Hier finden Sie folgende Artikel aus den HESSENseiten im BUNDmagazin

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während ich mir Gedanken zu diesem Editorial mache, in dem ich mich mit der BSE-Krise und der Agrarwende als Ausweg beschäftigen will, erreicht mich die Meldung von den Rücktritten der Minister Andrea Fischer und Karl-Heinz Funke. Die Versäumnisse und Fehler beider Politiker in der BSE-Krise und der Streit zwischen den Ressorts um die Notwendigkeiten des Verbraucherschutzes haben diesen Schritt sicher erfordert. Allerdings ist weder Frau Fischer noch Herrn Funke die Verantwortung für die Krise der Landwirtschaft allein zuzuschreiben. Die ehemaligen Gesundheits- und Landwirtschaftsminister der jetzigen Oppositionsparteien CDU/CSU dürfen sich durchaus auch verantwortlich fühlen.

Durch eine jahrzehntelange, von vielen Seiten betriebene, verfehlte Agrarpolitik wurden die Landwirte gezwungen, ihre Produktion ständig zu steigern. Dies gelang nur durch einem immer größeren Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln und eine industrialisierte Tierproduktion. Die zunehmende Intensivierung und Spezialisierung der Landwirtschaft hat die Konflikte mit dem Gesundheitsschutz, dem Ressourcenschutz und dem Naturschutz weiter verschärft. Belastungen des Grundwassers mit Pestiziden und Nitrat, der Verlust der Artenvielfalt und ein Einsatz von Energie für die Produktion, der größer ist als die Energie, die im Produkt enthalten ist, sind unübersehbare Zeichen für eine falsche und nicht nachhaltige Nahrungsmittelproduktion.

Den Landwirten hat diese Entwicklung noch am wenigsten genutzt. Das Höfesterben und Arbeitsplatzverluste in der Landwirtschaft sind ebenfalls die Folge einer Agrarpolitik, die einseitig auf "wachsen oder weichen" setzt. Stetiger Preisverfall zwingt die Landwirte auch heute zu einer weiteren Steigerung der Produktivität. Kam 1950 noch die Hälfte des Umsatzes im Lebensmittelsektor den Landwirten zugute, heute ist es weniger als ein Fünftel.

Doch auch die Profiteure dieser verfehlten Agrarpolitik, Industrie und Handel, sind für das Desaster BSE mitverantwortlich. Mit immer neuen Dumpingpreisen für Lebensmittel tobt im Einzelhandel ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb. Qualität ist nebensächlich, nur der möglichst niedrige Preis zählt.

Und genau hier beginnt die Verantwortung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Gaben die Haushalte in den 50er Jahren noch über ein Drittel ihres Einkommens für Ernährung aus, sind es heute keine 15 Prozent mehr. Selbstkritisch müssen die Konsumenten sich nun fragen, ob man zu immer niedrigeren Preisen wirklich beste Qualität haben kann. Hinterfragt werden muss auch, ob unsere Nahrungsmittel wirklich so billig sind, wie es die Preise im Supermarkt suggerieren. Nach Angaben des Präsidenten des Bundesamtes für Naturschutz, Hartmut Vogtmann, gibt eine vierköpfige Familie in der EU 4.200 DM im Jahr für Lebensmittel aus. Dieselbe Familie hat aber auch schon 3.600 DM über Steuern in die Agrarpolitik der EU eingezahlt. Die Milliarden DM für Subventionen der Agrarindustrie, für die Beseitigung von Schäden sowie die Bedrohung unserer Gesundheit sind der wahre Preis für nur vordergründig billige Produkte.

Ein Umdenken ist nötig: Bei Politikern, der Agrarlobby, der Agrarindustrie, den Landwirten und bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Notwendig ist die Abkehr von der Massentierhaltung und von nicht artgerechten Zucht- und Transportmethoden, notwendig ist ein Konzept zum Ausbau und zur Unterstützung der Ökobauernhöfe, ein Einführungsprogramm für Bioprodukte und die Beseitigung umweltschädlicher Subventionen im Agrarbereich auf nationaler und auf EU-Ebene.

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund, der Verbraucherzentrale Hessen und der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen fordert der BUND eine Neuausrichtung der Agrarpolitik hin zum Ökologischen Anbau und eine Aufklärungs- und Informationskampagne für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Bundeskanzler Schröder hat dazu aufgerufen, die Krise zu nutzen, "um eine Perspektive für eine andere, verbraucherfreundliche Landwirtschaft zu entwickeln, also weg von den Agrarfabriken zu kommen". Jetzt kommt es darauf an, den großen Worten auch die richtigen Taten folgen zu lassen.

