungen möglichst viele gentechnikfreie Zonen in Hessen einzurichten. An den Hessischen Bauernverband appelliert der BUND, sich an einem breiten Bündnis der Landwirtschaft, der Imker, der Verbraucher sowie der Umweltverbände zu beteiligen, um eine gentechnikfreie Zukunft für die hessische Landwirtschaft zu sichern.

Mit sehr großer Mehrheit stimmte die Delegiertenversammlung einem Antrag des Landesvorstands zu, in dem Landwirtschaftsminister Dietzel aufgefordert wird, sich bei den Verhandlungen über die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland für Nachbesserungen im Sinne einer sozial-, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft einzusetzen. Kern der EU-Agrarreform von Juni 2003 ist die Entkopplung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen von der Produktion. Bisher richtete sich die Höhe der Direktzahlungen danach, wie viel einer prämienberechtigten Kultur (z.B. Getreide, Ölsaaten, Mais, nicht aber Grünland oder Ackerfutterbau) der Landwirt anbaut oder wie viele prämienberechtigte Tiere (z.B. Bullen, nicht aber Milchkühe) er hält. Nun wird für die Direktzahlungen nicht mehr ausschlaggebend sein, was der Landwirt erzeugt, sondern wie ein Landwirt wirtschaftet: ob er Mindestkriterien aus den Bereichen Verbraucher-, Umwelt-, Tierschutz einhält und ob er seine Flächen in einem "guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand" erhält. Die Zahlungen werden somit nicht nur von der Produktion entkoppelt, sondern gleichzeitig an Standards gekoppelt (cross-compliance). Diese Neuorientierung bei den landwirtschaftlichen Direktzahlungen hat der BUND gefordert und begrüßt. Am 28. Januar 2004 hat das Bundeskabinett den von Agrarministerin Künast eingebrachten Gesetzentwurf zur Umsetzung der Europäischen Agrarreform beschlossen.
Minister Dietzel spricht sich leider in Übereinstimmung mit dem Bauernverband gegen das nun vorgesehene Flächenprämienmodell aus, sondern befürwortet statt dessen das sogenannte Betriebsprämienmodell. Danach würde jeder landwirtschaftliche Betreib auch in Zukunft so viel Fördergeld als Pauschalzahlung bekommen wie bisher (gemessen am Zeitraum 2000-2002). Die Prämien wären zwar nicht mehr an die Produktion gebunden, aber die Gewinner wären immer noch dieselben. Zurzeit gehen rund vierzig Prozent der Beihilfen an nur zwei Prozent der Betriebe. Das Flächenmodell sieht demgegenüber vor, dass bundesweit Landwirte für jeden Hektar landwirtschaftliche Fläche die gleiche Prämie erhalten sollen. Der BUND begrüßt diesen Plan, fordert jedoch weitere Anpassungen. Bund und Länder müssen in den kommenden Wochen die Spielräume der EU-Agrarreform für die Förderung einer multifunktionalen Landwirtschaft nutzen. Wenn sie sich nicht auf eine rasch wirksame Umverteilung und auf nennenswerte Umweltauflagen einigen, wird sich die Gesellschaft zu Recht fragen, ob sie sich die Agrarsubventionen überhaupt noch leisten soll, wenn auch zukünftig die Betriebe profitieren, die mit ihrer intensiven Produktion das Grundwasser belasten, die Bodenerosion vorantreiben, Millionen von Tieren wie Industrieprodukte behandeln und Landschaften zerstören - während umweltfreundlichere bäuerliche Betriebe aufgeben müssen.

