BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Hier finden Sie folgende Artikel aus den HESSENseiten im BUNDmagazin

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Landesdelegiertenversammlung am 16. März 2002

Rücknahme des Entwurfs für ein neues Naturschutzgesetz gefordert

Solidarität mit dem Widerstand gegen die Autobahnplanung A 44 Kassel - Eisenach bekundet

"Aufbruch von unten" für ein zukunftsfähiges Hessen unterstützt


"Die notwendige Wende zu einer zukunftsfähigen Lebensweise muss von unten kommen - von Menschen, die zeigen, dass es möglich ist, anders zu leben als bisher. Und sie muss von innen kommen - von Menschen, die an sich selbst erfahren, dass es besser ist, anders zu leben als bisher. Schaffen wir gemeinsam eine gesellschaftliche Bewegung für einen kulturellen Aufbruch in eine nachhaltige, solidarische und sinnerfüllte Lebensweise!" Mit diesem Appell wandte sich Gerhard Breidenstein von der Initiative für eine Basisbewegung "Aufbruch - anders besser leben" in seinem Gastreferat an die 120 Delegierten im Bürgerhaus Griesheim in Frankfurt. Die Initiative möchte Menschen motivieren, ihre Eigenverantwortung für eine nachhaltigere und zukunftsfähigere Lebensweise wahrzunehmen. Wichtiger Bestandteil ist die schrittweise Überprüfung und ökologische Umgestaltung des eigenen Konsumverhaltens. Hoffnung und Vision der Initiative ist es, in 10 Jahren 10% der Bevölkerung für diese Aufbruchs-Bewegung zu gewinnen.
Der Landesvorstand hat die Intention der Basisinitiative aufgegriffen und aus Anlass der diesjährigen Folgekonferenz "Rio +10 - Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg" einen "Aufbruch von unten" für ein zukunftsfähiges Hessen initiiert.
In seinem Leitantrag verweist der Landesvorstand darauf, dass 10 Jahre nach der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, in der sich die Staatengemeinschaft zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung bekannt und sich mit der Agenda 21 ein globales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert gegeben hat, die Umweltzerstörung ungebremst weitergeht, der Klimawandel sich bereits bemerkbar macht, das Artensterben sich beschleunigt hat und die Trinkwasserreserven knapp geworden sind. Von nachhaltiger Entwicklung ist die Staatengemeinschaft noch weit entfernt. Auch in Hessen ist nach Auffassung des Landesvorstands eine nachhaltige Entwicklung nicht in Sicht: Der Flächenfraß für Verkehrs-Großprojekte, Gewerbe und Siedlung geht ungebremst weiter, eine wirksame Klimaschutzpolitik findet nicht statt und die Agrarwende ist für Hessens Umweltminister eher ein Schimpfwort, aber keine Chance.
Die Landesdelegiertenversammlung unterstützt den Landesvorstand darin, dem BUND-Verständnis als Lobby für Natur und Umwelt entsprechend den politischen Druck auf die Landesregierung zu erhöhen, indem der BUND die politischen Entscheidungen verstärkt am Maßstab der Nachhaltigen Entwicklung messen wird .
Aufbruch von unten heißt für die Landesdelegiertenversammlung des BUND aber auch, die BUND-Mitglieder zu einem persönlich nachhaltigeren Verhalten zu motivieren. Der BUND wird in Hessen von 20.000 Menschen unterstützt, das sind 20.000 potentielle Mitstreiter für eine nachhaltigere Lebensweise mit weniger Energieverbrauch, umweltbewussterer Mobilität und mehr Ökoprodukten.
Um ein Zeichen zu setzen und mit gutem Beispiel voranzugehen, haben sich die Mitglieder des Landesvorstands und viele Teilnehmer der Landesdelegiertenversammlung verpflichtet, ihr privates Konsumverhalten zu überprüfen und schrittweise ökologisch nachhaltiger zu gestalten. Über die Erfahrungen der Mitwirkenden soll in den nächsten Wochen und Monaten auf der Internetseite des BUND-Hessen www.bund-hessen.de berichtet werden.