Michael Rothkegel

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Frankfurter Flughafen: BUND und NABU quittieren Wortbruch der Landesregierung mit dem Ausstieg aus dem Regionalen Dialogforum

BUND und NABU haben im Dezember ihre Mitwirkung im "Regionalen Dialogforum (RDF) Frankfurter Flughafen" beendet. Die Verbände begründeten ihren Ausstieg zum einen mit dem Wortbruch der Landesregierung bei der Umsetzung des sog. Mediationspakets, zum anderen mit dem Verhalten der Flughafen AG (FAG) im Genehmigungsverfahren.

Die Landesregierung hatte dem Ausbau im Landesentwicklungsplan (LEP) Vorrang gegenüber dem Nachtflugverbot eingeräumt und damit ihr Wort gebrochen. Zugesagt war, dass das Nachtflugverbot Voraussetzung für den Ausbau ist und beide Teile rechtlich gleichwertig umgesetzt würden.

Der LEP nennt in den "Grundsätzen", das sind allgemeine Aussagen für nachfolgende Abwägungsentscheidungen, zwar alle Teile des Mediationspaketes gleichberechtigt, fügt dann aber die Ausbauentscheidung als Ziel an und relativiert dann – ebenfalls als Zielaussage – das zwingende Nachtflugverbot von 23.00 bis 5.00 Uhr in einen Prüfauftrag zur besonderen Rücksichtnahme auf die Nachtruhe. Das Wort Nachtflugverbot kommt in den Zielen des LEP nicht einmal mehr als Prüfauftrag vor.

Parallel hierzu hat die FAG hatte im Genehmigungsverfahren keine Bereitschaft zur Umsetzung des Nachtflugverbots erkennen lassen. Statt dessen erhob das Unternehmen die Forderung, mindestens 150 Nachtflüge nach dem Bau der neuen Landebahn durchführen zu können und kündigte damit eine Verdoppelung gegenüber den Nachtflügen im Jahr 1999 an. Eine Angabe fester Obergrenzen für die Nachtflüge lehnte die FAG im ersten offiziellen Behördengespräch zur Umweltverträglichkeitsprüfung sogar ab.

Die Mitarbeit der Verbände im Regionalen Dialogforum diente dem Ziel der Verringerung bestehender und der Vermeidung künftiger Umweltbelastungen. Erwartet wurde, dass die Landesregierung die Arbeit des Regionalen Dialogforums nicht durch Widersprüche zwischen ihren Versprechungen und ihrem rechtsverbindlichen Handeln erschwert.

Nach Ansicht der Verbände haben der Wortbruch der Landesregierung und der Widerspruch zwischen den Versprechungen zur Verminderung der Nachtflüge und dem offiziellen Antrag der FAG zur Verdoppelung der geplanten Nachtflüge nach dem Bau der neuen Landebahn dem ehrlichen Dialog die Grundlage entzogen. BUND und NABU sahen deshalb keine Basis mehr für eine weitere Mitwirkung im RDF.

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Verbandsklage A44: BUND führt Klage gegen die Planung der Autobahn A 44 (Kassel-Wommen) weiter

Der BUND KV Werra-Meißner und die Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN) wollen ihre Klage gegen den ersten Bauabschnitt der A 44 bei Walburg weiterführen.

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel hatte im September den Antrag auf Eilverfahren zur Verhinderung des Baubeginns abgelehnt. Der VGH war der Ansicht, dass die Aussichten auf einen Erfolg der Klage des BUND gering seien. Diese Entscheidung geht nach Meinung des BUND von einigen falschen Voraussetzungen hinsichtlich der Arbeit von Naturschutzverbänden aus. Das Urteil enthält außerdem einige gravierende Mängel. So hat der VGH dem BUND vorgeworfen, FFH-Arten in der Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren nicht konkret genannt zu haben; hier hat der VGH jedoch die Benennung zweier FFH-Arten schlichtweg übersehen. Der BUND will die mündliche Verhandlung im Frühjahr 2001 nutzen, um die Mängel des Urteils im Eilverfahren zu monieren.