Ebenfalls einstimmig haben die Delegierten beschlossen, dass innerhalb des BUND-Hessen ein "Netzwerk Naturschutz" verankert werden soll, das die örtlichen und regionalen Initiativen des BUND zusammenführt und über den BUND hinaus gemeinschaftliche Initiativen unterstützt, die Naturschutzprojekte voranbringen. Durch konkrete Maßnahmen und Projekte im Biotop- und Artenschutz, aber auch mit Nachhaltigkeitsprojekten bei ressourcenschonender Nutzung in Land- und Forstwirtschaft soll deutlich gemacht werden, dass es auch anders geht. Naturschutz zum Anfassen und Mitmachen, Unterstützung bei regionalen Vermarktungsinitiativen sowie bei der Umstellung einzelner Betriebe auf Ökolandbau, konkrete Umsetzungsmaßnahmen vor Ort und aktive Öffentlichkeitsarbeit sollen zentrale Schwerpunkte des Netzwerkes Naturschutz sein. Angesichts der von der Hessischen Landesregierung betriebenen Politik zum Naturschutz in Hessen, die insbesondere durch den Abbau der gesetzlich geregelten Mitwirkungsrechte des ehrenamtlichen Naturschutzes, die ständige Reduzierung der Finanzmittel für den Naturschutz, den Verzicht auf Ausweisung von weiteren Naturschutzgebieten als Kernflächen eines landesweiten Biotopverbundes und die immer weitergehende Aushöhlung des gesetzlichen Schutzes durch Rücknahme von Schutzvorschriften im Hessischen Naturschutzgesetz gekennzeichnet ist, muss das Netzwerk Naturschutz als Gegenstrategie der wirklich am Naturschutz Interessierten aufgebaut werden.

Einig waren sich die Delegierten darin, dass der Kampf des BUND gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens und damit gegen die Zerstörung von Natur- und Erholungsgebieten sowie gegen die Zunahme der Verlärmung der Wohngebiete erheblicher Anstrengungen aller BUND-Aktiver und der Unterstützung der Bevölkerung bedarf. Insbesondere soll deshalb die Öffentlichkeitsarbeit mit Plakaten, Handzetteln, Anzeigen, Veranstaltungen und vielem mehr intensiviert werden, um gegen das lebensraumzerstörende Projekt der FRAPORT zu informieren und den Widerstand weiter zu mobilisieren.

Noch immer schien die Sonne, als die Versammlung schließlich um 17.30 Uhr von Versammlungsleiter Georg Niedermeyer geschlossen wurde, so dass die Delegierten doch noch ein wenig Tageslicht genießen und sich an den ihnen geschenkten Primeln erfreuen konnten.

mr

zum Seitenanfang

Aktion Stromwechsel für Klimaschutz und Atomausstieg

Wir rufen alle Mitglieder auf: Machen Sie mit!

Uns allen ist bekannt, dass die Klimaänderung, die Ressourcenverknappung und die Gefahren der Atomenergienutzung die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien verlangen.

Zeigen doch regelmäßige Störfälle und Vorkommnisse in den beiden Blöcken des Atomkraftwerkes Biblis, aber auch in anderen deutschen Atomkraftwerken - Atomkraft ist extrem unsicher und gefährdet das Leben von Millionen Menschen.
Aber auch die Nutzung von Kohlestrom verursacht große Probleme. Die Emissionen von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken bedrohen das Weltklima. Die Temperaturen steigen auffällig, Naturkatastrophen wie Dürre und Überschwemmungen häufen sich. Fast 40% der CO2-Emissionen in Deutschland kommen aus der Stromproduktion.
Wer hier nicht tatenlos zusehen möchte, sondern seinen privaten Atomausstieg realisieren und das Klima durch eigenen Verzicht auf den Bezug von Kohlestrom schützen will, der kann etwas tun, nämlich auf Ökostrom umsteigen.

Mit unserer Aktion "Stromwechsel für Klimaschutz und Atomausstieg" zeigen wir Ihnen wie es geht.
In einem Faltblatt, das Sie in der Landesgeschäftsstelle bestellen können, haben wir alles Wichtige für Ihren Stromwechsel aufgeschrieben.
Wir sagen Ihnen was "Grüner Strom" ist, wie sie ganz einfach ihren Stromlieferanten wechseln können und empfehlen Ihnen Anbieter mit der Zertifizierung "Grüner Strom Label". Und ganz wichtig: Wir zeigen, wie Sie wechseln und trotzdem Geld sparen können.

Auch wenn man "Grünen Strom" bestellt, ist Stromsparen immer sehr sinnvoll, denn: Der "grünste Strom", den es gibt, ist der, den man nicht verbraucht!

Dieser "Einsparstrom" ist meist auch der preisgünstigste Strom - denn die Installation von sparsamen Geräten, Abschaltung von unnutzem Stand-By-Strom, effiziente Beleuchtung und Pumpen rechnet sich in wenigen Jahren. In allen Haushalten bestehen Einsparmöglichkeiten von 20-30% des Stromverbrauchs. Damit kann auch soviel Geld gespart werden, dass beim Bezug von "Grünem Strom" insgesamt keine Mehrkosten entstehen. In unserem Faltblatt finden Sie Beispiele.