Jörg Nitsch hat in seinem Vorstandsbericht einige Beispiele für einen nicht nachhaltige Politik der Landesregierung aufgegriffen: Der Ausbau des Frankfurter Flughafens widerspricht dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung , weil immer noch auf grenzenloses Wachstum gesetzt wird, obwohl die Belastungen für Menschen und Natur bereits jetzt vielfach unerträglich sind.
Das Festhalten an der Atomkraftnutzung ist nicht nachhaltig, da die Gefahr der atomaren Katastrophe besteht , das Atommüllproblem seit 40 Jahren ungelöst ist und auf Jahrzehntausende bestehen bleibt. Ein weiteres Beispiel für eine nicht nachhaltige Politik ist die von der Landesregierung mit der Novellierung des Hessischen Naturschutzgesetzes beabsichtigte Schwächung des Naturschutzes auf allen Ebenen (siehe Hessenseiten im BUNDmagazin 1-02). Die Landesdelegiertenversammlung kritisiert das Vorhaben der Landesregierung insbesondere für die vorgesehene Abschaffung der hessischen Verbandsklagemöglichkeit und fordert die Rücknahme und grundlegende Überarbeitung des in den Landtag eingebrachten Gesetzesentwurfes. Auch die deutliche Bevorzugung des Straßenverkehrs gegenüber dem ÖPNV durch die Landesregierung ist Zeichen für eine fehlende Nachhaltigkeitspolitik in Hessen. Die vom BUND im Bereich Hessisch Lichtenau beklagte Planung der Autobahn A 44 Kassel-Eisenach stellt den aktuell größten Eingriff in Natur und Landschaft in Hessen dar. Die Landesdelegiertenversammlung reagiert auf die jüngsten speziell gegen den BUND gerichteten Demonstrationen von Autobahnbefürwortern vor Ort und erklärt sich mit den Aktiven des BUND vor Ort, speziell des Kreisverbandes Werra-Meißner, solidarisch in ihrem bisherigen und künftigen Widerstand gegen die A 44-Planung.

Zur Verbandsentwicklung konnte Jörg Nitsch erneut über eine erfolgreiche Mitglieder- und Fördererwerbung im vergangenen Jahr berichten. Der BUND Hessen hat sich nach einer schwierigen Phase in den 90er Jahren gefestigt und finanziell konsolidiert. Mit über 20.000 Mitgliedern und Fördern können die Pflichtaufgaben aus den Mitgliedsbeiträgen bestritten werden. Dies sichert die politische Unabhängigkeit. Die Anstrengungen in der Mitgliederwerbung müssen aber fortgesetzt werden, damit auch die noch unerledigten Aufgaben zukünftig angegangen werden können.

Michael Rothkegel
Landesgeschäftsführer

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Vogelschlaggefahr bei Realisierung einer Landebahn im Kelsterbacher Wald

Ausbau des Frankfurter Flughafens

Vogelschlaggefahr bei Realisierung einer Landebahn im Kelsterbacher Wald durch die Fraport AG drastisch unterschätzt

BUND-Zählung weist nach, dass bis zu 20 Vögel pro Minute die Einflugschneise kreuzen


Mit Hilfe eigener Vogelzählungen hat der BUND Hessen die hohe Vogelschlagproblematik einer neuen Nordwestbahn im Kelsterbacher Wald am Frankfurter Flughafen verdeutlicht. Auf einer Pressekonferenz kurz vor Beginn des Erörterungstermins zum geplanten Flughafenausbau hat der BUND die Ergebnisse seiner Erhebungen präsentiert. Thomas Norgall, Naturschutzreferent des Landesverbandes, hatte die Vogelbewegungen bei Stichproben im Vorjahr und etwa einstündigen wöchentlichen planmäßigen Zählungen in diesem Jahr erhoben. Anlass für diese eigenen Vogelzählungen war, dass bereits bei der Prüfung der Raumordnungsunterlagen durch den BUND festgestellt wurde, dass Fraport die Kollisionsgefahr zwischen den landenden Flugzeugen und den zahlreichen Vögeln, die besonders im Winterhalbjahr den Main entlang fliegen, ignoriert hatte.