Eine ausführliche juristische Bewertung des Urteils im Eilverfahren haben der Informationsdienst Umweltrecht (IDUR e.V.) und der Arbeitskreis Recht des BUND in den Recht der Natur (RdN)-Schnellbriefen Nr. 89 und 90 vorgenommen. Diese sind zu beziehen bei der IDUR-Geschäftsstelle, Schleusenstr. 18, 60327 Frankfurt, Fon 069 252477, Fax 069 252748, Internet: www.idur.de

Neuer Bauabschnitt: nächste Klage

Im nächsten Planungsabschnitt (Hess. Lichtenau) wird es einen Präzedenzfall geben: Kann eine Autobahntrasse durch ein gemeldetes FFH-Gebiet führen oder nicht? Zunächst verhinderten die Planungsbehörden in enger Verbindung mit den Kommunen die Ausweisung von Naturschutzgebieten im Planungskorridor der A 44 und verkleinerten ein vorgeschlagenes FFH-Gebiet so, dass es die Autobahntrasse nicht mehr berührte. Offensichtlich auf Grund einer Klageandrohung des BUND wird zur Zeit (nach Abschluß des Planfeststellungsverfahrens) eine Ergänzung des FFH-Gebietes nachgemeldet. Die Autobahn soll dennoch gebaut werden. BUND und AVN haben eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht und sind entschlossen, auch gegen diesen Bauabschnitt der A 44 – vor allem wegen der FFH-Problematik – Klage einzureichen.

Dank an Spender

Insgesamt haben BUND und AVN mehr als 40.000 DM an Spenden zusammengetrommelt. Davon sind bislang knapp 30.000 DM für die Klage gegen den ersten Bauabschnitt und das Eilverfahren ausgegeben worden. Allen Spendern sei für ihr Engagement herzlich gedankt

Neuer Spendenaufruf

Wir wollen wissen, wie weit die hessischen Planungsbehörden mit der Brechstange ihre Autobahntrasse trotz entgegenstehender EU – FFH - Richtlinien durchsetzen können. Daher unsere Absicht auch im Abschnitt Hess. Lichtenau zu klagen. Wir bitten deshalb erneut um Spenden zur weiteren Unterstützung unserer Arbeit gegen das größte Verkehrsprojekt in Nordhessen.

Konten:
BUND KV WMK: Kto: 51000842; BLZ: 52250030, SPK WM, Stichwort: "A 44";
BUND LV Hessen: Kto: 369853; BLZ: 50050201, FFM SPK, Stichwort: "Rechtshilfefonds A 44"

Wilfried Richert
Kreisverband Eschwege

Literaturhinweis

IDUR-RdN-Sonderheft 52 "Der Lebensraumschutz nach der FFH-Richtlinie", von Alexander Reiß, DM 15,--.

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BUNDjugend Hessen

 

"Let´s built the dike"

Ein Bericht der Deichbauaktion aufgrund der Klimakonferenz in Den Haag

Zehn Stunden dauerte die Busfahrt von Mainz über Koblenz, Bonn und Köln nach Den Haag (17.00-03.00Uhr)! Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten in Den Haag fanden wir das zentrale Zelt und konnten nach dem Check-in zu unserer Unterkunft fahren. In Schulen und Turnhallen mit Namen, wie Hurrikane Hotel oder Sandbaggers Cottage waren alle Deichbauer für zwei Nächte untergebracht.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging´s schon frühmorgens los und per Shuttlebus wurden nach und nach alle zum Hauptzelt gekarrt. Wer war eigentlich alles da? Sah man bekannte Gesichter? Zwei weitere Busse der BUNDjugend waren aus Berlin gekommen! Für einen kleinen Unkostenbeitrag gab’s dann Frühstück.

Anschließend stellten sich "the friends of the earth" vor. Interessante Reden zu verschiedenen Themen gaben uns eine Einführung auf den heutigen Tag. Die Stimmung wurde immer besser und die verschiedenen Nationen und Organisationen motivierten sich gegenseitig mit tosendem Applaus. Dreißig Länder waren vertreten, einige hatten einen Busreise von drei Tagen hinter sich.

Dann ging´s los! Vor dem Zelt sammelten sich alle viertausend Teilnehmer, dreihundert davon aus Deutschland . Transparente wurden ausgerollt und Plakate in die Luft gestreckt. Die ersten Sprechchöre bildeten sich und mit viel Presse, einer mitreißenden Percussionband, Tanz und guter Laune ging es von der Innenstadt bis zum Konferenzgebäude.

