HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2010…
Themen der HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2010
- Editorial / Neue Impulse von einer neuen Landesregierung?
- Vorstandsreise des BUND in Hessen: Upländer Bauernmolkerei und Beberbeck
- Gewässer: Exkursion mit dem Arbeitskreis Wasser: Stationen zur Durchgängigkeit der Flüsse
- Verkehr: BUND begrüßt Verzicht auf die A4
- Artenschutz: Kreisverband Wetterau: Schutzmaßnahmen für den Schwalbenschwanz
- Magazin:
- OV Flörsheim: Steinkauznachwuchs und Jungstörche
- OV Seeheim-Jugenheim: Amphibienweiher in Ober-Beerbach
- Stadtnatur: Hessentag 2010: Projekt „Kirchhain blüht“ vorgestellt
- BUNDjugend
- Wir lassen uns treiben – Kanutour auf der Lahn
- OV Karben: Theateraufführung Eisbär, Dr.Ping und die Freunde der Erde
- Fahrraddemo in Gießen
- Veranstaltungen
online anschauen – HESSENseiten im BUNDmagazin Heft 3 / 2010
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Editorial / Neue Impulse von einer neuen Landesregierung?
Im Mai verkündete Noch-Ministerpräsident Roland Koch überraschend seinen Rücktritt zum 31. August 2010. Auch die Umweltministerin und der Finanzminister werden auf eigenen Wunsch dem neuen Kabinett unter Volker Bouffier nicht mehr angehören. Der BUND hofft nun auf neue Impulse. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage sind 53 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass bei Entscheidungen über große Bauprojekte zu wenig Rücksicht auf den Natur- und Artenschutz genommen wird. Die Umfrage zeigt klar, dass den Menschen der Naturschutz wichtig ist. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch setzte dagegen stets einseitig auf mehr Beton und möglichst wenig Ausgleich für immense Eingriffe in Natur und Landschaft. Zu hoffen ist, dass zukünftig die Landespolitik dem Naturschutz in Hessen deutlich größeren Stellenwert einräumt.
Vor allem der Ausbau und Neubau des Fernstraßennetzes in Hessen muss mit Maß erfolgen. Es kann nicht sein, dass wie im Raum Darmstadt geplant, Freihalteflächen für gigantische Autobahnverbreitungen (von acht auf 16 Spuren) und LKW-Umfahrungsspuren in ungewisser nicht absehbarer Zukunft bewirken, dass eine für die nahe Zukunft geplante Schnellbahnstrecke der Deutschen Bahn immense Abstandsflächen einhalten soll, die unnütz Landschaft verbrauchen und Lebensraum für Natur und Menschen auf Dauer entziehen. Hier erwartet der BUND, dass jetzt flächensparend geplant wird und die Bahntrasse an die jetzige Autobahn so nah als möglich heranrückt. Sollte irgendwann eine Straßenverbreiterung erfolgen müssen, so kann das auch anders als durch einen schon jetzt erfolgenden Flächenverbrauch gelöst werden. Und: Warum soll die Geschwindigkeitsbeschränkung dort und anderswo aufgehoben werden? Weniger unterschiedliche Geschwindigkeiten der Fahrzeuge auf Schnellstraßen bewirken mehr Sicherheit, einen besseren Verkehrsfluss, eine größere Durchflusskapazität, weniger Lärm und weniger Luftschadstoffausstoß. Genau das sollte die neue Überlegung der neuen Landesregierung sein. Nicht die Aufhebung von Tempolimits dient den Menschen sondern ein generelles Tempolimit – insbesondere in hochbelasteten Ballungsgebieten mit stets gesundheitlich bedenklich erhöhten Fein(st)staub- und Stickoxidwerten.