Nach den Erhebungen von Thomas Norgall ist davon auszugehen, dass bis zu 20 Vögel pro Minute den Landeanflug über dem Main kreuzen werden und Vergrämungsmaßnahmen nicht vorstellbar sind. Diese Fakten erzwingen für den BUND deshalb eine grundlegende Neubewertung der Problematik und vor allem neue Untersuchungen. Das offizielle Fraport-Vogelschlaggutachten ist vom BUND als unbrauchbar kritisiert worden, da nur rastende, d.h. sitzende Vögel gezählt wurden. Saatkrähen wurden z. B. im Bereich der Eddersheimer Staustufe vom Fraport-Gutachter gar nicht registriert. Die häufigste Vogelart am winterlichen Main, die Lachmöwen, fehlte im Gutachten für den Monat November ganz und wurde für Dezember mit nur wenigen Einzeltieren angegeben.

Thomas Norgall kam zu ganz anderen Ergebnissen. So durchflogen am 14.2.02 die künftige Kreuzungslinie mit dem Landeanflug 123 Lachmöwen in nur 15 Minuten, das entspricht einer Rate von mehr als 8 Möwen pro Minute. Zwei Wochen früher haben 659 Saatkrähen innerhalb von 45 Minuten die Zähllinie passiert, dies ergibt eine Rate von mehr als 14 Krähen pro Minute. Drei Stichproben in der Zeit von Ende Januar bis zum 10. März des Vorjahres, bei denen zwischen Flörsheim und Hochheim nur die über dem Main pendelnden Lachmöwen gezählt wurden, erbrachten 12,5, 10,9, und einmal sogar 20,8 Vögel pro Minute. Die Mehrzahl der Vögel fliegt zwar unterhalb der geplanten Kreuzungshöhe, doch steigen Lachmöwen und Saatkrähen je nach Witterung regelmäßig in Höhen bis 150 Meter auf, um dann auf entsprechenden Luftschichten zu gleiten. Bei den festgestellten hohen Dichten ist die Gruppenbildung normal und ein Teil der Vögel fliegt immer höher als die anderen. Die Vogelschlagstatistik des Frankfurter Flughafen verzeichnet laut Fraport-Gutachten schon heute Kollisionen mit Lachmöwen bis in eine Höhe von 500 m.

In den Jahren 1995 und 1996 kamen weltweit 79 Menschen durch Vogelschlag ums Leben, 12 Flugzeuge wurden völlig zerstört. Vogelschlag ist vor allem dann ein Problem, wenn mehrere Vögel gleichzeitig von den Turbinen angesaugt werden und so Triebwerkausfälle verursachen. Sekunden vor der Landung ist aber auch schon der Ausfall eines Triebwerks ein erhebliches Risiko. Möwen und Krähen, die auch am Main häufig sind, gehören zu den besonders problematischen Arten. Unmittelbar südlich des gerade vom Regierungspräsidium vorgeschlagenen EU-Vogelschutzgebietes "Eddersheimer Staustufe" sollen die Flugzeuge den Main bei der Fraport-Vorzugsvariante in Spitzenstunden im Takt von ein bis zwei Minuten in nur 120 m Höhe überfliegen.

Der BUND hat zur abschließenden Beurteilung der Fragestellung ganzjährige Zählungen der tatsächlichen Vogelflüge - mindestens - am Main gefordert. Ob der Bau einer neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen nach diesen Erkenntnissen überhaupt verantwortbar ist, kann abschließend erst nach Auswertung der Erhebungen beurteilt werden.