Weitere Ansprachen auf einer kleinen Bühne vor dem Konferenzgebäude an die Menge und letzte Instruktionen wie der Deich zu bilden sei folgten. Auf los geht´s los. "Let´s built the dike!"

Am Straßenrand waren Sandberge aufgeschüttet und mit Schaufeln wurden die kleinen Jutesäcke gefüllt. Reihen wurden gebildet, die Sandsäcke über die Straße zum Deich gehievt. Es kam regelrechte Partystimmung auf und die Percussionband heizte kräftig ein. Zuletzt wurden alle Transparente auf den Deich gehängt. Auf der Bühne spielte eine Ska-Gruppe und die letzten, der fünfzigtausend Sandsäcke fanden ihr Plätzchen auf dem Deich.

Nun kam auch erste Resonanz aus dem Konferenzgebäude. Verschiedene Politiker sprachen, unter anderem auch Klaus Töpfer, der den vierhundert Meter langen Deich als "treffendes Symbol" bezeichnete.

Hungrig, erschöpft, aber glücklich gab es Abendessen im Hauptzelt. Videos und Nachrichtenmitschnitte vom Tag wurden auf eine große Leinwand projiziert.

Die große Deichbauer-Party schloss sich den Ereignissen an. Zuerst spielte eine Live-Band aus dem Südpazifik und dann legte ein DJ-Team Konserven auf. Die Stimmung war riesig und alles tanzte und feierte das es krachte!

Wieder brachten uns Shuttlebusse zu den Unterkünften. Nach einer erneuten kurzen Nacht und einem Frühstück im Zelt traten wir die Heimfahrt an.

Franziska Huth

Für Kids:


Naturtagebuch

Anfang März zeigen sich die ersten Anzeichen des Frühlings und damit beginnt wieder die Beobachtungssaison. Alle Kids zwischen 8-12 Jahren sind aufgerufen, über das Jahr hinweg ein Stückchen Natur in ihrer Umgebung zu beobachten. Das kann im Garten oder Park, am Bach oder im Wald sein. Ihre Beobachtungen und Erlebnisse können sie dann in ihrem Naturtagebuch aufzeichnen und das Tagebuch bis zum 31. Oktober an die BUNDjugend Hessen schicken. Denn wie immer gibt es viele tolle Preise zu gewinnen. Mitmachen können auch Gruppen oder Schulklassen.

Fortbildungen zum Naturtagebuch für LehrerInnen und GruppenleiterInnen:

3. März in Weilbach und 22. März in Steinfurth , jeweils 20,- bis 30,- DM

Leben auf dem Bauernhof

Hier kann man den Weg von der Kuh zum Käse verfolgen und selber Hand anlegen. Dazu gehört natürlich das Füttern und Melken oder das Säen und Jäten im Garten. Wir produzieren unsere Lebensmittel selber, backen Brot, kochen und käsen. Oder verarbeiten Wolle zu Filz und Weiden zu Körben. Je nach der Jahreszeit und Hof ist das Programm immer ein bißchen verschieden. Doch gibt es auf jeden Fall viel zu entdecken und zu erleben.

Für Kids von 8-12 Jahren.

Termine:

17.-21.04 & 16.-22.07. Hutzelberghof, Bad Sooden Allendorf 360 bis 390,- DM

17.-21.04. & 08.-12.10. Apfelhof, Hoechst, Odenwald 220 bis 250,- DM

Projekte:


Kirchentag

Auf dem Ev. Kirchentag vom 13.-17. Juni in Frankfurt wird die BUNDjugend Hessen mit einem Stand vertreten sein. Wir gestalten zusammen mit dem Verein Schwungrad eine "Oase de (Er)Lebens rund um das Thema Ernährung, ökologischen Landbau und Gentechnik". Hierfür suchen wir noch viele HelferInnen für die Gestaltung und Betreuung des Standes. Ein Vorbereitungswochenende, das in die Thematik einführt, findet vom 9.-11. März in Petterweil statt. Es ist für alle HelferInnen kostenlos. Außerdem suchen wir eine Werkstatt, in der wir unseren Stand zusammenbauen und gestalten können.