Machen Sie mit bei unserer Aktion Stromwechsel für Klimaschutz und Atomausstieg:

  • Kohle- und Atomstrom ab(be)stellen!
  • Öko-Strom kaufen!
  • Klimaschutz im Handumdrehen!
  • Geld sparen durch Strom sparen!
zum Seitenanfang

Großes Schaffest am Grünen Band

bei Dietmar Weckbach, dem Schäfer der BUND-Rhönschafherde

Wann?
Am 27.7.2004 ab 10 Uhr vormittags bis in den Abend hinein

Wo?
In Ehrenberg/Wüstensachsen in der Rhön. Genauer gesagt auf dem Gelände der Stallungen von Schäfer Weckbach. Hier befinden sich die Rhön-Schafe des BUND Hessen.

Wer lädt ein?
Schäfer Weckbach, der Kronenwirt Krenzer aus Seiferts, der BUND Landesverband Hessen und die Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön.

Was erwartet Sie?
Ein Frühschoppen, eine morgendliche Erlebniswanderung mit dem BUND, ein deftiges Mittagessen mit Lammsteaks, Lammbratwürsten, Salaten und vielem mehr. Schäfer Weckbach und der Kronenwirt Krenzer tischen auf, natürlich alles aus ökologischer Produktion. Nachmittags zeigen Schäfer Weckbach und seine Hütehunde ihr Können. Mit von der Partie sind einige hundert BUND-Rhönschafe. Für Kinderbelustigung sorgen die Ranger des Biosphärenreservats.

BUND-Erlebnis-Wanderung:
Start ist um 10 Uhr am Weckbachschen Schafstall. Auf verschlungenen Pfaden geht es zum nah gelegenen Grünen Band. Dabei queren wir naturnahe Bachläufe, wandern durch bunte Wiesen und folgen den alten Steigen der Rinderhirten. Am Dreiländereck haben wir, mit ein bisschen Glück, die Gelegenheit "Auerochsen" zu beobachten. Danach geht es durch eine der Kernzonen des Biosphärenreservats, in der die Natur sich selbst überlassen ist. Gegen 12 Uhr 30 sind wir wieder am Schafstall, wo uns das Mittagessen erwartet. Länge der Wanderung ca. 8 km. Dauer: ca. 2 ½ Stunden. Charakter: zum Teil schmale steinige Pfade. Für Kinder ab 12 Jahre geeignet.

zum Seitenanfang

Einladung zur Jahreshauptversammlung des BUND KV Bergstraße

Jahreshauptversammlung des BUND Kreisverbandes Bergstraße
Freitag, den 09. Juli 2003, um 19.30 Uhr
Hotel Schlossberg (gegenüber Bahnhof)
Kalterer Str. 1, 64646 Heppenheim

Liebe BUND-Freunde,
hiermit lädt der Kreisvorstand alle Mitglieder des BUND-Kreisverbandes Bergstraße recht herzlich zur Jahreshauptversammlung ein:

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit
  2. Beschluss der Tagesordnung
  3. Bericht des Vorstandes
  4. Bericht des Kassenwartes
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Aussprache zu den Punkten 3 bis 5
  7. Entlastung des Vorstandes und des Kassenwartes
  8. Wahl der Kassenprüfer
  9. Wahl der Landesdelegierten
  10. Beschluss über Beitragsanteile der OVs hinsichtlich der ordentlichen Mitglieder
  11. Beschluss über Beitragsanteile der OVs hinsichtlich der Fördermitglieder
  12. Rückblick Hessentag 2004
  13. Verschiedenes
  14. Fachvortrag zu einem aktuellen umweltpolitischen Thema. Näheres wird in der Tagespresse bekannt gegeben.


für den Kreisvorstand
Thomas Burggraf

zum Seitenanfang

BUNDjugend im BUNDmagazin 2/2004

Bericht der JVV

Am 13. und 14. März fand unsere Jugendvollversammlung in Friedrichsdorf im Taunus statt. Es trafen sich die Landesjugendleitung mit den interessierten und aktiven BUNDjugendlichen. Nachdem wir die Tagesordnung festgelegt hatten, fingen wir auch gleich an mit der Arbeit.