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Neues von der BUNDjugend

Das Wichtigste von der Frühjahrs-JVV:

Die BUNDjugend Hessen hat eine neue Landesjugendleitung (kurz LaJuLei). Johannes Ludwig zieht endgültig nach Berlin und hört nach 1 ½ Jahren auf. Dabei geblieben sind Sebastian und Frauke. Neu dabei sind nun Anna von Laer und Verena Ploenes.
Gemeinsam haben wir viele neue Ideen, Aufgaben und Projekte. Ende Mai werden wir am Jugendkirchentag in Giessen unseren BiOase-Stand in ähnlicher Form wie beim Kirchentag in Frankfurt letztes Jahr aufbauen und ein nettes Bistro daraus machen. Die legendären "Schatzkisten" sind aber auch wieder dabei. Für August steht die große BIKE+10 Radtour von Heidelberg nach Göttingen auf dem Plan und nächstes Jahr wird die BUNDjugend 20 Jahre, was wir natürlich richtig groß feiern wollen. Natürlich wird es auch weiterhin die vielseitigen Freizeiten, Seminare und den Ökoführerschein geben. Außerdem gibt es viele Ideen für witzige, politische und massenbewegende Aktionen gegen Atomenergie, die wir schon bald umsetzen wollen.
All diese Sachen können und wollen wir gar nicht alleine machen und freuen uns auf Mithilfe!

Bike+10-was'n das?

Eine neues Projekt ist seit einiger Zeit in Berlin und ganz Europa im Gange, und es lohnt sich einen Blick darauf zu werfen! Nachdem diesen Sommer die Jugendklimaschutzkampagne "The Bet" erfolgreich beendet wurde, soll mit einer europäischen Sternradtour im August 2002 auf den im September stattfindenden Weltgipfel zur Nachhaltigkeit in Johannesburg, Südafrika, aufmerksam gemacht werden. Dort werden sich, zehn Jahre nach dem Weltumweltgipfel in Rio de Janeiro die Herren und Damen der Politik wieder zusammensetzen, um zu schauen, was denn so inzwischen geschehen ist. Nichts nämlich, und deshalb ist der Inhalt dieser Konferenz selbst auch noch völlig unklar. Damit sind wir von der Jugendkampagne "Bike+10" nicht einverstanden. Wir wollen nicht mit ansehen, wie das Thema Umwelt neben vielen anderen unterzugehen droht. Wir wollen uns auf keine Worthülsen verlassen, sondern aktiv werden! Deshalb planen wir für den Sommer eine zehntägige Radtour mit 500 umweltinteressierten Jugendlichen aus ganz Europa, plus ein viertägiges Endcamp in Göttingen. Dort werden vier bis fünf Fahrradrouten zusammenkommen, die nach derzeitiger Planung aus den Richtungen Dänemark/ Hamburg, Polen, Tschechien und den Niederlanden kommen. Diesen Routen wollen sich weitere Gruppen aus Portugal, Schweden und Frankreich anschließen. Die Aktivitäten der Tour und des Camps werden sich um das Thema Rio+10 und den gesamten Nachhaltigkeitsprozess drehen, in Form von Diskussionen, Workshops, Besuchen von und Zusammenarbeit mit aktiven Gruppen und konkreten Aktionen. Neben diesem Hauptthema wird es aber auch Workshops und Aktionen geben, die nur indirekt mit dem Johannesburgthema zu tun haben - Klimawandel, Verkehr... Natürlich soll der Spaß dabei nicht zu kurz kommen: Gitarrenabende, Konzerte, Spiele und vieles mehr werden auf die Teilnehmer der Fahrradtour warten. Die Gruppe in Deutschland versteht sich als ein unabhängiger Zusammenschluss, läuft aber unter der Trägerschaft von der BUNDjugend. Damit wir dieses ehrgeizige Projekt auf die Beine stellen können, bedarf es aber der engagierten Mitarbeit von vielen Menschen - vor allem an den Startpunkten und entlang der Routen brauchen wir noch Mithilfe und zahlreiche Teilnahme.
Ort: nach Absprache, denn es gibt verschiedene Routen und du kannst überall dazustoßen.
Zeit: 1. - 15. August 2002
Kosten: 90 € für EU-Bürger und 60 € für nicht EU-Bürger
Nähere Informationen und Anmeldung:
BIKE+10 Office
Rothenburgstraße 16
12165 Berlin
Tel. 030 79706610
Fragen & Ideen zur Hessen-Route: Frauke Quurck