Fortbildungen:

Öko-Führerschein


Die Umweltseminarreihe für alle Jugendliche, die nicht auf die Politiker warten, sondern selber in Sachen Umweltschutz etwas bewirken wollen. Hier werden die nötigen Hintergrundinformationen gegeben und das Wissen für die Organisation von Aktionen vermittelt. Gentechnik, Energie und Verkehr, Klima gehören dazu, sowie das Handwerkszeug zum Aktiv-werden wie Pressearbeit, Moderation, Rhetorik und die Bausteine der Gruppenleiter-Ausbildung. Nach dem Besuch aller fünf Seminare und eines Erste-Hilfe-Kurses gibt es dann die Jugendleiter-Card.

Noch nicht dabei? Einsteigen ist jederzeit möglich! Das nächste Seminar findet vom 7.-11. April bei Mainz zum Thema "Überzeugen und begeistern" sowie dem Umweltthema Wasser statt.

Erfahrungsaustausch Kindergruppen

Die LeiterInnen der Kindergruppen haben Gelegenheit sich alle halbe Jahr zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Wir geben Tips und Hilfestellung bei der Arbeit mit Gruppen und möchten Eure Wünsche für eine Verbesserung des Services der Geschäftstelle sammeln. Das nächste Treffen ist am Samstag , den 17.März , von 10.00 -16.00 Uhr in der Geschäftsstelle in Frankfurt. Bitte anmelden!

Veranstaltungen der BUNDjugend Hessen bis einschließlich Sommerferien 2001:

16.-18.2.offen, Öko-Führerschein "Mitmachen und Verändern", 30,- bis 50,- DM, ab 15 Jahre

09.-11.03.,Bad Vilbel, Vorbereitung des Kirchentag-Standes "Landwirtschaft und Ernährung"

Kostenfrei, alle Interessierten

03.03. Weilbach, NaturTageBuch – mit Manfred Mistkäfer durch das Jahr (Fortbildung)

20,- bis 30,- DM, LehrerInnen, GruppenleiterInnen

22.03. Löw´scher Hof in Steinfurth bei Bad Nauheim, NaturTageBuch – mit Manfred Mistkäfer durch das Jahr (Fortbildung), 20,- bis 30,- DM, LehrerInnen, GruppenleiterInnen

07.-11.4. Mainz, Öko-Führerschein, "Überzeugen und Begeistern" , 60,- bis 80,- DM, ab 15 Jahre

17.-21.04.Apfelhof in Rimhorn / Odw., Leben auf dem Bauernhof (2), 220,- bis 250,- DM 8 - 12jährige

17.-21.04.Hutzelberghof , Leben auf dem Bauernhof (3), 360,- bis 390,- DM, 9 - 12jährige

27.-29.04. offen, Theater-Workshop, 50,- bis 70,- DM, ab 15 Jahre

05.05. Frankfurt, Fortbildung zu Teamarbeit , 25,- DM, GruppenleiterInnen

09.05. Frankfurt, Fortbildung zu Aufsichtspflicht & Haftung, 25,- DM, GruppenleiterInnen

11.-13.05. Steinesmühle bei Laubach, NaturforscherInnen unterwegs (Fortbildung zu aturerkundung / Naturerfahrung; Methoden und Spielen), 40,- bis 60,- DM, GruppenleiterInnen

23.-27.05. offen, Öko-Projekte-Tour , 120,- bis 140,- DM ab 15 Jahre

24.06.-06.07.Hallig Hooge, Sonne, Watt und mehr – Nordseefreizeit, 610,- bis 640,- DM ,11 – 13 Jahre

16.-20.07. Offen, Öko-Führerschein "Gemeinsam aktiv", 60,- bis 80,- DM, ab 15 Jahre

16.-22.07., Hutzelberghof , Leben auf dem Bauernhof (4), 390,- bis 420,- DM, 9 - 12jährige

26.07.-04.08. Alpen/Wettersteingebirge, Hüttentour , 799,-DM ,15 bis 17 Jahr

Weiter Informationen…

…zu den Projekten und das kostenlose Seminarprogramm mit allen Terminen und gibt es bei der BUNDjugend Hessen

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Gesundheit und Tierschutz

Putenfleisch als gesunde Alternative?