Als Themen besprachen wir unseren geplanten Aktionsstand auf dem JKT (Jugend Kirchen Tag ) in Wiesbaden und sammelten Ideen, was wir dort machen werden. Ein weiteres Thema war auch die bevorstehende Landes-Delegierten-Versammlung des BUND Hessen, die am 27.03.04 in Frankfurt stattfand und wo die BUNDjugend einen Antrag auf Nachwuchsförderung gestellt hat. Samstag abend wurde es dann gemütlich und Juri von der Landesjugendleitung stellte sein geniales BUNDjugend-Spiel vor, das super ankam. Wir hatten sehr viel Spaß dabei und beschlossen, das Spiel auch für unsere Freizeiten zu nutzen - gerade auch als Kennenlern-Spiel.

Am Sonntag begannen wir dann mit den Wahlen. Es wurde eine neue Landesjugendleitung und die neue Kassenprüferin gewählt. Außerdem mussten noch die Bundes- und Landesdelegierte gewählt werden. Die alte Landesjugendleitung ist zurückgetreten, bis auf Jan, der nicht anwesend war. Jan wird sein Amt noch bis Juni weitermachen, Juri und Florian wurden für ein Jahr wieder gewählt. Nach den Wahlen beendeten wir die JVV mit einem sehr guten Mittagessen.

Die JVV hat mir sehr viel Spaß gemacht und war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung . Und wer auch mal Lust hat bei der BUNDjugend mitzumachen, kann sich gerne bei mir melden - ich würde mich sehr darüber freuen - schreibt mir einfach eine Mail […]
Euer Florian.

BUNDjugend-GenAktion:"GENormt! GENial? GENug!"

10.-13. Juni, Wiesbaden

Vom 10.-13. Juni findet der zweite Jugendkirchentag - diesmal in Wiesbaden - statt. Die BUNDjugend möchte sich auch diesmal wieder mit einem Aktionsstand beteiligen. Dabei haben wir uns für das aktuelle und brisante Thema Gentechnik entschieden. Denn auf politischer Ebene werden gerade die Weichen für den Profit der Gentechnik-Lobby gestellt und wichtige Gesetze zur Gentechnik verabschiedet, die uns alle betreffen.
Zum einen geht es um die Kennzeichnungspflicht von gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln, die nach Meinung der BUNDjugend viel zu kurz greift, und zum anderen um die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft, die eine Bedrohung für den ökologischen Landbau darstellt. Doch wir wollen das unser Essen sauber bleibt!

Deshalb wollen wir viele Jugendliche auf das Thema aufmerksam machen. Dazu werden wir eine Riesen-Gentomate einsetzen und einen richtig bunt-kreativen Aktionsstand haben.

Hast du Lust, den Stand mit zu gestalten und/oder zu betreuen (auch zeitweise möglich) ? Dann melde Dich bei uns!
Für alle, die mitmachen wollen, gibt es ein Vorbereitungstreffen:
Samstag, 24. April ab 10 Uhr in unserer Landesgeschäftsstelle in Frankfurt-Niederrad.

Wer weitere Informationen zu dem Thema haben möchte, kann bei uns außerdem den Reader zur Aktion anfordern.

Ernährung und Landwirtschaft in der Kiste

Die Ausstellung der BUNDjugend "Ernährung und Landwirtschaft" wurde um zwei Kisten mit dem Themen "Fertigmahlzeiten" und "Zucker" erweitert. Sie umfasst jetzt 9 Kisten mit den Themen: Fleisch, Gentechnik, Fairer Handel, Fischfang, Fertigmahlzeiten, Bio-Konventionell, Zusatzstoffe am Beispiel Backwaren und "der eigene Beitrag".

Die Kisten enthalten im Innern jeweils eine anschauliche Darstellung des Themas durch Modelle und Bilder sowie einen Text auf der Deckelinnenseite. Oben auf dem Deckel ist jeweils ein Teller mit einer Lebensmittelplastik montiert, der zu Öffnen der Kisten animieren soll. Dazu gibt es einen Reader, der die Informationen der Ausstellung für die Betrachter zusammenfasst.