Leben auf dem Bauernhof

Die BUNDjugend-Osterfreizeit

Vor Ostern hatte wieder eine Gruppe Kinder Gelegenheit auf dem Hutzelberghof Landleben zu genießen. Bei kaltem aber schönem Wetter mussten sie zum Teil schon früh um halb sieben aus den Federn, um die Kühe zu versorgen und zu melken. Nach dem Frühstück ging es in die Käserei, um die Milch zu verarbeiten. Die anderen Kinder hatten in der Zwischenzeit die Hühner, Gänse, Kaninchen, Schweine, Ziegen und Schafe gefüttert. Das Schwierigste war, die Gänse von ihrem Schlafquartier auf ihre Wiese zu treiben. Auch beim Schafsbock musste man etwas aufpassen, weil der einen ganz schön boxen konnte. Und natürlich bei der Muttersau mit ihren 13 Ferkeln, in diesen Stall durften wir nicht rein! Da aber nicht nur die Tiere, sondern auch wir Menschen Hunger hatten, wurde neben der Käserei von einer Gruppe Kinder Brot für die ganze Woche gebacken. Nebenbei entstanden ein paar Brötchen und Brezeln. Und auch beim Zubereiten des Mittagessens halfen die Kinder kräftig mit. So konnten wir den ersten Sauerampfer als Suppe genießen und die ersten grünen Kräuter als Grüne Soße zu Kartoffeln. Höhepunkt der Arbeiten war eine Kutschfahrt mit Daniel, dem Haflinger-Pferd. Nachdem eine Gruppe Weiden geschnitten hatte, setzen wir die Stecklinge in die Erde und machten aus Birkenreisig echte Harry-Potter-Besen. Auch Beete wurden umgegraben, Zwiebeln gesetzt und Radieschen gesät. Nachmittags bauten wir verschiedene Musikinstrumente und machten einen Ausflug nach Witzenhausen ins Tropenhaus der Uni Kassel. Das war mal eine Abwechslung zu sehen wie Kaffee, Bananen und Ananas wachsen und wie echte Kakaobohnen schmecken (brrr, bitter!). Und wir haben überlegt, wieviele Sachen, die wir täglich essen, doch von weit her aus den tropischen Ländern kommen. Auf dem Hutzelberghof gibt es dagegen kaum weite Wege, das meiste, was die Gruppen essen, wird auch auf dem Hof angebaut, ebenso das Futter für die Tiere.

Go(o)d days 2002

Auf dem diesjährigen Jugendkirchentag go(o)d days werden wir ein BUNDjugend-Bio-Bistro an bieten. Dort soll es -entgegen dem Fastfood-Trend - gesunde und ökologische Leckereien geben. Die Vorbereitung des Standes läuft auf Hochtouren: Unsere "BiOase der Erlebens" , die wir letztes Jahr für den Kirchentag in Frankfurt gebaut hatten, wird für den Jugendkirchentag umgestaltet und auch die "Schatzkisten" werden verbessert und wieder dabei sein. Mit leckeren Imbissen und Gerichten wollen wir den Jugendlichen, die den Kirchentag besuchen, gesunde und ökologisch sinnvolle Ernährung näher bringen. Lustige Aktionen, wie zum Beispiel ein Ernährungs-Quiz oder das "Schwungrad", werden den Stand nicht nur für Hungrige und Durstige zu einer attraktiven Anlaufstelle machen. Wir freuen uns über viele Helfer, die mit uns zusammen planen und den Stand betreuen wollen, aber natürlich auch auf zahlreiche Besucher!