Recherchen des BUND Kirchhain zur Genehmigung einer Putenmastanlage

Nach der Genehmigung einer Putenmastanlage in Kirchhain hat sich der Ortsverband Kirchhain intensiv mit dem Thema Putenmast beschäftigt. Die Ergebnisse unserer Recherchen präsentierten wir an zwei Tagen an einem Info-Stand in der Fußgängerzone. Da nach Schweinepest, Rinderwahn, hormonverseuchtem Kalbfleisch und Salmonellenbelastetem Hühnerfleisch überall Putenfleisch als gesunde, fettarme Alternative gepriesen wird, lösten die gezeigten Fotos und Texte oft großes Staunen und Entsetzen aus. Häufig wurde Bestürzung über die geplante Form der Putenmast geäußert. Am meisten interessierten sich die Passanten jedoch für die Antibiotika-Problematik.

Mastputen können aufgrund des angezüchteten großen Brustmuskels das Gleichgewicht nicht mehr halten, viele können am Ende ihrer Mastzeit nicht mehr laufen, manche sogar nicht mehr stehen. Sie liegen vielmehr im eigenen Dreck, was dazu führt, dass die Federn im Brustbereich abgescheuert werden und die Tiere unter schmerzhaften Entzündungen des Brustmuskels leiden. So müssen ständig zur Krankheitsbekämpfung Medikamente, insbesondere Antibiotika eingesetzt werden. Zusammen mit den i. d. R. als Wachstumsförderer verabreichten Antibiotika im Tierfutter erhöht sich so ständig der Medikamenteneinsatz in der Fleischproduktion - auch bei dem so hochgelobten "gesunden" Putenfleisch.

Heute, da immer mehr Antibiotika in der Behandlung menschlicher Krankheiten versagen, kann es nicht geduldet werden, dass tonnenweise Antibiotika an Tiere verfüttert und durch die Nahrungskette uns Menschen zugeführt werden. Unser Ziel, mit den Bürgern über diese Art der Tierhaltung und Fleischproduktion ins Gespräch zu kommen, wurde erreicht. Wir haben viele Gespräche über art gerechte Wege der Tierhaltung insbesondere in der Putenmast geführt. Die Gespräche sind jedoch nicht entscheidend. Klar ist, dass nur die Konsumenten mit ihrem Kaufverhalten über die Art der Tierhaltung entscheiden. Natürlich ist die Fleischproduktion bei art gerechter Tierhaltung aufwendiger und teurer, aber unsere Gesundheit und die der Tiere sollte es uns Wert sein. Das Ziel des BUND-Kirchhain kann also weiterhin nur sein: Keine Massentierhaltung mit gequälten, kranken Tieren und den damit einhergehenden Umwelt- und Gesundheitsgefahren, sondern faire Preise für Fleisch von Tieren aus bäuerlich organisierter oder besser ökologischer Landwirtschaft!

Neben der Information über die tierquälerische Putenmast haben wir eine Unterschriftensammlung gegen tierquälerische Massentierhaltung durchgeführt. Die zahlreichen Unterschriften werden dem Landwirtschaftsminister zugeleitet, mit der Bitte, eine Gesetzesänderung zu bewirken, die die Situation der Tiere verbessert.

Ute Albrecht
BUND Ortsverband Kirchhain

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Einladung zur Landesdelegiertenversammlung 2001 des BUND Hessen

am Samstag, den 24. März 2001
im Bürgerhaus Goldstein, Goldsteinstrasse 314 , in Frankfurt a.M.

Der Landesvorstand lädt alle Delegierten und Mitglieder zur Landesdelegiertenversammlung 2001 herzlich ein.

Vorläufige Tagesordnung:

  • Begrüßung
  • Wahl der Versammlungsleitung
  • Beschluss über die Tagesordnung
  • Beschluss über die Geschäftsordnung
  • Gastreferat
  • Leitantrag des Landesvorstands
  • Vorstandsbericht, Geschäftsbericht und Aussprache
  • Bericht der KassenprüferInnen
  • Kassenbericht 2000 und Aussprache
  • Entlastung des Vorstands
  • Beschlüsse über Finanzanträge
  • Beschluß über den Haushaltsplan 2001
  • Wahl einer Wahlkommission
  • Wahl des Landesvorstands
  • Wahl der Bundesverbandsdelegierten
  • Wahl zweier KassenprüferInnen
  • Beschlüsse über Sachanträge
  • Beschlüsse über Satzungsanträge
  • Entgegennahme der schriftlichen Berichte des Landesrates, des Fachrates, der Arbeitskreise und der BUNDjugend
  • Schlusswort und Verabschiedung

Brigitte Martin
Vorstandssprecherin

Herwig Winter
Vorstandssprecher