Die Ausstellung wird auf dem Jugendkirchentag in Wiesbaden (11.-13.06.) und dem Hessentag in Heppenheim (18.-26.06.) zu sehen sein. Sie kann darüber hinaus gegen eine Kaution und kleine Leihgebühr bei der BUNDjugend Hessen ausgeliehen werden.
Bei Interesse bitte Informationen anfordern bei BUNDjugend Hessen, Triftstr. 47, 60528 Frankfurt, Tel. 069/67 73 76 30, bundjugend.hessen @bund.net

Fortbildung

Wildnis schützen - Wildnis erleben
14.-16. Juni - Ferienzentrum "Albert Schweitzer", Nationalpark Kellerwald

Die BUNDjugend Hessen veranstaltet eine Fortbildung, bei der die Möglichkeiten und Grenzen von "Wildnis schützen - Wildnis erleben" anhand des konkreten Beispiels Nationalpark Kellerwald und anhand verschiedener methodischer Konzepte aufgezeigt werden sollen. Denn neben dem Schutz des Ökosystems gehört zum Aufgabenbereich eines Nationalparks auch die Umweltbildung der Bevölkerung und der Besucher/innen. Wie dies konkret im Kellerwald unter Beteiligung der Jugendumweltverbände umgesetzt werden könnte, soll Gegenstand der Diskussion sein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem HJR und den hessischen Landesverbänden von Waldjugend, Wanderjugend und Landjugend sowie der ANU statt.
Teilnahmenbeitrag: 40,-EURO, Anmeldeschluss: 28.Mai 2004.

Sommer, Sonne, BUNDjugend-Freizeiten!

In den Sommerferien finden bei der BUNDjugend jede Menge spannende, ökologische, spaßige...... Freizeiten für Kinder und Jugendliche statt:

  • 19.-30. Juli
    Riech mal - Nordsee....
    Hallig Hooge;
    330/315 EURO, 14-16 Jahre
    Die Aktivfreizeit an der guten Nordseeluft findet dieses Jahr auf Hallig Hooge statt. Wir verbringen unserer Zeit an der Sonne, am Meer, bei Kreativworkshops, auf Fahrradtouren, Wattexkursionen, einem Ausflug nach Amrum und vielem mehr.
          
  • 26. Juli - 5. August
    Mittelalter zum Anfassen
    Uhrinov/Tschechien;
    220/205 EURO, 12-14 J.
    In einem ursprünglich erhaltenen mittelalterlichen Dorf in den tschechischen Bergen leben wir wie in alten Zeiten. Wir probieren mittelalterliche Techniken aus, z.B. Weben, Töpfern, Schmieden und Färben mit Pflanzen aus dem eigenen Garten.
       
  • 31. Juli - 4. August
    Im Land der Elche
    Naturkundliche Floß- und Abenteuer-Freizeit Schweden;
    510/495 EURO, 15-22 J.
    Willst Du Dich mal wie Tom Sayer und Huckleberry Finn fühlen und auf einem Holzfloß den Fluss hinuntertreiben? Das kannst Du hier erleben und noch viel mehr auf der Trekkingtour durch den Nationalpark Trestiklan.
       
  • 15. - 25. August
    Watt'ne Sicht ...
    Nordsee-Freizeit Hallig Hooge;
    310/295 EURO, 11-13 J.
    Weite Sicht über Halligen und Inseln, Wechsel zwischen Meer und Watt, das Geschrei der Möven und Wattvögel, so können wir die Nordsee von ihrer schönsten Seite und als wertvollen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen erleben. Ein Ausflug nach Amrum bietet Gelegenheit zum Sandstrandbadespaß.
         
  • 16.-21. August
    Klettern und Künstlern Poppenhausen (Rhön);
    160/145 EURO, 14-18 J.
    Zum dritten Mal im Angebot: Sportliches Klettern in der "Steinwand" und fantasievolles Künstlern in reizvoller Natur und Landschaft, das eine intensive Auseinandersetzung mit den Farben und Formen der Natur in der Kunstwerkstatt im Freien ermöglicht.
          
  • 23. - 27. August
    Abenteuer Steinzeit Glauberg;
    125/110 EURO, 8-12 J.
    Wir gehen auf Zeitreise in die Steinzeit. Wie haben die Menschen damals Feuer gemacht und was haben sie gegessen? Was hatten sie an? Womit haben die Kinder gespielt? Und wie ging das mit der Mammutjagd?
          
  • 26. - 29. August
    Mit Ponys in die Natur Nordhessen;
    195/180 EURO,8-11 Jahre
    Vier Tage lang werden wir unter fachkundiger Leitung mit Ponys durch den Naturpark Kellerwald streifen. Jeweils zwei Kinder führen und reiten abwechselnd ihr Pony, das sie auch gemeinsam versorgen.

Die reduzierten Teilnahmegebühren gelten für BUNDjugend-Mitglieder.