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Nachrufe

Unser langjähriges aktives BUND-Mitglied Hedwig Hering ist am 12.1.2002 kurz vor ihrem 85. Geburtstag gestorben. Hedwig Hering hat sich um den BUND-Hessen große Verdienste erworben. Wir beide verbrachten viel Zeit zusammen im Umweltschutz in Nordhessen und auf Fahrten in der Bahn zu Vorstandssitzungen des BUND verbracht. Sie war 1983-85 als Regionalbeauftragte für Nordhessen Mitglied im Landesvorstand.
In Kassel gründete sie eine BUND-Geschäftsstelle, in der auch der Regionalwarenladen Schmanddibben unterkam, der eine Erfolgskarriere erlebt hat.
Mit Prof. Dr. Hardy Vogtmann organisierte Hedwig Hering Anfang der 80-er Jahre in Rotenburg ein überaus erfolgreiches Seminar über ökologischen Garten- und Landbau.
Als Kreisvorstandsmitglied hat für die Kreisverbände Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg eine Reihe von Grundstückskäufen getätigt und die Gelder dafür besorgt.
In der Arbeitsgemeinschaft gegen die Schnellbahn Hannover-Würzburg setzte sie sich 1982 - 88 für eine andere Trassenführung ein, die Hessen auf der Schiene erschließen sollte und keine reine Hochgeschwindigkeitsbahn durch Berg und Tal sein sollte.
Viele Stellungnahmen zu Planfeststellungsverfahren, Flurbereinigungsverfahren, Bebauungsplänen usw. verfasste sie gemeinsam mit ihrer Tochter und sie nahm an unzähligen Behördenterminen für den BUND teil.
Besonders am Herzen lag ihr seit Beginn der 80-er Jahre der Amphibienschutz, zu dem sie Anlagen initiierte und um deren wissenschaftliche Begleitung sie sich kümmerte.
Ihr Wegzug nach Bremen hinterließ Lücken im BUND Hessen. Hedwig Herings Engagement und die persönliche Zusammenarbeit mit ihr, einer Pionierin der hessischen Umweltbewegung, wird nicht nur in den nordhessischen Kreisverbänden, sondern auch in den Betonbehörden, mit denen sie sich angelegt hat, unvergessen bleiben.
Gerda Pfahl

Am 2.1.2002 verstarb nach langer Krankheit im Alter von 48 Jahren Udo Herwig, aktives Mitglied im BUND Kreisverband Kassel. Udo war, bevor er nach Kassel kam, schon jahrelang für den BUND in Köln aktiv. Im Kreisverband Kassel war Udo bis zu seiner Krankheit im Kreisvorstand aktiv und auch zwei Jahre lang dessen Kreisvorsitzender. Wir verlieren mit Udo einen engagierten Mitstreiter für die Ziele unseres Verbandes und damit einen wertvollen Aktiven für Umwelt und Naturschutz. Wir werden Udo, der mit seiner Arbeit und seinem Humor sehr geschätzt wurde, sehr vermissen.
Otto Löwer

Am 11.November 2001 ist Lothar Lehmann im Alter von 52 Jahren gestorben. Der BUND verlor einen langjährigen, qualifizierten Kollegen und Vorstandsmitglied im Kreisverband Sein Wirken seit fast 20 Jahren war wertvolle Mitarbeit.
Lothar Lehmann hat für den BUND im Zweckverband "Naturpark Hochtaunus", dem Landschaftspflegeverband, dem städtischen Naturschutzbeirat Bad Homburg sowie in den § 29-Beteiligungsverfahren langjährig mitgearbeitet. Sein Wissen in den Verbandsstrukturen des BUND hat viel Nutzen geschaffen, von dem wir noch lange zehren können.
Herausragend zu nennen sind die Mitbegründung der Bürgerinitiative "Rettet den Dorn- und Heuchelbach (vor der U-Bahnverlängerung, 1987), seine wissenschaftlichen Arbeiten zum Erhalt der Röderwiesen und zur Schaffung der Naturschutzgebiete im Kirdorfer Feld
Er leistete wichtige Arbeiten zum Programm "Streuobstwiesen", zur Verkehrsberuhigung der Kaiser-Friedrich-Promenade (Gutachten) sowie zum Widerspruch gegen den Eschbach-Ausbau. Wir Freunde der Erde, der BUND, ehren und beachten das Wirken des Verstorbenen in besonderer Weise, wir entbehren ihn sehr.
Dieter Damerow

Quelle: http://www.bund-hessen.de/aktiv_werden/hessenseiten_im_bundmagazin/archiv/2002/heft_2_2002/